* Bild nur zu Illustrationszwecken.Ōno-jō (Chikuzen Ōno-jō)
大野城(筑前大野城)
Ōno-jō (Chikuzen Ōno-jō) is a historic castle in Kyūshū dating from the 4. Jahr des Kaisers Tenji (665), Erbauung, whose lord was Yamato-Hofadel (unter Anleitung von ins Exil gegangenen Baekje-Ingenieuren erbaut).
Überblick
Hintergrund der Errichtung: Die Schlacht von Baekgang und die Neuordnung des Abwehrsystems
Ono-Burg ist eine antike Bergfestung, die 665 n. Chr. (4. Jahr der Herrschaft des Kaisers Tenji) von der Yamato-Dynastie auf dem Berg Shioiji (Höhe ca. 410 Meter) in der Provinz Chikuzen (heutiges Fukuoka) errichtet wurde. Der unmittelbare Grund für ihre Errichtung war die Niederlage der vereinigten japanisch-baekjeanischen Streitkräfte gegen die vereinigten Tang-Silla-Truppen in der Schlacht von Baekgang im Jahr 663 n. Chr. (2. Jahr der Herrschaft des Kaisers Tenji). Diese Niederlage machte es dringend erforderlich, Verteidigungsmaßnahmen gegen mögliche Invasionen durch Tang und Silla zu schaffen.
Entwurf und Errichtung
Nach den Nihon-Shoki (Chroniken von Japan) wurden Ono-Burg und Kii-Burg (Präfektur Saga) unter der Leitung von Militärfachleuten errichtet, die aus Baekje geflohen waren: Okurai Fukuru und Shibi Fukubu. Dies war ein typisches Beispiel einer koreanischen Bergfestung, die unter der Anleitung von aus Baekje stammenden Flüchtlingsarchitekten erbaut wurde, und markierte einen wichtigen Moment in der japanischen Burggeschichte. Die Außenmauer der Burg war von Befestigungswällen (Erd- und Steinwälle) umgeben, die sich über etwa 6,8 Kilometer erstreckten, wobei die Gesamtlänge der Befestigungswälle einschließlich der zweischaligen Struktur etwa 8,4 Kilometer erreichte. Die Festung deckte ein riesiges Gebiet von etwa 1,5 Kilometern in Ost-West-Richtung und 3 Kilometern in Nord-Süd-Richtung ab.
Struktur und Überreste
Innerhalb der Burg haben Archäologen 9 Torstellen, etwa 70 Gebäudereste in 8 Vierteln und Brunnenstellen identifiziert. Die Erd- und Steinwälle kombinierten Rammbau-Konstruktionstechniken (Verdichtung mehrerer Bodenschichten) mit fugenlosen Steinmauerwerk und schufen so eine Struktur, die die natürliche Topografie maximal nutzte. Ausgrabungen haben zahlreiche Lager- und Lebensmittellagerstätten enthüllt, was darauf hindeutet, dass die Festung auch als Drehpunkt für längere Belagerungen diente. Historische Aufzeichnungen belegen Reparaturen an der Ono-Burg, der Kii-Burg und der Kikuchi-Burg im Jahr 698 n. Chr. (2. Jahr der Herrschaft des Kaisers Monmu) als Beweis für kontinuierliche Instandhaltung.
Als Verteidigungsbastion von Dazaifu
Die Ono-Burg diente als Schlüsselelement in der Verteidigungslinie, die Dazaifu, das Verwaltungszentrum Kyushus, schützte. Während die gleichzeitig errichtete Mizuki-Befestigung als Befestigungsmauer in der Ebene fungierte, übernahm die Ono-Burg die Rolle der Überwachung vom Berggipfel aus und als Notfallzufluchtspunkt in Krisensituationen. Dieses integrierte dreiteilige Abwehrsystem von Ono, Mizuki und Kii-Burgen stellte die kritischste Verteidigungsinfrastruktur im Westen Japans während des 7. und 8. Jahrhunderts dar.
Gegenwart
Die Burganlage wird als Shioiji Citizens' Forest der Präfektur Fukuoka gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, mit Wanderwegen und Besichtigungspfaden für historische Stätten. 1953 wurde sie zur Nationalen Spezialhistorischen Stätte ernannt, und 2006 wurde sie als 86. Burg in Japans Top 100 Burgen ausgewählt. 2020 wurde sie auch als Komponenten-Kulturgut des Japan Heritage mit dem Titel „Die 'Westliche Hauptstadt' des antiken Japan – Ein Drehpunkt des Ostasienaustausches" anerkannt. Ausgrabungen werden bis heute fortgesetzt, wobei antike Keramik, Eisengegenstände und architektonische Überreste nacheinander ausgegraben werden.
Verbindung zu Schwertern
Das Ōno-jō war ein antiker Militärstützpunkt, dessen Ausgrabungen zahlreiche Eisenwaffen und -werkzeuge offenbarten. Im 7.–8. Jahrhundert waren der Dazaifu und seine Verteidigungsanlagen (Ōno-jō, Mizuki) auch zentrale Sammelpunkte und Verteilungszentren für Eisenwaffen. Kontinentale Schmiedetechniken verbreiteten sich in dieser Zeit über Kyushu als Eingangspforte und trugen zur Grundlegung der Schwertherstellungstechniken bei, die die Quelle der Katana-Entwicklung bilden.
Sehenswürdigkeiten
- Nationale Spezialstätte · 86. der 100 berühmtesten Burgen Japans
- Antike Bergburg, erbaut nach der Schlacht von Baekgang
- Koreanische Bergburgarchitektur unter Anleitung von Baekje-Exil-Ingenieuren
- Etwa 6,8 km lange Erde- und Steinwälle erhalten
- 2020 Japanisches Kulturerbe ‚Japans antikes westliches Verwaltungszentrum'
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