* Bild nur zu Illustrationszwecken.Tokugawa Yoshimune
徳川吉宗
Der Shogun-Kenner – Der achte Shōgun, der die Schwertkultur systematisierte
Beschreibung
Tokugawa Yoshimune, der achte Tokugawa-Shōgun, ist am besten für seine Kyōhō-Reformen bekannt, die die sinkenden Finanzen des Edo-Shogunats wiederbelebten. Doch sein Beitrag zur japanischen Schwertkultur war ebenso bemerkenswert. 1720 beauftragte er die Hon'ami-Familie – die oberste Autorität für Schwertbewertung seit der Muromachi-Zeit – mit der Zusammenstellung des Kyōhō Meibutsuchō, eines umfassenden Katalogs, der die Geschichte, Herkunft und Merkmale aller berühmtesten Schwerter und Spieße Japans dokumentiert. Dieses Dokument, das die fünf großen Schwerter und Hunderte anderer berühmter Klingen aufzeichnete, wurde zum wichtigsten Nachschlagewerk in der Geschichte der japanischen Schwertforschung und bleibt für Forscher bis heute unverzichtbar. Yoshimunes Beziehung zur Hon'ami-Familie war besonders eng; er studierte persönlich Schwertbewertung unter ihrer Anleitung und soll sich ein genuines Fachwissen für Klingen erworben haben. Er förderte auch die Kampfkünste im Rahmen seiner Reformen, ermunterte das Schwertkampftraining und unterstützte die Entwicklung von Trainingsmethoden, die die Grundlage für modernes Kendō legten. Yoshimune ist als der "Reis-Shogun" für seine Wirtschaftspolitik bekannt, verdient aber gleichermaßen Anerkennung als der "Schwert-Shogun" für seine systematische Bewahrung und Dokumentation von Japans größten Klingen.
Bekannte Schwerter
- Tokugawa-Shogunal-Sammlung (katalogisiert im Kyōhō Meibutsuchō auf Yoshimunes Befehl)
- Hon'ami-zertifizierte Klingen (ausgewählt mit dem persönlichen Kennerauge des Shōgun)
- Kishū Tokugawa-Familien-Erbstücke (mitgebracht aus seinen Tagen als Herr von Kii vor seiner Erhebung zum Shōgun)