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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Betrachtet man das nakago eines Nihontō, findet sich vor dem Namen des tōkō oft ein Ortsname wie „Sōshū jū" oder „Bishū Osafune jū". Im Gegensatz zu einer mei, die nur den Namen trägt, enthalten diese die Information, woher der tōkō stammt. Darüber hinaus gibt es auch mei, die den Herstellungsort nennen, wie etwa „Oite Bushū Edo".
In diesem Artikel werden die Funktion von Ortsnamen in der mei sowie die Bedeutung von „jū" und „oite" systematisch erläutert, außerdem die Lesung alternativer Bezeichnungen für alte Provinznamen, was aus Beispielen erkennbar ist und worauf beim Lesen geachtet werden sollte. Die Technik des Einschneidens der mei selbst wird unter Die Technik des mei-Einschneidens behandelt, an welcher Stelle des nakago die mei sitzt unter Zweizeichen-mei, Lang-mei und die Position der mei.
Bei älteren mei handelt es sich häufig um schlichte Inschriften, die nur den Namen des tōkō tragen. Im Laufe der Zeit wurden der Erklärung nach auch weitere Angaben über den tōkō in die mei eingraviert, wie Wohnort und Familienname (Touken World).
Mei mit Ortsname dienten Käufern und Nutzern als Hinweis, aus welcher Gegend der tōkō stammte. Wenn mehrere tōkō denselben Namen trugen und in verschiedenen Regionen wirkten, erleichterte ein Ortsname die Unterscheidung. Auch heute noch, wenn wir mei lesen, sind Ortsnamen ein wichtiger Anhaltspunkt, um Schule und Entstehungszeit eines tōkō einzugrenzen.
Die Form, bei der nach einem Ortsnamen das Zeichen „jū" steht, wird grundsätzlich als mei gelesen, die angibt, dass der tōkō in diesem Ort ansässig war. Auch in Unterlagen von Präfekturen und besitzenden Institutionen finden sich folgende Beispiele:
Darüber hinaus gibt es auch mei, die den Wohnort mit dem Ausdruck „jūnin" angeben. Welchen Bedeutungsunterschied „jū" und „jūnin" haben, ließ sich anhand der für diesen Artikel herangezogenen Quellen nicht klären; daher werden hier beide als Schreibweisen für den Wohnort nebeneinander aufgeführt.
„Oite" hat die Bedeutung „an einem Ort" und wird als Angabe des Herstellungsorts gelesen. Ein anschauliches Beispiel ist die mei von Echizen Yasutsugu: „Oite Bushū Edo Echizen Yasutsugu". Aus dieser mei geht hervor, dass Yasutsugu in Edo ein Schwert fertigte, wie erläutert wird (Grundlagen der Tōken).
Yasutsugu war ein tōkō, der in der Provinz Echizen als Hofschwertschmied von Yūki Hideyasu tätig wurde und später auch in Edo für das Haus Tokugawa Schwerter fertigte. Er wurde angewiesen, im jährlichen Wechsel in Edo und Echizen zu dienen, lebte tatsächlich jedoch vermutlich lange Zeit in Edo. Allerdings gibt dieselbe Seite keinen konkreten Grund dafür an, warum er in Edo tätig war.
Mei mit „oite" werden häufig so erklärt, dass sie anzeigen, dass das Schwert an einem anderen Ort als dem Hauptstandort des tōkō gefertigt wurde — also als Zeichen einer auswärtigen Tätigkeit. Eine Primärquelle, die dies als allgemeine Definition ausdrücklich festhält, ließ sich in der vorliegenden Recherche jedoch nicht finden. Es empfiehlt sich, den Begriff im Sinne von Echizen Yasutsugas Beispiel zu verstehen: dass der Entstehungsort angegeben ist.
In mei mit Ortsnamen werden häufig alternative Bezeichnungen für alte Provinznamen verwendet. Die verbreitetste Form ist, den Provinznamen mit dem Suffix „-shū" zu versehen; wer damit nicht vertraut ist, kann schnell den Überblick verlieren, welche Provinz gemeint ist.
| Schreibweise in der mei | Alter Provinzname | Ungefähre heutige Region |
|---|---|---|
| Sōshū | Sagami no Kuni | Großteil der Präfektur Kanagawa |
| Bushū | Musashi no Kuni | Tokio, Präfektur Saitama und Teile der Präfektur Kanagawa |
| Nōshū | Mino no Kuni | Südteil der Präfektur Gifu |
| Sesshū | Settsu no Kuni | Nordteil der Präfektur Osaka und Südostteil der Präfektur Hyōgo |
| Senshū | Izumi no Kuni | Südteil der Präfektur Osaka |
| Banshū | Harima no Kuni | Südwestteil der Präfektur Hyōgo |
| Washū | Yamato no Kuni | Präfektur Nara |
Beim „Bishū" für Bizen ist Vorsicht geboten. Bishū ist eine Schreibweise, die auch als Sammelbezeichnung für Bizen, Bitchū und Bingo stehen kann; in „Bishū Osafune" jedoch ist Osafune ein Ortsname der Provinz Bizen, weshalb man es als tōkō aus Bizen liest. Bei mei, in denen zwei oder mehr Ortsnamen aufeinander folgen, zeigt der hintere Ortsname den konkreteren Wohnort an.
Mei mit Ortsnamen sind ein wertvoller Anhaltspunkt, um die Herkunft eines tōkō zu erschließen; beim Lesen sollte man jedoch auf folgende Punkte achten:
Der letzte Punkt ist wichtig. Es ist bekannt, dass Ortsnamen enthaltende mei in späteren Zeiten nachgemeißelt worden sind; ob eine Inschrift echt ist, wird grundsätzlich durch eine Gesamtbeurteilung von Gestalt, jigane, hamon und Zustand des nakago ermittelt. Bei einem Schwert, das Interesse weckt, sollte man auch die Prüfergebnisse einer Fachstelle hinzuziehen. Das Lesen von Datierungsinschriften wird unter Was ist eine Nenki-mei? behandelt, die Merkmale von tōkō aus verschiedenen Regionen unter Regionale Schwerter.
Wenn man eine mei liest, auf der „Sōshū jū" oder „Tsugaru jū" steht, spürt man, dass der tōkō verwurzelt in einem Ort arbeitete. Eine mei mit „Oite Bushū Edo" verrät sogar, wohin sich der tōkō bewegt hatte.
In die kleine mei des nakago sind neben dem Namen auch die Spuren des tōkō eingraviert — Wohn- und Herstellungsort. Kennt man die Lesung der Ortsnamen, wird der Hintergrund, den ein einzelnes Schwert in sich trägt, greifbarer.
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