* Bild nur zu Illustrationszwecken.Nagasone Kotetsu
長曽祢虎徹
Beschreibung
Nagasone Kotetsu (Geburtsjahr unbekannt – 1678) war ein Großmeister der shintō-Schwertschmiedekunst der frühen Edo-Zeit. Er zählt zu den saijō ōwazamono, und mit seiner Schnittschärfe und seiner robusten, formschönen Gestaltung hat er sich bei der Nachwelt einen Namen gemacht. Er entstammte der Sippe Nagasone, deren Lebensunterhalt der Beruf des katchūshi (Rüstungsmacher) war. Zu seiner Herkunft gibt es zwei Lehrmeinungen: Ōmi und Echizen. Ungefähr im Alter von 50 Jahren soll er nach Edo übergesiedelt sein und sich dort dem Schwertschmieden zugewandt haben, eine ungewöhnliche Laufbahn. Danach schmiedete er etwa 20 Jahre lang mit großem Eifer Schwerter.
Das größte Merkmal von Kotetsus Schwertern liegt in dem kraftvollen Jigane und den Hamon, die in der shintō-Zeit die Wiederbelebung der Sōshū-den verkörpern. Das Jigane zeigt itame, vermischt mit ō-hada. Chikei und jiniye sitzen dick auf, und es erscheint das nie-utsuri, eine kräftige Schmiedestruktur, die für die Sōshū-den charakteristisch ist. Der Hamon zeigt gunome, ō-gunome und notare, mit dick aufsitzendem nie. Vom habuchi bis ins hanaka finden sich reiche Ausprägungen wie kinsuji, sunagashi und tobiyaki, und er ist als lebhaftes Sōshū ō-midare gekennzeichnet. Besonders der Hamon, in dem sich gunome wie Gebetskettenperlen aneinanderreihen, wird als juzuba bezeichnet und gilt als Inbegriff von Kotetsus Stil.
Es ist weithin bekannt, dass der Kommandant der Shinsengumi, Kondō Isami, ein Schwert mit der Signatur „Nagasone Kotetsu“ geschätzt haben soll. Allerdings gilt nach der gängigen Lehrmeinung das Schwert, das Kondō besaß, nicht als Originalwerk, sondern als Fälschung. Auch dass signierte Arbeiten Kotetsus bereits zu seinen Lebzeiten in großer Zahl nachgeahmt wurden, ist bekannt. Dies zeigt paradoxerweise das hohe Ansehen Kotetsus, denn echte Kotetsu-Werke genießen auch heute höchste Wertschätzung.
Die Signaturen (mei) treten in mehreren Formen auf, darunter „Nagasone Okisato“, „Kotetsu“, „Nagasone Kotetsu“, „Nyūdō Okisato“ und „Kotetsu Nyūdō Okisato“. Zahlreiche Stücke mit Ärabezeichnung sind zudem erhalten. Gegenwärtig sind fünf Schwerter Kotetsus als Wichtiges Kulturgut bestimmt, darüber hinaus sind einige als Jūyō Tōken ausgewiesen. Sie werden im Kishū Tōshō-gū, im Kyotoer Nationalmuseum, im Schwertmuseum und an anderen Orten aufbewahrt und verwahrt.
Bekannte Werke
- Katana, signiert Nagasone Okisato Nyūdō Kotetsu (Wichtiges Kulturgut, Kishū Tōshō-gū)
- Katana, signiert Nagasone Okisato Nyūdō Kotetsu (Wichtiges Kulturgut, im Besitz des Japanese Sword Museum)
- Katana, signiert Nagasone Okisato Nyūdō Kotetsu (Wichtiges Kulturgut, Kyoto National Museum)