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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Der „Zanba-Tō" (斬馬刀), wörtlich „Schwert zum Schneiden von Pferden", ist bekanntlich ein äußerst großes Schwert, das speziell zum Schneiden von Pferden hergestellt wurde. Doch wenn man sich die historischen Fakten genauer ansieht, wird dieser Name in mehreren Bedeutungen verwendet, und es gibt keine einheitliche Definition für eine spezifische Schwertart. In Japan wird dieser Begriff hauptsächlich als Sammelbezeichnung für Schwerter mit längerer Klinge als üblich und großer Schneidekraft verwendet.
Es ist ein anderes Konzept als die gleichnamige chinesische Waffe (Chinesisch: 斬馬刀 oder 斬馬剣) und der japanische Zanba-Tō erscheint hauptsächlich in klassischer Literatur, Kriegsgeschichten und späteren Kampfkunstbüchern. Als tatsächlich ausgegrabene Artefakte oder erhaltene Kulturgüter ist es schwierig, diese von Nodachi und Ōdachi zu unterscheiden, und Forscher klassifizieren sie oft unterschiedlich.
Um das Konzept des Zanba-Tō zu verstehen, ist es zunächst notwendig, die Unterschiede zwischen Nodachi und Ōdachi zu klären.
Ōdachi bezieht sich auf tachi mit einer Klingenlänge von 90 cm oder mehr (3 Shaku oder mehr), und viele von ihnen wurden als Opfergaben an Schreine und Tempel oder für zeremonielle Zwecke hergestellt. Die meisten erhaltenen Ōdachi sind „Hōnō-Ōdachi" (Opfergaben-Ōdachi), die nicht für den Kampfeinsatz konzipiert waren. Das Gewicht vieler dieser Schwerter beträgt 5 kg oder mehr, und es ist schwierig, sie mit einer Hand frei zu handhaben.
Nodachi bezieht sich auf Ōdachi, die tatsächlich auf dem Schlachtfeld eingesetzt wurden (oder einsetzbar waren). Sie wurden auf dem Rücken getragen und zum Schlachtfeld gebracht, und ihre Verwendungsweise ähnelt eher der von Langenwaffen zum Niedermachen von Feinden. Die Klingenlänge lag meist zwischen etwa 60 und 90 cm. Sie waren zwar nicht so extrem groß wie Ōdachi, aber wesentlich länger als normale Uchi-Gatana oder tachi.
Zanba-Tō wird oft als eine weitere Vergrößerung und Spezialisierung des Nodachi verwendet oder wird auf ähnliche Weise wie Nodachi verwendet. Es wird allgemein als großes und schweres Schwert beschrieben, das stark genug ist, um ein Pferd in einem Schnitt durchzuschneiden — sowohl die Beine als auch den Körper.
Die folgenden strukturellen Merkmale sind Zanba-Tō, Nodachi und Ōdachi gemeinsam:
Klingenlänge übersteigt deutlich die einer normalen tachi (etwa 60–75 cm). Ein Anhaltspunkt für Ōdachi ist eine Klingenlänge von 90 cm oder mehr, aber viele der als Nodachi für praktische Zwecke bekannten Schwerter haben eine Klingenlänge von etwa 70–90 cm. Eine längere Klinge erzeugt einen breiteren „Maai" (Abstand) zum Gegner, führt aber gleichzeitig zu Gewichtszunahme und verminderter Handhabbarkeit.
Sori (die Krümmung des Schwertblattes) neigt dazu, flacher zu sein als bei normalen tachi. Zum Schwingen eines langen Schwertes vom Pferderücken herab wird berichtet, dass eine flache Krümmung leichter zu handhaben ist als eine tiefe. Andererseits wirkt sich die Form der Krümmung auf die Praktikabilität aus, wenn das Schwert zu Fuß verwendet wird.
Tsuka (Grifflänge) ist auch länger als bei normalen Schwertern und setzt voraus, dass es mit beiden Händen gegriffen wird. In einigen Fällen wird berichtet, dass es an einem über drei Shaku (etwa 90 cm) langen Schaft befestigt und wie eine Naginata verwendet wurde.
Wie Zanba-Tō und Nodachi auf dem Schlachtfeld tatsächlich verwendet wurden, ist schwer zu klären, da sich Historienbeschreibungen und Legenden der Nachwelt vermischen.
In historischen Aufzeichnungen gibt es viele Szenen aus Kämpfen der Zeit der Nord- und Südlichen Dynastien (14. Jahrhundert), in denen Infanteristen mit Nodachi aktiv waren. Besonders während der Zeit der Nord- und Südlichen Dynastien stieg das Gewicht von Infanteriegruppen, und es wird angenommen, dass Kampftaktiken mit langen Schwertern zur Vernichtung mehrerer Feinde effektiv waren.
Bezüglich der Verwendung gegen Pferde wird angenommen, dass unter Berücksichtigung des Kampfstils der damaligen Zeit der Hauptzweck eher ein Angriff auf Pferde in Gruppenkämpfen war als ein Eins-zu-eins-Kampf gegen berittene Krieger. Es wird von einer Taktik berichtet, bei der durch das Abschneiden der Pferdelacken der berittene Krieger zu Fall gebracht wird und dann durch Ringen niedergemacht wird. Allerdings würde es eine außergewöhnliche Fähigkeit und körperliche Kraft erfordern, um die Beine eines Pferdes sicher durchzuschneiden, und dies war keine Waffe, die einfache Soldaten leicht verwenden konnten.
Die meisten großen Schwerter, die derzeit in Museen oder in Schreinen und Tempeln aufbewahrt werden, haben den Charakter von „Hōnō-Tachi" (Opferschwerter) und zeigen keine Spuren von Kampfeinsatz. Andererseits wurde festgestellt, dass es Nodachi gibt, die Schneidespuren und Gebrauchsspuren aufweisen, sodass es nicht der Fall ist, dass es keine praktischen Beispiele für Schlachtfeldeinsätze gab.
Ein bekanntes Beispiel ist die Gruppe der großen Opferschwerter, die vom Bizen Sword Museum in der Präfektur Okayama und verschiedenen Schreinen aufbewahrt werden. Es gibt auch Ōdachi, die als Nationalschatz oder wichtiges Kulturgut designiert sind, was die hohe Stufe der damaligen Schmiedetechnik zeigt.
In der heutigen Zeit ist der Name „Zanba-Tō" in der Popkultur wie Spielen, Romanen und Filmen weit verbreitet. Es wird oft in Verbindung mit Fantasy-Bildern riesiger Schwerter vertrieben, und in gewisser Weise hat sich ein Image etabliert, das sich stark vom historischen Bild unterscheidet.
Unter Schwertliebhabern und Forschern wird es für wichtig erachtet, zwischen der Geschichte der tatsächlichen Ōdachi und Nodachi und dem modernen „Zanba-Tō"-Image zu unterscheiden. Um den historischen und künstlerischen Wert von Kulturgütern in Form von großen Schwertern genau zu bewerten, ist eine sorgfältige Abwägung zwischen Dokumenten und tatsächlichen Materialien unerlässlich.
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