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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Japan pflegte seit jeher eine reiche Kultur des Schenkens von Schwertern. In der Kriegergesellschaft war das Schwert nicht bloß eine Waffe, sondern ein Symbol für Stärke, Treue und Würde. Wenn ein Lehnsherr einem Vasallen, dessen Verdienste er anerkannte, ein Schwert verlieh, war dies Ausdruck höchster Ehrung; bei Hochzeiten wurde das Schwert bisweilen als Teil der Aussteuer der Braut mitgebracht. Schwerter, die Schreinen geweiht wurden, Schwerter als Schutz gegen Unheil für Tempel, Schwerter, die als Zeichen eines Bündnisses zwischen Kriegsherren ausgetauscht wurden — in allen Bereichen der japanischen Geschichte ist die Kultur des Schenkens von Schwertern tief verwurzelt. Diese Tradition lebt auch heute fort, und das Schenken eines nihontō an einem Lebenswendepunkt wird als eine der feierlichsten Formen des Schenkens weitergegeben. Dem Überreichen und Entgegennehmen eines Schwertes haftet eine eigene Etikette an, und der Akt selbst — den Respekt gegenüber dem Empfänger zu verkörpern — wird hochgehalten. Als Spiegel der Bildung und Umsichtigkeit des Schenkenden behält das Verschenken von Schwertern seine besondere Bedeutung.
Die Ehre einer Ordensverleihung oder Standeserhöhung, ein Abschiedsgeschenk beim Ausscheiden aus einem langjährigen Arbeitgeber, die Feier einer Unternehmensgründung oder eines bedeutenden Jubiläums — auch heute werden nihontō bei besonderen Anlässen verschenkt. Besonders häufig geschieht dies als Pensionierungsgeschenk: eine Klinge, in die der Gedanke „ein Schwert wie das Leben dieses Menschen" eingeflossen ist, hinterlässt beim Empfänger einen tiefen Eindruck. Auch persönliche große Erfolge zu feiern — Unternehmensgründung, Erwerb einer Qualifikation, das Erreichen einer Glanzleistung — wird als Schenkungsanlass immer häufiger. Da der Wert eines nihontō die Zeit überdauert und sein kultureller wie wirtschaftlicher Wert mit den Jahren sogar steigen kann, ist er als bleibendes Erinnerungsstück von höchster Güte. Er wird auch als Geschenk zur Feier eines großen Lebensabschnitts gewählt; ein nihontō, der auch nach langen Jahren nichts von seinem Glanz verliert, gilt als ein Geschenk, das sich leicht mit dem Weg in Verbindung bringen lässt, den der Beschenkte zurückgelegt hat. In zunehmendem Maße wird er auch als Geschenk für ausländische Handelspartner und Geschäftspartner gewählt, wo er als Sinnbild japanischer Kultur Freude bereitet.
Bei der Auswahl eines nihontō als Geschenk sollte zunächst die Größe bedacht werden. Im Vergleich zum uchigatana (nagasa 60 cm und mehr) sind Schwerter der folgenden Größen kompakt, lassen sich leicht ausstellen und pflegen und sind daher als Geschenk beliebt.
Als nächstes sind Epoche und tōkō zu bedenken. Je nach den Vorlieben und dem Hintergrund des Empfängers — das elegante shintō der Edo-Zeit, das kraftvolle kotō der Sengoku-Zeit oder das verfeinerte Werk eines zeitgenössischen tōkō — bietet jedes seine eigene Anziehungskraft. Durch die Wahl eines Schwertes mit kanteisho (einer von NBTHK o. Ä. anerkannten Begutachtung) werden Verlässlichkeit und Wert des Geschenks gesichert.
Es ist auch ein praktischer Gesichtspunkt bei der Auswahl, zu überlegen, wie der Beschenkte mit dem Schwert umgehen möchte. Wer es genießen möchte, es in der Tokonoma oder auf einem Präsentierbord zur Schau zu stellen und zu betrachten, dem kann man es zusammen mit einem katanakake überreichen, damit er es sofort nach Erhalt schön ausstellen kann. Bei einem Geschenk für jemanden, der mit Schwertern nicht vertraut ist, ist es hilfreich, eine verständlich abgefasste Erläuterung beizulegen, die die im kanteisho vermerkten Informationen erklärt, damit der Empfänger es beruhigt entgegennehmen kann. Wer bei der Auswahl unsicher ist, kann Alter, Vorlieben des Beschenkten und den Charakter des Anlasses dem Personal eines Schwerterladens mitteilen und sich bei der Eingrenzung beraten lassen.
Beim Verschenken eines nihontō sind angemessene Verpackung und Etikette wichtig. Der Ablauf bis zur Übergabe ist wie folgt:
Durch ein so verfasstes Schreiben vertieft sich der Wert des Geschenks noch weiter.
Auch die Aufbewahrungsbedingungen bis zum Tag der Übergabe sind für das als Geschenk ausgewählte Schwert zu berücksichtigen. Indem man es an einem Ort ohne hohe Temperaturen und Feuchtigkeit und ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrt, lässt sich der Zustand der Klinge gut erhalten. Wenn man kurz vor der Übergabe einen dünnen Auftrag uchiko (Polierpulver) und Schwertöl auf die Klinge aufbringt, kann man dem Empfänger das Schwert in schönem Zustand überreichen. Im Begleitbrief oder auf der Grußkarte sollte man neben Herkunft und Auswahlgrund des Schwertes auch kurz die laufende Pflege erwähnen, damit auch jemand, der im Umgang mit Schwertern ungeübt ist, es beruhigt entgegennehmen kann.
Der nihontō genießt international hohes kulturelles Ansehen und ist auch als Geschenk für Ausländer eine der besten Optionen. Bei der Zusendung ins Ausland ist es jedoch unerlässlich, vorab sowohl die japanischen Ausfuhrbestimmungen als auch die Einfuhrbestimmungen des Empfängerlandes zu prüfen. Da sich die Gesetze zur Einfuhr von Schwertern je nach Land und Region erheblich unterscheiden, wenden Sie sich bitte unbedingt an einen Fachmann und gehen dann die erforderlichen Schritte an. Manche Schwertläden bieten Beratung zur Vorbereitung der Unterlagen und zu den Verfahren für den Auslandsversand an; wenn Sie ein Schwert als Geschenk in Betracht ziehen, empfiehlt es sich daher, vorab nachzufragen.
Ein nihontō lässt sich durch angemessene Pflege über Generationen hinweg in seiner Schönheit erhalten. Regelmäßiges Aufbringen von uchiko und erneutes Einölen sind unverzichtbare Arbeiten, um die Klinge vor Rost zu schützen. Zur Aufbewahrung wird sie in eine shirasaya gelegt; es gilt als Grundregel, einen Ort mit möglichst geringen Feuchtigkeitsschwankungen zu wählen. Bei Unsicherheiten über den Zustand des Schwertes oder bei Fragen zur Pflegemethode empfiehlt es sich, den Schwertladen, bei dem man es erworben hat, oder einen spezialisierten togishi (Polierer) zu konsultieren. Indem der Beschenkte eine Pflegegewohnheit entwickelt, wird das Schwert nicht bloß ein Geschenk bleiben, sondern zu einem wertvollen Begleiter im Leben werden. Das kanteisho und der Registrierungsnachweis sollten gemeinsam mit dem Schwert aufbewahrt werden; da sie bei Übertragung oder Erbschaft benötigt werden können, ist es eine Freundlichkeit, im Begleitbrief kurz darauf hinzuweisen, sie sorgfältig aufzubewahren.
Im Online-Katalog von TOUKENZA können Sie Schwerter nach Kriterien wie Größe, Epoche und Vorhandensein eines kanteisho filtern und durchstöbern. Nehmen Sie sich die Zeit, die besondere Klinge für eine Ihnen wichtige Person in Ruhe auszuwählen.
Der nihontō als Geschenk ist sowohl für den Empfänger als auch für den Schenkenden ein besonderes Erlebnis. Im Prozess des Auswählens begegnet man der Geschichte und Kultur Japans, im Moment der Übergabe spürt man das Gewicht der Tradition, und danach spricht das Schwert weiter im Alltag zu einem — diese Abfolge ist es, die den nihontō an eine Stelle setzt, die ihn von jedem anderen Geschenk unterscheidet. So wie ein Schwert, das in der Sengoku-Zeit auf dem Schlachtfeld eingesetzt wurde, noch heute seinen Glanz ausstrahlt, wird auch die für ein Geschenk ausgewählte Klinge Jahrzehnte oder Jahrhunderte später noch jemandes Herz bewegen. Das Schenken eines Schwertes ist auch ein Schenken von Werten, die die Zeit überdauern.
Ein Geschenk, das eine so tiefe Bedeutung und Geschichte in sich trägt, gibt es sonst kaum. Das Schenken eines Schwertes ist der höchste Ausdruck von Respekt und Zuneigung gegenüber dem Empfänger. Außerdem beginnen Personen, die ein Schwert erhalten haben, häufig echtes Interesse an der Welt der Schwerter zu entwickeln. Es ist nicht selten, dass die als Geschenk erhaltene Klinge zum Ausgangspunkt eines neuen Hobbys, einer neuen Kulturerfahrung oder einer Erkundung der Geschichte wird. In diesem Sinne ist das Geschenk eines nihontō ein einzigartiges Präsent, das das Potenzial hat, das Leben des Empfängers zu bereichern.
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