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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Die charakteristische Eigenschaft japanischer Schwerter, "hart und doch unzerbrechlich" zu sein, wurde lange Zeit als "geheimnisvolle Handwerkskunst" beschrieben, aber ihr wahrer Ursprung kann durch die Wissenschaft der Stahlmikrostrukturumwandlung erklärt werden. Mit grundlegenden Kenntnissen der Metallurgie werden die Bedeutungen traditioneller Techniken wie Falten und Schmieden, Abschreckung und tsuchoki deutlich klarer, und neue Perspektiven eröffnen sich für die Schwertappreziation und -bewertung.
In der Welt des Stahls bestimmen zwei Variablen—"Kohlenstoffgehalt" und "Heiz- und Abkühlungsgeschwindigkeit"—die Mikrostruktur. Die japanische Schwertschmiedekunst ist, obwohl sie eine über Erfahrung angesammelte Technik darstellt, tatsächlich ein Prozesssystem, das diese beiden Variablen präzise kontrolliert.
Ferrit ist eine Mikrostruktur, die nahe an reinem Eisen liegt und fast keinen Kohlenstoff enthält, mit einer kubischen Struktur mit Körperzentrierung (BCC). Es ist die stabile Basisphase von Eisen bei Raumtemperatur und ist weich mit ausgezeichneter Duktilität (Dehnbarkeit) und Zähigkeit (Widerstandsfähigkeit).
Bei japanischen Schwertern ist der shingane relativ nahe an kohlenstoffarmem Stahl mit einer ferritdominanten Zusammensetzung. Der shingane, der den inneren Teil der Klinge bildet, erfordert eine Duktilität, die Bruchfestigkeit bietet, weshalb eine kohlenstoffarme Mikrostruktur mit hohem Ferritgehalt geeignet ist. Dies ist die Grundlage für die Bruchfestigkeit der Klinge.
Perlit ist eine zusammengesetzte Mikrostruktur, in der Ferrit und Eisencarbid (Zementit: Fe₃C) alternierend in Schichten angeordnet sind. Bei einem Kohlenstoffgehalt von etwa 0,8% (eutektische Zusammensetzung) bildet sich reiner Perlit, der härter und fester als Ferrit ist, aber weicher als reiner Martensit.
Bei der Klassifizierung von Stahl nach Kohlenstoffgehalt: Hypoeutoktoid-Stahl (C<0,8%) besteht aus Ferrit + Perlit, eutoktoides Stahl (C=0,8%) ist vollständig Perlit, und Hypereutoktoid-Stahl (C>0,8%) ist Perlit + Zementit. Da tamahagane im Kohlenstoffgehalt im Bereich von etwa 0,5–1,5% variiert, ist es notwendig, durch "Homogenisierung" im großen Schmiedeprozess Material mit für die beabsichtigte Verwendung geeignetem Kohlenstoffgehalt zu erhalten.
Martensit ist eine Mikrostruktur, die durch Abschreckung (schnelle Abkühlung) von Stahl entsteht und hat eine körperzentrierte tetragonale Struktur (BCT). Der Entstehungsmechanismus ist eine diffusionslose Umwandlung, bei der "Austenit (Eisen mit einer flächenzentrierten kubischen Gitterstruktur, die bei hohen Temperaturen stabil ist) bei schneller Abkühlung eine Gitterumwandlung durchläuft, ohne den Kohlenstoffatomen Zeit zu geben, zu diffundieren und zu entweichen."
Martensit ist eine der härtesten Mikrostrukturen unter Stahlmikrostrukturen, besitzt aber auch Sprödheit (Rissneigung). Der "ha" (Klingenschneide) des japanischen Schwertes erfordert eine harte Martensit-dominante Mikrostruktur, während der "mune" (Rückenseite) eine zähe Ferrit- und Perlit-dominante Mikrostruktur erfordert—diese "Kombination aus Härte und Zähigkeit" ist die wesentliche Herausforderung des japanischen Schwertes.
Die Technik des Auftragens von Ton (Erde) auf die Klinge vor dem Abschrecken—"tsuchoki"—ist eine präzise technische Manipulation, die die Abkühlungsgeschwindigkeit kontrolliert, um unterschiedliche Metallmikrostrukturen auf der Klingenschneide und dem Rücken zu erzeugen. Der Teil, auf den der Ton dick aufgetragen ist (Rückenseite), kühlt langsam ab und bewahrt eine gemischte Ferrit-Perlit-Mikrostruktur. Die Klingenschneide, auf die der Ton dünn aufgetragen ist (oder gar nicht), durchläuft eine schnelle Abkühlung und wandelt sich in Martensit um.
Dieser Grenzbereich erscheint als das bandförmige Glühen, das als "hamon" beobachtet wird. Das "nie" des hamon bezieht sich auf einen Zustand, in dem grobe Martensitpartikel körnig erscheinen, während "nioi" sich auf einen Zustand bezieht, in dem feiner Martensit in einem nebelartigen Muster verteilt ist. Ob es "nie-deki" oder "nioi-deki" ist, ist ein kombiniertes Ergebnis der Methode des Tonauftrags, der Abkühlungsgeschwindigkeit und des Kohlenstoffgehalts des Stahls—ein Teil, der die Geschicklichkeit und Erfahrung des Schmieds demonstriert.
Die wissenschaftliche Bedeutung von Falten und Schmieden für die Schwertqualität liegt in der "Beseitigung von Einschlüssen (Schlacke) und Homogenisierung der Stahlmikrostruktur." Tamahagane enthält Schlacke (Oxide, Sulfide usw.) aus der Eisenproduktion, die als Verunreinigungen verbleiben. Durch wiederholtes Erhitzen und Schlagen beim Falten und Schmieden wird die Schlacke herausgedrückt, steigt an die Oberfläche und wird entfernt.
Wiederholtes Falten homogenisiert auch die Kohlenstoffverteilung und trägt zur Mikrostrukturverfeinerung bei. Allerdings birgt übermäßiges Falten das Risiko, dass Kohlenstoff verbrannt wird und verbraucht wird, wodurch der Kohlenstoffgehalt mehr als nötig sinkt. Moderne Metallurgen interpretieren, dass Handwerker empirisch die optimale Anzahl von Falten entdeckt haben, weil sie diese "Grenze zwischen Homogenisierung und Entkohlung" gespürt haben.
Die Perspektive der Stahlmikrostrukturwissenschaft "zerlegt" nicht das Geheimnis japanischer Schwerter, sondern dient als Hilfsmittel, um zu bestätigen, wie wissenschaftlich rational das empirische Wissen des Handwerkers war. Die Technik des Schwertschmieds und die Metallurgie-Wissenschaft sind nicht im Konflikt miteinander, sondern sprechen die gleiche Wahrheit in verschiedenen Sprachen.
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