* Bild nur zu Illustrationszwecken.Amakusa Shiro
天草四郎
Anführer der Shimabara-Rebellion
Beschreibung
Amakusa Shiro (ca. 1621–1638), auch bekannt als Masuda Shiro Tokisada, war der jugendliche Anführer der Shimabara-Rebellion (1637–1638), des größten Bauernaufstands der Edo-Zeit und des letzten großangelegten bewaffneten Widerstands, an dem japanische Christen beteiligt waren.
Hintergrund
Die Regionen Shimabara und Amakusa waren Besitztümer der christlichen Daimyo Konishi Yukinaga und Arima Harunobu. Hohe Steuern und die Unterdrückung des Christentums durch das Tokugawa-Shogunat trieben lokale Bauern und Christen im Oktober 1637 zum Aufstand. Der damals etwa sechzehnjährige Shiro wurde als charismatische Figur, die von Gläubigen als vom Himmel gesandter Erlöser angesehen wurde, zum Kommandanten erhoben.
Belagerung der Hara-Burg
Die Rebellentruppe von etwa 37.000 Mann verschanzte sich in der verlassenen Hara-Burg an der südlichen Spitze der Shimabara-Halbinsel. Das Shogunat setzte über 120.000 Truppen unter dem Ältesten Rat Matsudaira Nobitsuna ein und sicherte sich sogar die Unterstützung durch niederländische Marineartillerie. Die Burg hielt etwa drei Monate stand.
Fall und Vermächtnis
Die Hara-Burg fiel am 28. Februar 1638, nachdem der Proviant aufgebraucht war; Shiro und praktisch alle Verteidiger wurden getötet. Der Aufstand veranlasste das Shogunat, die Beziehungen zu Portugal abzubrechen und die Sakoku-Politik (Geschlossenes Land) abzuschließen. Amakusa Shiro bleibt ein Symbol des christlichen Glaubens und des Bauernwiderstands in Japan und ist heute noch ein beliebtes regionales Symbol in der Präfektur Nagasaki.