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November 9, 1180 (20th day, 10th month, Jishō 4)
Ufer des Fuji-Flusses, Provinz Suruga (gegenwärtiges Fujikawa, Stadt Fuji, Präfektur Shizuoka)
Kräfte
Minamoto no Yoritomo's Forces (Eastern Warrior Coalition)
Taira no Koremori / Taira no Tadanori's Forces (Punitive Army)
Etwa 4 Min. Lesedauer
Das Gefecht am Fujikawa 1180 ist eher als politisches denn als militärisches Ereignis zu verstehen. Es kam zu kaum tatsächlichen Kämpfen: Die Taira-Armee, die nach einem anstrengenden Marsch östlich der Tōkaidō am westlichen Ufer des Fuji-Flusses lagerte, geriet in der Nacht in Panik, als aufgeschreckte Wasservögel laut vom Fluss aufflogen, und floh in Unordnung — berichten zufolge ohne den Fluss zu überqueren oder ihre Schwerter ernsthaft zu ziehen. Die Geschichte der Wasservögel ist zu vollkommen, um als buchstäbliche Geschichte angesehen zu werden, aber sie erfasste etwas Wahres über das Kräfteverhältnis im Kantō von 1180.
Der Kontext: Minamoto no Yoritomo, der nach der Heiji-Rebellion von 1159, die seinen Vater vernichtet hatte, in die Provinz Izu verbannt worden war, erhob sich im 8. Monat von 1180 zum Aufstand nach einem Aufruf zum Waffengang von Prinz Mochihito. Sein erstes Gefecht am Ishibashiyama war ein Desaster; er entkam knapp. Aber während er sich nach Awa zurückzog und wiederaufbaute, strömten östliche Krieger in einer überraschenden Geschwindigkeit zu ihm. Chiba Tsunetane, Kazusa Hirotsune, Miura Yoshizumi — Clan um Clan der großen östlichen Häuser stellte sich unter ihn. Die Kai Genji unter Takeda Nobuyoshi attackierten die Taira gleichzeitig von Norden. Als Taira no Koremori's Strafexpedition im 10. Monat am Fuji-Fluss ankam, stand sie nicht einer Rebellengruppe, sondern einer regionalen Koalition gegenüber.
Yoritormos Entscheidung, die fliehende Taira-Armee nicht zu verfolgen, ist ebenso bedeutsam wie das Gefecht selbst. Er kehrte nach Kamakura zurück und verbrachte das folgende Jahr damit, seine administrative Kontrolle über den Osten zu festigen. Dies war die Berechnung, die das Kamakura-Shogunat hervorbrachte — nicht die Verfolgung einer zerschlagenen Feindesarmee, sondern der Aufbau ständiger Institutionen: das samurai-dokoro (Rat der Gefolgsleute), das mandokoro (Verwaltungsbüro), das monchujo (Untersuchungsamt). Die Schwerter der Fujikawa-Periode — die späten Heian-kotō — befanden sich auf ihrem Höhepunkt der antiken Tradition. Dass diese Klingen von der fliehenden Taira-Armee nicht gezogen wurden, war selbst eine Aussage darüber, was die Taira-Armee geworden war: prächtig im Erscheinungsbild, hohl im Inneren.
Minamoto no Yoritomo
Minamoto no Yoritomo — who routed the Taira punitive force at Fujikawa and consolidated control of eastern Japan
Hōjō Tokimasa
Hōjō Tokimasa — who supported Yoritomo's uprising and fought at Fujikawa, founding ancestor of the Hōjō regents
Taira no Kiyomori
Taira no Kiyomori — the Taira hegemon who received the devastating news of Fujikawa; the countdown to Taira extinction had begun
Minamoto no Yoshitsune
Minamoto no Yoshitsune — who rejoined his brother Yoritomo after Fujikawa and became the primary force in the eventual Taira destruction