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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Hasebe Kunishige ist ein Tōkō, der in der Nanbokuchō-Zeit wirkte und als einer der Jūtetsu des Masamune gilt. Über seine Herkunft gibt es verschiedene Überlieferungen, doch wird er häufig als der Tōkō eingeordnet, der die Sōshū-den nach Yamashiro (Kyōto) brachte; sein Stil wird als Verschmelzung der Sōshū-den mit der Yamashiro-Tradition beschrieben.
In der Nanbokuchō-Zeit wurden tachi mächtiger, und viele Schwerter überliefern sich verkürzt durch ō-suriage. Auch unter den erhaltenen Werken Hasebes sind Klingen bekannt, die durch suriage entstanden sind.
Die Nanbokuchō-Zeit, in der Hasebe Kunishige wirkte, gilt als die Epoche, in der die Gestalt des japanischen Schwertes historisch am imposantesten war. Breit in der mihaba, mit weit ausgedehntem kissaki und insgesamt großer Länge — solche Arbeiten wurden bevorzugt. Es wird angenommen, dass die in anhaltenden Kriegswirren geforderte Kampftauglichkeit sich in der Gestalt dieser Epoche widerspiegelt.
Solche langen Klingen wurden in späteren Zeiten häufig auf handlichere Maße gekürzt, wobei durch das Beschneiden des nakago beim suriage viele Klingen ihre mei verloren. Dass so viele Werke bedeutender Tōkō der Nanbokuchō-Zeit mumei sind, hat genau diesen Hintergrund.
Unverzichtbar für die Beschreibung von Hasebe Kunishiges Stil ist der als hitatsura bezeichnete hamon. Dabei greift das Feuer nicht nur auf den Schneidenteil, sondern auch auf den ji über und erzeugt ein komplexes, prächtiges Bild, in dem hamon und ji-Zeichnung ineinandergreifen. Das Erscheinungsbild, das den nie-reichen Stil der Sōshū-den noch lebhafter entfaltet, gilt als charakteristisches Merkmal der Hasebe-Schule.
Im jigane zeigen sich aufgeworfenes itame und ji-nie; die gleichzeitige Präsenz der für die Nanbokuchō-Zeit typischen Kraft und der für Kyōto-Arbeiten charakteristischen Kultiviertheit gilt als der besondere Reiz dieser Klingen.
Klingen, deren mei verloren gegangen ist, wurden durch das „Kiwame" eingeordnet — eine Beurteilung, bei der anhand von Merkmalen wie Gestalt, jigane und hamon entschieden wird, welcher Schule oder welchem Tōkō ein Stück zuzuschreiben ist. In der Edo-Zeit oblag dieses Kiwame der Hon'ami-Familie, die die Schwertgutachtung als Familienberuf ausübte, und diese Tradition wurde an moderne Begutachtungsorganisationen weitergegeben.
Ein Werk, das trotz ō-suriage mumei einem bestimmten Tōkō zugeschrieben wurde, belegt damit, wie ausgeprägt dessen Stil ist. Die Werke der Hasebe-Schule mit ihrem markanten hitatsura bieten auch als mumei-Klingen viel zu entdecken, und es ist reizvoll, die Grundlage des Kiwame mit eigenen Augen beim Betrachten zu überprüfen.
Was den Namen Hasebe Kunishige weit bekannt gemacht hat, ist das Kokuhō „Heshikiri Hasebe". Diese Klinge überliefert sich als eine der geliebten Schwerter des Oda Nobunaga und gelangte anschließend in den Besitz der Kuroda-Familie; heute befindet sie sich in der Sammlung des Fukuoka-Stadtmuseums. Der Beiname „Heshikiri" soll der Überlieferung nach daher stammen, dass Nobunaga bei einer Hinrichtung mit dieser Klinge den Gegner niederdrückte und durchschnitt.
Diese Klinge, die trotz ō-suriage mumei als Werk des Hasebe Kunishige bestimmt wurde, ist als repräsentatives Stück, das die Pracht des hitatsura und die Kraft der Sōshū-den bis heute bewahrt, eines der bekanntesten Stücke in der Geschichte des japanischen Schwertes.
Unverzichtbar, um den Reiz der Sōshū-den zu beschreiben, sind nie und nioi. Beide Begriffe bezeichnen den Glanz feiner Partikel, die durch das yaki-ire im Stahl entstehen, doch unterscheiden sie sich im Erscheinungsbild der Körner.
| Begriff | Erscheinungsbild |
|---|---|
| nie | Körner so groß, dass sie mit dem Auge sichtbar sind |
| nioi | Fein aufgereiht wie ein Schleier |
Die Sōshū-den zeichnet sich durch einen Stil aus, in dem nie stark leuchtet, und auch beim hitatsura der Hasebe-Schule erzeugt das Glänzen des nie, das über ji und Schneide verteilt ist, die Fülle des Bildes. Beim Betrachten empfiehlt es sich, den Lichtwinkel langsam zu verändern und dabei die Veränderung im Glänzen dieser Partikel zu verfolgen.
Beim Betrachten von Werken der Hasebe-Schule empfiehlt es sich, zunächst die Pracht des hamon in den Blick zu nehmen. Die reichen Aktivitäten innerhalb der Schneide und das Bild des bis in den ji übergreifenden Feuers besitzen einen anderen Reiz als ein geordneter suguha oder ein eleganter chōji. Wenn man die imposante Gestalt der Nanbokuchō-Zeit und die Schönheit des nie aus der Sōshū-den gemeinsam genießt, tritt die Eigenart dieses Tōkō noch plastischer hervor.
Ebenso lohnt es sich, Werke anderer Schulen aus derselben Nanbokuchō-Zeit vergleichend hinzuzuziehen. So lassen sich die für diese Epoche gemeinsame imposante Form und die schulspezifischen Eigenheiten des yaki-ire voneinander abgrenzen, und man kann unmittelbar erfahren, wie herausragend das hitatsura der Hasebe-Schule ist.
Übrigens bezeichnet „Jūtetsu des Masamune" eine in späteren Zeiten entstandene Sammelbezeichnung für die zehn bedeutenden Tōkō, die der Überlieferung nach Schüler und hochrangige Gefolgsleute des Masamune waren, der die Sōshū-den zur höchsten Reife brachte. Über die tatsächlichen Meister-Schüler-Beziehungen gibt es verschiedene Ansichten, und in der Forschung werden sie als Überlieferung behandelt, doch wird der Begriff als Sinnbild dafür, dass der Einfluss der Sōshū-den sich zu bedeutenden Tōkō in vielen Provinzen ausbreitete, bis heute weithin verwendet. Dass Hasebe Kunishige zu diesen Zehn gezählt wurde, ist selbst ein Zeugnis dafür, dass in seinem Stil das Wesen der Sōshū-den erkannt wurde. Da bei Werken mit hitatsura die Tiefenwirkung des Bildes in Fotografien schwer zu vermitteln ist, empfehle ich, bei Gelegenheit das Original unter Beleuchtung aus verschiedenen Winkeln zu betrachten.
Wer sich für die Linie von Meistern wie Hasebe Kunishige interessiert, kann die Liste der angebotenen Werke online einsehen und erwerben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit über das Kontaktformular an uns.
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