* Bild nur zu Illustrationszwecken.Minamoto no Tametomo
源為朝
Der Bogenschützenmeister der Hōgen-Rebellion
Beschreibung
Minamoto no Tametomo (1139–1170) war ein gefürchteter Krieger der späten Heian-Zeit und ein außergewöhnlich begabter Bogenschütze, dessen Name sich tief in die japanische Geschichte eingegraben hat. Als achter Sohn von Minamoto no Tameyoshi geboren, zeigte er bereits von Jugend an ein wildes Temperament und herausragende kriegerische Fähigkeiten. Nachdem sein Vater ihn nach Kyushu schickte, beherrschte er Provinzen wie Hizen und Chikuzen, erwarb sich den Ehrennamen "Chinzei Hachirō" (Achter Sohn des Westens) und unterwarf die Krieger Kyushus seinem Befehl.
Tametomo soll etwa sieben Shaku (ungefähr 210 cm) groß gewesen sein. Sein massiver Körper und übermenschliche Kraft gaben ihm unerreichte Fähigkeiten beim Bogenschießen. Sein Bogen war so kraftvoll, dass gewöhnliche Krieger ihn nicht spannen konnten, und seine Pfeile drangen angeblich sogar durch dicke Rüstungen. Während der Hōgen-Rebellion (1156) unterstützte er den emeritierter Kaiser Sutoku und kämpfte gegen die Streitkräfte des Kaisers Go-Shirakawa bei Shirakawa-Kitaden. Tametomo schlug wiederholte Angriffe von Taira no Kiyomori und anderen mit seinen Pfeilen ab – sein Mut wurde von beiden Seiten bewundert.
Doch die Rebellion endete mit Niederlage, und Tametomo wurde gefangen genommen. Aus Furcht vor seiner enormen Kraft durchtrennte Fujiwara no Nobuyori und seine Verbündeten die Sehnen seines rechten Arms, um ihn daran zu hindern, je wieder einen Bogen zu spannen, und verbannten ihn nach Izu Ōshima. Doch selbst im Exil baute Tametomo seine Macht wieder auf und brachte die Krieger der Izu-Inseln unter seine Herrschaft. Als der Hof schließlich eine Strafexpedition entsandte, leistet er erbitterten Widerstand, bevor er sich selbst das Leben nahm. Seine legendäre Bogenschützen-Meisterschaft wurde in dem berühmten Edo-Werk "Chinsetsu Yumiharizuki" von Takizawa Bakin verewigt.
Bekannte Schwerter
- Tachi (als Krieger der späten Heian/Insei-Zeit)