* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kiku-Ichimonji Norimune
菊一文字則宗
Auch bekannt als: Kiku Gozaku
Beschreibung
Übersicht
"Kiku Ichimonji" ist eine legendäre Tachi, die dem Werk von Norimune zugeschrieben wird, einem Schmied der Bizen-Ichimonji-Schule, der in der frühen Kamakura-Periode aktiv war. Norimune wurde als einer der "gobankaji" ausgewählt — die Schmiede, die vom pensionierten Kaiser Go-Toba (Go-Toba-in) aus dem ganzen Land berufen wurden, um Klingen in monatlichem Wechsel zu schmieden — und gilt als der eigentliche Gründer der Fukuoka-Ichimonji-Schule. Go-Toba liebte Schwerter so sehr, dass er selbst das Schmieden aufnahm, und da seine eigenen Werke und die seiner gobankaji angeblich das kaiserliche Chrysanthemen-Wappen trugen, entstanden die Namen "Kiku Gosaku" (kaiserliche Chrysanthemen-Arbeit) und "Kiku Ichimonji".
Stil und Charakteristika
Klingen der Ichimonji-Schule zeichnen sich vor allem durch ihre glänzende choji-midare (Nelkenkontur-unregelmäßig) hamon aus. Die Härtungslinie verläuft in hohen und niedrigen Wellenbewegungen und mischt kawazuko-choji (Kaulquappenkopf-Nelke) und juka-choji (Doppelblüten-Nelke) zu einem prächtigen, üppigen Effekt, der als Höhepunkt der Kamakura-zeitlichen Bizen-Arbeit gilt. Das ji-hada ist ein dicht gepacktes ko-itame mit lebendiger midare utsuri. Klingen, die Norimune zugeschrieben werden, sind für ein elegantes, stark gekrümmtes Profil mit einer hellen, klaren choji-midare bekannt — ein verfeinerter Stil, den Go-Toba Legenden nach als "erste unter dem Himmel" pries. Mit Norimune als faktischem Gründer entwickelte sich die Ichimonji-Schule über etwa drei Jahrhunderte durch die Fukuoka-Ichimonji (früh- bis Mitte-Kamakura), Yoshioka-Ichimonji (Mitte- bis späte Kamakura), Iwato-Ichimonji (auch Shochu-Ichimonji, späte Kamakura bis Nanbokucho) und Katayama-Ichimonji und bildete eine Hauptströmung der Bizen-Schmiedekunst. Der Name "Kiku Ichimonji" wird auch als Synonym für diesen prachtvollen Stil verwendet.
Designierung und Sammlungen
Wesentlich ist, dass bisher noch nie eine erhaltene Klinge mit Norimunes Signatur und dem Chrysanthemen-Wappen zusammen bestätigt wurde, und das spezifische Schwert "Kiku Ichimonji Norimune" wird am besten als eine legendäre benannte Klinge verstanden, die durch spätere Kriegsgeschichten und Geschichtenzählung gepflegt wurde. Hinsichtlich der tatsächlich bezeugten Meisterwerke von Norimune ist das berühmteste der Nationalschatz "Tachi, signiert Norimune", das vom Hie-Schrein in Akasaka, Tokio gehalten wird (1951 designiert) — Norimunes einziger Nationalschatz, der seine Fertigkeit bis in die Gegenwart vermittelt. Das "Kiku Ichimonji" dieses Eintrags sollte daher nicht als eine spezifische erhaltene Klinge, sondern als ein symbolischer Name verstanden werden, der aus dem Ruhm von Norimune und der Ichimonji-Schule geboren wurde.
Anekdoten und Provenienz
Ein weit verbreiteter Volksglaube besagt, dass das Lieblingsschwert von Okita Soji vom Shinsengumi in der späten Edo-Zeit ein "Kiku Ichimonji Norimune" war. Dies ist jedoch ein späteres Bild, das sich aus der novellistischen Ausarbeitung von Shiba Ryotaro und anderen ableitet, ohne historische Grundlage; die Klingen, die Okita tatsächlich trug, waren Werke wie Kashu Kiyomitsu und Yamato-no-kami Yasusada. Der Name "Kiku Ichimonji" — in dem sich die Resonanz eines kaiserlichen Schatzes mit der Sehnsucht nach dem prächtigen Ichimonji-Stil verbindet — ist als eine Legende größer als die Realität überliefert worden. Es ist ein schönes Beispiel eines Schwertes, das in Geschichte und Legende gekleidet in Erinnerung bleibt, und offenbart die Tiefe der "meibutsu" (benannte Klinge) Kultur um die japanische Klinge.
Legenden & Geschichten
Der Legende nach bewunderte der pensionierte Kaiser Gotoba Norímunes Handwerk über alle anderen Schmiede in der Goban Kaji und gravierte persönlich das Chrysanthemen-Wappen ein, erklärend: "Dieses Schwert ist meins." Die Chrysantheme, ein Symbol des kaiserlichen Hauses, wurde zum definierenden Merkmal der Klinge. Das Schwert soll auch nachts ein blassblauès Glühen ausgestrahlt haben, das Ehrfurcht unter Kriegern inspirierte, die glaubten, es besitze göttliche Kraft. Eine Überlieferung besagt, dass diejenigen, die die Klinge berührten, zur Größe im Weg des Schwertes bestimmt waren.