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June 2, 1183 (11th day, 5th month, Juei 2)
Kurikara-Pass, Grenze zwischen den Provinzen Etchū und Kaga (heutige Grenze zwischen Toyama und Ishikawa)
Kräfte
Kiso Yoshinaka Forces (Minamoto)
Taira Forces
Etwa 3 Min. Lesedauer
Am 2. Juni 1183 errang Kiso Yoshinaka (Minamoto no Yoshinaka) einen der gefeiertsten Siege des Genpei-Krieges am Kurikara-Pass an der Grenze zwischen den Provinzen Etchū und Kaga. Seine Truppen vernichteten die zahlenmäßig überlegene Taira-Armee unter Taira no Koremori und öffneten ihm den Weg nach Kyoto.
Die Schlacht ist berühmt für die legendäre "Feuerrinder-Strategie" — Rinder mit Fackeln an ihren Hörnern wurden angeblich nachts ins Taira-Lager getrieben, was Panik verursachte und Truppen in die darunter liegende Schlucht trieb. Historische Genauigkeit beiseite, nutzte Yoshinakas tatsächliche Taktik das Berggelände meisterhaft: Während seine Hauptmacht die Taira frontal angriff, umzingelten Flankeneinheiten sie durch die Berge und trieben die Taira in die Kurikara-Schlucht.
Die Krieger der Yoshinaka-Armee trugen lange gekrümmte tachi — das charakteristische Schwert der späten Heian-Zeit — geeignet für Kampf zu Pferd. Die Hokuriku-Region, wo die Schlacht stattfand, hatte Eisenbearbeitungstraditionen, die später zur Echizen-Schmiedeschule führten. Yoshinaka selbst, ein rauer Krieger aus Shinano, bevorzugte wahrscheinlich praktische Klingen von östlichen Schmieden gegenüber den raffinierten Schwertern der Hauptstadt.
Nach diesem Sieg zog Yoshinaka im Juli 1183 in Kyoto ein, während die Taira nach Westen flohen. Aber seine Herrschaft über die Hauptstadt war kurz und angespannt. Anfang 1184 stellten ihn die Kräfte von Minamoto no Yoshitsune in der Schlacht von Awazu; Yoshinaka starb im Schlamm im Alter von 31 Jahren, sein Pferd saß in einem Sumpf fest. Der epische Bericht über sein letztes Gefecht — verewigt in der Tale of the Heike — machte ihn zu einem der prägendsten Kriegerhelden der japanischen Literatur.