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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Der tsuka (Griff) eines japanischen Schwertes wirkt einfach, ist aber ein Präzisionskraftwerk, das Komponenten mehrerer Spezialisten kombiniert: den tsuka-gi (Holzkern), same (Rochenhautbelag), menuki (dekorative Seitenornamente), fuchi (Halskragen am Schutzende), kashira (Pommelkappe) und tsuka-ito (Griffwickelschnur).
Der Griffmacher formt den ho (Magnolien-)Holzkern präzise an den nakago an – ein Prozess namens hiyose – und wendet dann die Rochenhaut an (obwohl der Name „same" Hai bedeutet, ist echtes same Mantarochen-Haut), wobei das zentrale große Granulat für maximale ästhetische Wirkung und Griffigkeit positioniert wird. Ein lackbasierter Klebstoff gewährleistet eine permanente, gleichmäßige Haftung.
Menuki sind 3–5 cm große dekorative Ornamente, die auf beiden Seiten des Griffs angebracht sind. Trotz ihrer winzigen Größe ist das angewendete Handwerk atemberaubend. Die Motive reichen von Drachen, Tigern und Wellen bis zu Familienwappen und Saisonnmotiven. Die Materialien umfassen Gold, Silber, shakudo (Kupfer-Gold-Legierung), shibuichi (Kupfer-Silber-Legierung) und Messing. Gießen, gefolgt von Treibarbeiten und Gravur, ist Standard; hochwertige Stücke zeigen vollständig dreidimensionale takabori-Reliefschnitzereien und Einlegearbeiten (zoogan) aus kontrastierenden Materialien.
Das Griffwickeln erfordert, Seide, Baumwolle oder synthetische Schnüre über die Rochenhaut zu fädeln und dabei die menuki strategisch zur Griffigkeit zu positionieren. Standardwickelmethoden umfassen moroyon-maki (verdrehte Doppelschnur-Standard), jabara-maki (Akkordeonmuster), hira-maki (flache parallele Schnur) und tsumami-maki (gequetschte Dekoration). Die Bewertung konzentriert sich auf gleichmäßige Spannung, menuki-Platzierung und Konsistenz der Rautengeometrie. Selbst erfahrene Praktiker verbringen mehrere Stunden mit dem Wickeln eines einzigen Griffs.
Wenn tsuka-shi, menuki-shi, fuchi-kashira-shi und tsukamaki-shi ihre Spezialität auf höchstem Niveau ausführen – und wenn die resultierenden Stücke sich in Material, Thema und Farbe harmonisieren – entsteht die vollständige koshirae als einheitliches Werk der Kollaborationskunst.
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