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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Angetrieben durch den schwachen Yen und einen Anstieg internationaler Besucher in Japan ist das weltweite Interesse am japanischen Schwert noch nie so hoch gewesen. Doch einfach in Japan zu warten, bis Käufer kommen, wird Überseemärkte nicht wirklich erschließen. Eine wachsende Zahl von Schwerthändlern reist stattdessen direkt zu den führenden Kunstmessen der Welt — Art Basel, Frieze und TEFAF (Maastricht), um nur einige zu nennen — sowie zu spezialisierten japanischen Kunstauktionen in London, New York und Hongkong, um face-to-face mit Sammlern zu verhandeln. Dieser Artikel beschreibt die praktischen Schritte und die Strategie für die Teilnahme an Auslandsausstellungen und Kunstmessen.
Das Ausführen eines japanischen Schwertes aus dem Land erfordert mehrere rechtliche Verfahren. Im Inland müssen Händler zunächst das Registrierungszertifikat der Klinge (toroku-sho, ausgestellt gemäß Artikel 14 des japanischen Schwert- und Waffenkontrollgesetzes) bei der zuständigen Präfekturbehörde bestätigen und eine Ausfuhrerlaubnis vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie einholen. Schwerter, die als Wichtige Kulturgüter ausgewiesen sind, dürfen grundsätzlich nicht das Land verlassen, daher ist es wesentlich, den Status der Kulturgutregistrierung jeder für eine Ausstellung vorgesehenen Klinge rechtzeitig zu bestätigen.
Sobald eine Ausfuhrerlaubnis vorliegt, besteht der nächste Schritt darin, die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes zu bestätigen. EU-Mitgliedstaaten regulieren Klingenwaffen gemäß der EU-Waffenrichtlinie (91/477/EEC), wobei Antiquitäten — Gegenstände, die älter als 100 Jahre sind — häufig von Anmeldungs- und Genehmigungspflichten befreit sind. In den Vereinigten Staaten ist die föderale Regulierung relativ leicht, aber die Klingenlängenbeschränkungen variieren je nach Bundesstaat. Hongkong und Singapur unterhalten jeweils ihre eigenen Genehmigungssysteme für Klingenwaffen, die eine vorherige Antragstellung erfordern.
Die Verpackung muss sowohl zum Schutz der Klinge als auch zur Zollkontrolle konzipiert sein. Das Schwert sollte in seiner shirasaya (einfache Holzlagermontage) untergebracht und mit säurearmem Schaumstoffpolster gepolstert sein. Das äußere Gehäuse muss deutlich gekennzeichnet sein mit: „ANTIQUE SWORD — NOT A WEAPON" und „FOR CULTURAL EXHIBITION PURPOSES ONLY." Je nach den Bestimmungen des Ziellandes ist es oft sicherer, Schleifpulver (uchiko) und Wartungsöl separat zu versenden.
Die großen Kunstmessen der Welt unterscheiden sich erheblich in ihrem Charakter, und ihre Eignung für japanische Schwerter variiert entsprechend.
TEFAF (Maastricht und New York) repräsentiert den Gipfel der klassischen Kunst und Antiquitäten mit einer starken Affinität zu frühen japanischen Schwertern (koto, aus der Kamakura bis zur frühen Edo-Zeit) und Schwertbeschlägen. Das Juryverfahren ist äußerst streng — das TEFAF-Prüfungskomitee untersucht jedes Stück physisch — und die Zulassung selbst fungiert als Qualitätsmerkmal. Die Standkosten liegen in der Größenordnung von Hundertausenden Dollar, aber die Messe zieht Sammler mit erheblicher Kaufkraft an.
Frieze (London und New York) konzentriert sich auf zeitgenössische Kunst, aber sein Abschnitt „Masters" hat in den letzten Jahren zunehmend klassische Werke gezeigt und bietet einen Einstiegspunkt für jüngere, wohlhabende Sammler.
Für Händler, die kleinmaßstäblich beginnen möchten, bieten Londons Olympia International Art & Antiques Fair oder Japan Art Week Tokyo, unterstützt durch das Tokio National Museum, vielversprechende Alternativen. Letztere, eine Herbstveranstaltung, die japanische Kunstgalerien zusammenbringt, dient auch als Veranstaltungsort für Geschäftsverhandlungen sowohl für in- als auch für ausländische Käufer. Eine permanente Auslandsausstellung ist eine weitere erwägenswerte Option: Beispiele japanischer Schwerter in den Sammlungen des British Museum und des Metropolitan Museum of Art zeigen das Potenzial einer Klinge, über eine temporäre Ausstellung hinauszugehen und Wurzeln in einer ausländischen Kulturinstitution zu schlagen.
Der Verkauf eines japanischen Schwertes an einen ausländischen Sammler erfordert mehr als eine einfache Transaktion — er verlangt Kulturbildung. Dealer sollten mindestens folgende Materialien für alle Verhandlungen vorbereiten:
Viele Händler bewerten Auslandsverkäufe mit dem 1,5- bis 2-fachen des Inlandspreises. Bei einem schwachen Yen bleiben die relativen Kosten für die Inlandsbeschaffung niedrig, was tendenziell die Gewinnmargen bei Auslandsverkäufen verbessert. Trotzdem müssen Händler die Nettoeinnahmen sorgfältig berechnen, nachdem sie Versandversicherung (spezialisierte Kunsttransitversicherung, typischerweise auf 110–120 % des Verkaufspreises festgelegt), Messebeteiligungsgebühren und lokale Dolmetscher- oder Vermittlungsgebühren (üblicherweise 10–15 % des Umsatzes) abgezogen haben.
Ein einziger Messeeinsatz reicht selten aus, um Gewinn zu erzielen. Am wichtigsten ist die gewissenhafte Nachbetreuung danach. Dealer sollten eine Dankesnachricht in Englisch an jeden potenziellen Käufer senden, mit dem sie gesprochen haben, und sie einladen, einen Newsletter zu abonnieren, der bevorzugte Schwerttypen, Budgetbereiche und bevorstehende Auktionslisten beschreibt. Die Aufrechterhaltung aktiver Instagram- und LinkedIn-Geschäftskonten — regelmäßige Teilung neuer Ankünfte, Besuchsberichte von Schmieden und Ausstellungsnachrichten — hilft dabei, Beziehungen zu Sammlern aufrechtzuerhalten, die weit entfernt von Japan ansässig sind.
Gemeinsame Ausstellungen, die durch einen vertrauenswürdigen Berufsverband japanischer Schwerthändler wie die All Japan Token Dealers Cooperative organisiert werden, sind eine weitere erforschenswerte Option. Kostenteilung reduziert die Belastung durch Standgebühren, während die Kombination mehrerer Spezialgebiete — tachi, Schwertbeschläge, panzerbrechende Klingen und mehr — in einem Raum die Attraktivität der Messe für Besucher erhöht.
Die Ausstellung im Ausland ist nicht einfach eine Frage des „Exports". Es ist auch eine Übung in Kulturdiplomatie, die Schwertkultur Japans als Teil des gemeinsamen Kulturerbes der Welt neu positioniert. Sorgfältige rechtliche Vorbereitung, kombiniert mit echtem Kulturunterricht, bildet die Grundlage für den Aufbau eines dauerhaften Überseemarktplatzes über lange Zeit.
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