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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Das kissaki (切先) ist der allgemeine Begriff für den Spitzenbereich eines japanischen Schwertes – eine der funktional wichtigsten Zonen der Klinge. Die kissaki-Form variiert erheblich je nach Periode, Schule und beabsichtigter Verwendung und ist einer der wichtigsten Indikatoren für Schwertdatierung und Zuschreibung.
Wichtige Teile des kissaki:
Kissaki werden grob in vier Typen unterteilt, basierend auf der Länge von der yokote bis zur Spitze.
Das boshi ist das hamon (Härtungslinie), wenn es in den kissaki-Bereich eintritt. Wenn das hamon die yokote in die Spitzenzone durchquert, wird die Form, die es annimmt, zum boshi – ein unabhängig bewertetes Element in der Schwertauthentifizierung.
| Boshi-Typ | Erscheinungsbild | Repräsentative Schulen/Perioden |
|---|---|---|
| Ko-maru (kleine Rundung) | Kleine, runde Rückkehr | Yamashiro-Tradition; Kamakura |
| O-maru (große Rundung) | Große, runde Rückkehr | Soshu-Tradition; Nanbokucho |
| Togari (Spitzform) | Spitze Rückkehr | Einige Bizen-Traditions-Klingen |
| Flache kaeri | Kurze, flache Rückkehr | Einfache Form über viele Perioden |
| Tiefe kaeri | Lange, tiefe Rückkehr | Einige spätes Kamakura-Klingen |
| Midare-boshi (unregelmäßig) | Unregelmäßiges hamon, das in die Spitze fortsetzt | Soshu-Tradition; Shinshinto-Periode |
| Haki-kake | Hamon strömt wie pinselter Sand ein | Soshu-Tradition (Masamune etc.) |
| Kaen-boshi (Flammenpitze) | Flammenförmiger boshi | Einzelne Schmiede |
Bei der Schwertauthentifizierung informiert boshi:
| Periode | Kissaki-Tendenz | Boshi-Tendenz |
|---|---|---|
| Spätes Heian | Ko-kissaki, inokubi | Ko-maru, flache kaeri |
| Frühes Kamakura | Ko-kissaki | Ko-maru |
| Mittleres Kamakura | Chu-kissaki | Ko-maru bis o-maru |
| Spätes Kamakura–Nanbokucho | O-kissaki | O-maru, midare-boshi |
| Muromachi | Chu-kissaki | Ko-maru bis midare |
| Edo (Shinto-Periode) | Chu-kissaki | Ko-maru bis togari |
| Shinshinto-Periode | Chu-kissaki, archaische Kopien | Verschieden (archaische Wiederbelebung) |
Moderne Schmiede nähern sich dem kissaki- und boshi-Entwurf, indem sie folgende Faktoren abwägen:
Beim Studium von Werken prominenter moderner Schmiede sind kissaki- und boshi-Form Schlüsselperspektiven zum Lesen der Schul-Herkunft und ästhetischen Sensibilität dieses Schmieds.
Das kissaki und boshi sind in gewisser Weise das „Gesicht" des japanischen Schwertes – die endgültigen Formen, die die Periode, Schule und individuelle Urheberschaft am direktesten widerspiegeln. Die Beherrschung der Interpretation von kissaki-Formen ist wesentliches Hintergrundwissen, das sowohl den Genuss als auch die analytische Fähigkeit des nihonto-Enthusiasten erheblich verbessert.
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