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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Ein "mekugi-Loch" ist eine kleine Öffnung, die in den nakago (die Griffangel – der Teil der Klinge, der in den Griff eingeführt wird) eines japanischen Schwertes gemacht wird. Nach dem Einführen des nakago in den Griff (tsuka) wird ein dünner Stift, genannt "mekugi" (typischerweise aus Bambus), von der Seite des Griffs hindurchgetrieben, um ihn zu befestigen. Solange der mekugi an Ort und Stelle bleibt, kann sich der nakago nicht vom Griff trennen.
Dieses kleine Loch hat tatsächlich enorme Bedeutung für die Bestimmung der Funktion, Sicherheit und historischen Herkunft des Schwertes.
Das häufigste Material für mekugi ist "Bambus" (take). Metall-Mekugi existieren (hauptsächlich für zeremonielle und dekorative Zwecke), aber praktische Schwerter verlassen sich auf Bambusspline als Standard.
Bambus wird als mekugi-Material aus folgenden Gründen gewählt.
Angemessene Härte und Elastizität: Bambus ist hart und bruchfest, besitzt aber genug Flexibilität, um Schläge zu absorbieren.
Einfache Beschaffung und Austausch: Bambus konnte auch während Feldzügen oder entfernten Expeditionen leicht beschafft werden, was den Feldaustausch ermöglichte, wenn ein mekugi brach.
Sicherungsventil-Funktion: Bei übermäßiger Krafteinwirkung (wie wenn die Klinge auf ein Objekt trifft) bricht der Bambus-mekugi zuerst und funktioniert als "Sicherung", die Schäden am nakago und Griff minimiert.
Die Position des mekugi-Lochs wird vom Schwertschmied während der abschließenden Finish-Phase des nakago bestimmt. Die Positionierung erfordert die folgenden Überlegungen.
Da das mekugi-Loch durch den nakago führt, muss es an einer Stelle platziert werden, wo es die Festigkeit der Griffangel nicht beeinträchtigt.
Grundprinzip: Das Loch wird in der Mitte des nakago (der Mitte der Griffangelbreite) platziert. Eine dezentrale Positionierung macht die Griffangel bruchempfindlich.
Vertikale Positionierung: Das Loch wird typischerweise in einem festgelegten Abstand (normalerweise 5–8 cm) von der machi (der Grenze zwischen nakago und Klinge) platziert. Dieser Abstand variiert je nach dem Zweck des Schwertes (praktisch oder zeremoniel), Epoche und Schule.
Ausrichtung mit der Grifflänge: Die Länge des Griffs muss mit der Länge des nakago und der Position des mekugi-Lochs übereinstimmen. Andernfalls passt der Griff nicht richtig auf den nakago. Schmiede konsultierten oft mit Griffmachern, um die optimale Position zu bestimmen.
Die Position des mekugi-Lochs auf dem nakago zeigt historische Tendenzen. Im Allgemeinen haben ältere Schwerter (Kamakura- und Nanboku-chō-Periode) Löcher, die näher an der machi positioniert sind (in der Nähe der Griffangelwurzel), während neuere Schwerter (Edo-Periode) Löcher haben, die etwas weiter entfernt positioniert sind (in Richtung der Mitte der Griffangel). Dies ist jedoch ein allgemeiner Trend; einzelne Schulen und Schmiede zeigten erhebliche Variationen.
Das Bohren des mekugi-Lochs ist eine der letzten Phasen des nakago-Finish.
Mekugi-kiri (mekugi-Bohrer): Ein spezialisierter Bohrer, der speziell für mekugi-Löcher konzipiert ist. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Bohrern werden spezialisierte Werkzeuge verwendet, die der gewünschten Lochform (rund oder eckig) entsprechen.
Bohrvorgang
Die Querschnittsform des mekugi-Lochs gibt es in zwei Arten: "quadratische Löcher" (kaku-ana) und "runde Löcher" (maru-ana).
Quadratische Löcher (rechteckiger Querschnitt): Bambus-mekugi haben oft einen quadratischen Querschnitt, und passende quadratische Löcher stellen die traditionelle Form dar. Quadratische Löcher verhindern, dass sich der mekugi dreht, und bieten stabile Befestigung.
Runde Löcher (kreisförmiger Querschnitt): Eine modernere Form, die häufiger bei der Verwendung von Metall-mekugi (Nieten oder Stifte) verwendet wird. Moderne Schwerter und Iaido-Übungsschwerter haben manchmal runde Löcher.
Aus Authentifizierungsperspektive dienen Form, Größe und Finish-Qualität des Lochs als Material zur Schätzung der Epoche und Schule des Schwertes.
Wenn ein nakago mehrere mekugi-Löcher hat, hat jedes Loch unterschiedliche Bedeutung.
Der wichtigste Fall ist "Verkürzung" (suriage). Wenn ein längerer tachi gekürzt und in ein katana oder wakizashi umgewandelt wird, ändert sich die ursprüngliche mekugi-Lochposition, was ein neues Loch erforderlich macht.
Das alte Loch von vor der Verkürzung kann als "altes Loch" (ume-ana) bestehen bleiben oder in der Nähe des neuen Lochs bleiben. Aus diesen mehreren Löchern kann man bestimmen, dass "dieses Schwert eine Verkürzung erfuhr."
Bedeutung bei der Authentifizierung: Da die Verkürzung die Länge des nakago reduziert, kann die ursprüngliche Signatur des Schmieds (mei) abgeschnitten worden sein. Viele Schwerter, die als "unsigniert" (mumei) authentifiziert sind, haben ihre Signaturen aufgrund von Verkürzung verloren.
Wenn ein Griff ausgetauscht wird und das ursprüngliche mekugi-Loch nicht mehr ausgerichtet ist, wird ein neues Loch gebohrt, was zu mehreren Löchern führt.
Die Anzahl, Position und Form von mekugi-Löchern sind wichtige Elemente beim "Lesen des nakago." Erfahrene Authentifizierer können folgende Informationen aus mekugi-Löchern ableiten:
Neben der mekugi-Loch-Arbeit verkörpert die gesamte Fertigstellung des nakago die technische Meisterschaft des Schwertschmieds.
Die auf der nakago-Oberfläche durch Feilen (yasuri) hinterlassenen Markierungen. Feilezeichen sind nicht nur Finish, sondern dienen den folgenden Funktionen und Zwecken.
Rutschfest-Funktion: Wenn der nakago in den Griff eingeführt wird, schaffen die Unebenheiten der Feilezeichen Reibung und verhindern, dass der nakago im Griff verrutscht.
Schul- und Epoche-Merkmale: Das Muster der Feilezeichen (horizontale Feilen, diagonale Feilen, große Schnittfeilen, Finish-Feilen usw.) zeigt unterschiedliche Muster je nach Schule und dient als Authentifizierungsmaterial.
Die machi ist die Grenze zwischen nakago und Klinge mit zwei Positionen: die Kantenmachi (ha-machi) und die Rückenmachi (mune-machi). Die Form der machi (Winkel, Tiefe und Finish-Präzision) ist ein wichtiger Authentifizierungspunkt.
Die Form des nakago selbst (runde Griffangel, schwertförmige Griffangel, flache Zwiebel-Griffangel, bootförmige Griffangel usw.) deutet auch auf Schul- und Epoche-Merkmale hin.
Ein mekugi-Loch hat nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern, doch die darin enthaltenen technischen und historischen Informationen sind umfangreich.
Der Schwertschmied integriert in die Position und Form des mekugi-Lochs den beabsichtigten Zweck des Schwertes, die Anforderungen der Epoche und die Ausrichtung mit dem Griff. Der Authentifizierer liest aus dem mekugi-Loch Beweise für Verkürzung, Änderung und Verwendungsgeschichte. Der Enthusiast erkennt, dass mehrere Löcher die Zeit darstellen, die "dieses Schwert durchlebt hat."
Wenn Sie die Gelegenheit haben, ein japanisches Schwert zu halten, beobachten Sie bitte das mekugi-Loch im nakago. Innerhalb dieses kleinen Lochs liegt die gesamte Lebensdauer des Schwertes, die sich über mehrere hundert Jahre erstreckt.
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