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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Schwertexperten analysieren fünf Schlüsselparameter der Morphologie: sori (Krümmungsbetrag und -position), mihaba (Klingenbreite an Basis vs. Spitze), kasane (Klingendicke), kissaki-Geometrie und die Art der sori (koshi-zori/naka-zori/saki-zori). Schwerter der frühen Heian-Periode (794–spätes 10. Jahrhundert) – die formative Ära der tachi-Entwicklung – zeigen charakteristische morphologische Signaturen, die sich von späteren Perioden unterscheiden.
Das charakteristischste Merkmal der frühen Heian-Zeit ist koshi-zori: eine Krümmung mit Spitzenwert im unteren Drittel der Klinge in der Nähe des nakago. Gemessene Beispiele zeigen maximale Krümmung bei 30–40 % der Klingenlänge von der Basis. Dies kontrastiert mit dem späteren naka-zori (Mittelbahn-Spitzenwert) der Kamakura-Schwerter. Koshi-zori ermöglichte das Ziehen des tachi (Klinge abwärts getragen und hängend) vom Pferd ohne Behinderung durch den Sattel.
Frühe Heian-tachi zeigen sakihaba/motohaba-Verhältnisse von 55–65 % – deutlich stärker verjüngt als Schwerter der mittleren Kamakura-Zeit (65–75 %). Dieser schlanke, stark verjüngte Körper spiegelt sowohl die kontinentale Erbschaft der Schwertästhetik als auch die technischen Grenzen des frühen Faltstahlschmiedens wider. Beispiele aus der frühen koto-Produktion (Furu-hoki-Stilstücke, 9.–10. Jahrhundert) bestätigen diese Messungen.
Das kleine, zurückhaltende kissaki der frühen Heian-Schwerter geht dem inokubi-kissaki (Wildschweinhals-Spitze) der Kamakura-Zeit und dem ō-kissaki der Nanbokucho-Periode voraus. Ko-kissaki spiegelt sowohl technische Einschränkungen bei der Bildung präziser Spitzengeometrie als auch eine Klinge wider, die für berittene Schnitte statt für Stöße optimiert ist. Der Übergang zu größeren kissaki-Formen dokumentiert die Entwicklung von Schlachttaktiken und Schmiedekunst über nachfolgende Jahrhunderte hinweg.
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