* Bild nur zu Illustrationszwecken.Sen-oku Hakukokan (Sumitomo-Sammlung)
泉屋博古館(住友コレクション)
Überblick
Überblick über das Izutsu-Museum und die Sumitomo-Sammlung
Das Izutsu-Museum ist ein Museum in der stillen Gegend von Shishigatani (鹿ヶ谷), Bezirk Sakyo, Kyoto, das die wertvollsten Beispiele der Orientalischen Kunst zeigt, die von der Familie Sumitomo gesammelt wurden, die Japans Wirtschaft und Kultur von der Edo-Zeit bis zur Moderne geprägt hat. „Izutsu" (泉屋) ist der Geschäftsname der Familie Sumitomo, und „Hakukokan" (博古館) ist ein chinesischer Begriff für eine Einrichtung zur Sammlung antiker Gefäße und Artefakte. Das 1960 (Showa 35) gegründete Museum beherbergt etwa 3.400 Objekte – darunter antike chinesische Bronzen, japanische Kalligraphie und Malerei, Keramik, Teeutensilien und Schwertzierrat – und wird akademisch als eine der hervorragendsten Privatsammlungen Japans angesehen.
Schwertzierrat-Sammlung
Das Herzstück der Sammlungen des Izutsu-Museums im Bereich Schwert und Rüstung besteht aus den verfeinerten Schwertzieraten (kodogu), die von aufeinanderfolgenden Familienoberhäuptern der Sumitomo gesammelt wurden. Während der Edo-Zeit galt bei den oberen Kaufmannsfamilien und Daimyo-Familien die Schönheit der „Koshirae" eines Schwertes – das heißt seiner äußeren Beschläge – als Spiegelbild der Bildung und des ästhetischen Sinns der Kriegerklasse, und die Familie Sumitomo war da keine Ausnahme. Schwertzierate wie tsuba (Parierstange), fuchi-kashira (Knauf und Zwinge), menuki (Griffornamente), kozuka (Kleinklinge) und kogai (stiftförmiges Gerät) waren Kunstwerke aus Metallmaterialien wie Gold, Silber, Rotkupfer und Shibuichi (Kupfer-Silber-Legierung), auf denen präzise Ziselierungen, Einlagen und nunome-zogan (Textilmuster-Einlagen) angebracht wurden. Sie können als reine Metallkunst unabhängig von den Klingen selbst betrachtet werden.
Antike chinesische Bronzen und Waffenkultur
Der Grund, warum das Izutsu-Museum als weltweit besondere Institution anerkannt wird, liegt in seiner Sammlung antiker chinesischer Bronzen. Etwa 600 Bronzegefäße aus den Dynastien Shang, Westliche Zhou, Frühling und Herbst, Streitende Staaten und Han werden international als Japans größte Sammlung antiker chinesischer Bronzen anerkannt, und die Sammlung umfasst Meisterwerke, die als Wichtige Kulturgüter und Wichtige Kunstobjekte ausgewiesen sind. Die Sammlung umfasst auch Waffenform-Bronzen aus dem antiken China wie ge (Hellebarde), mao (Speer), jian (Schwert) und ji (Hellebarde), und dient als unschätzbar wertvolles Material zur Untersuchung des Einflusses, den die kontinentale Waffenkultur auf die japanische Klingenkultur ausübte. Die antike chinesische Bronzegießtechnik kann als eine der fernen Quellen der japanischen Schwertschmiedetechnik angesehen werden.
Ausstellungsumgebung und benachbarte Tourismusgebiete
Das Museum liegt an einem ruhigen Ort in Gehweite des Philosophenpfads und befindet sich in der Nähe renommierter Tempel und Schreine im Higashiyama- und Okazaki-Gebiet von Kyoto, darunter Nanzen-ji, Eikando und Ginkaku-ji. Spezialausstellungen, die saisonal stattfinden, präsentieren vielfältige Aspekte der Sumitomo-Sammlung, und Ausstellungen mit Fokus auf Schwertzierrat und Metallkunst erfreuen sich besonderer Beliebtheit bei Schwertbegeisterten. Darüber hinaus befindet sich die Zweigstelle des Izutsu-Museums Tokyo im Roppongi-Distrikt von Tokyo, wo ein Teil der Sumitomo-Sammlung ausgestellt ist. Ein Tag, der in der ruhigen japanischen Atmosphäre des Kyoto-Hauptmuseums in die Welt der dekorativen und angewandten Künste eintaucht, die die ästhetische Sensibilität des Sumitomo-Zaibatsu kristallisiert, ist eine der besten Gelegenheiten, die Tiefe der japanischen Kultur zu würdigen.
Höhepunkte
- Sumitomo-Sammlung von Schwertbeschlägen der Edo-Zeit: tsuba, fuchi-kashira, menuki
- Japans größte Sammlung chinesischer antiker Bronzen (~180 Stücke, Shang bis Han)
- Antike chinesische Bronzewaffen, die die kontinentalen Ursprünge der Klingenkultur beleuchten
- Als Wichtiges Kulturgut und Wichtiges Kunstobjekt ausgewiesene Stücke
* Öffnungszeiten und Ausstellungen können sich ändern. Bitte überprüfen Sie die offizielle Website vor Ihrem Besuch.