* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kokaji Munechika
小鍛冶宗近
Auch bekannt als: Kokaji Tachi
Beschreibung
"Kokaji" (der „kleine Schwertschmied") ist der legendäre Name eines Tachi, von dem berichtet wird, dass ihn Munechika unter dem göttlichen Schutz des Inari Daimyōjin gefertigt haben soll, und stellt das mythologisch geladenste einzelne Schwert in der Geschichte des japanischen Schwertes dar—es wurde zum Gegenstand des Nō-Stücks „Kokaji". Es soll auf kaiserliche Anordnung des Kaisers Ichijō (980–1011) von Munechika gefertigt worden sein, und aus der Überlieferung, dass Inari Daimyōjin in Gestalt eines weißen Fuchses beim Schmieden half, ist auch überliefert, dass die Inschrift „Kogitsune" (Kleiner Fuchs) in die Nakago eingeritzt wurde. Die Klinge misst etwa 72 Zentimeter Länge und besitzt die elegante Koshi-Zori-Wölbung, die für die Tachi-Form der mittleren Heian-Periode charakteristisch ist; die Hamon ist das der Heian-Ästhetik entsprechende sanfte Ko-Midare, durchdrungen von feinem, stillem Nie. Das Jigane zeigt feingesponnene Ko-Itame-Körnung von schöner Dichte, und Munechika's charakteristischer, weißer, lichter Jigane-Glanz ist deutlich sichtbar. Dieses Schwert soll der Überlieferung nach seit altersher von der Kujo-Familie, einer Hofadelsfamilie, geheim bewahrt worden sein, sein derzeitiger Aufenthaltsort ist jedoch angeblich unbekannt. Mit dem Charakter eines göttlich geschützten Schwertes—eines heiligen Schatzes—begabt, wird es überliefert nicht nur als ein Werk der Schwertgeschichte, sondern als ein besonderes Wesen, das tief mit japanischer Mythologie und Volkstradition verwoben ist.
Legenden & Geschichten
Bei Empfang des kaiserlichen Auftrags von Kaiser Ichijō beklagte sich Munechika, dass er keinen geschickten Schmied als Hammer-Partner habe, und verrichtete sieben Tage und Nächte lang Gebete am Inari-Schrein. Daraufhin erschien ein weißer Fuchs, ergriff den Hammer, und die beiden – ein Mensch und eine Gottheit – schmiedeten gemeinsam einen tachi, wobei sie 'Kogitsune' (Kleiner Fuchs) in die nakago eingraviert haben. Als die Schmiedearbeit vollendet war, verschwand der Fuchs, und Munechika soll erklärt haben: 'Ohne die Hilfe der Götter hätte dieses Schwert nicht in diese Welt kommen können.' Die Legende lebt heute weiter im Noh-Spiel 'Kokaji', das bis heute aufgeführt wird und den Geist der 'Schöpfung als Zusammenarbeit zwischen Göttern und Menschen' in der japanischen Handwerkskultur verkörpert – eine Geschichte, die die Schwertewelt überdauert hat und zu einem Gründungsmythos der japanischen Kultur im Allgemeinen geworden ist.