* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kogitsune-maru
小狐丸
Auch bekannt als: Fuchs-Schwert
Beschreibung
Ein legendärer tachi, der nach einer Überlieferung von Sanjō Munechika mit göttlicher Unterstützung eines Fuchsgeistes, den die Gottheit Inari entsandte, geschmiedet wurde. Die Geschichte ist verewigt im Nō-Spiel ‚Kokaji' (Der kleine Schwertschmied), eines der beliebtesten Werke der traditionellen Bühnenkunst. Als Munechika von Kaiser Ichijō beauftragt wurde, ein Schwert zu schmieden, aber einen geschickten Assistenten zum Stahlschlag vermisste, betete er zu Inari, woraufhin ein Fuchsgeist erschien und als Schlaghammer-Helfer diente. Diese Legende symbolisiert die heilige Beziehung zwischen Schmiedekunst und dem Göttlichen und bildet einen Eckpfeiler der japanischen Schwertkultur. Sein Auftritt in Touken Ranbu hat es auch bei jüngeren Zuschauern beliebt gemacht.
Legenden & Geschichten
## Legende und Anekdoten Die detaillierteste Überlieferung der Schmiedetradition des Kogitsune-maru findet sich im Noh-Meisterwerk „Kokaji". ## In den Händen der Krieger Dieses Stück soll in der Muromachi-Zeit entstanden sein (Autor unbekannt) und wird heute noch häufig auf der Noh-Bühne aufgeführt. Die Geschichte entwickelt sich wie folgt: Kaiser Ichijō befiehlt dem Schmied Sanjō Munechika auf der Grundlage einer Traumoffenbarung, ein Schwert zu schmieden. Doch Munechika ist beunruhigt, da er keinen Gehilfen von ausreichender Geschicklichkeit findet. Er begibt sich zum Fushimi-Inari-Schrein und bittet die Gottheit um Hilfe. Plötzlich erscheint ein wunderschöner Knabe und spricht: „Es ist mein Wunsch, ein Schwert zu schmieden. Erwarte mich in der Schmiedewerkstatt", verschwindet dann aber. Als Munechika in der Werkstatt das Feuer entfacht, das Heiligtum mit Seilen gereinigt und Gebete gesprochen hat, um die Schmiedung vorzubereiten, erscheint der Knabe erneut. Doch diesmal offenbart der Knabe seine wahre Gestalt – die des Inari-Fuchsgeistes – und ergreift mit übernatürlicher Kraft einen kleinen Schmiedehammer. Munechika und der Fuchsgeist arbeiten im Einklang zusammen, schlagen abwechselnd auf das Eisen ein und führen mit ganzer Kraft die Schmiedung durch, wobei Funken sprühen. Auf der Noh-Bühne ist diese Schmiedeszene der Höhepunkt, in dem die beiden Darsteller einen heftigen und zugleich schönen Tanz aufführen, erfüllt von einer Kraft, die das Publikum überwältigt. Das so fertiggestellte Schwert trägt auf der einen Seite die Inschrift „Kogitsune-maru" und auf der anderen „Munechika". Nach Übergabe des Schwertes an Munechika kehrt der Fuchsgeist zum Berg Inari zurück. Diese Legende vermittelt einen Glauben: Das vollkommenste Schwert kann nicht allein durch menschliche Kraft geschmiedet werden. Nur wenn die Kraft des Göttlichen und die Kunstfertigkeit des Menschen verschmelzen, entsteht das höchste Schwert. Diese Gedankenwelt bildet den Kern der eigentümlich japanischen Kulturanschauung, die das Samuraischwert nicht bloß als Metallprodukt, sondern als heiliges Wesen auffasst. Tatsächlich bewahrt sich in Japans traditioneller Schmiedetechnik bis heute die Sitte, das Heiligtum in der Schmiedewerkstatt mit Seilen zu reinigen und religiöse Zeremonien abzuhalten, ehe man mit der Schmiedung beginnt – eine Heiligkeit, die der Legende des Kogitsune-maru entspricht. Im Gelände des Fushimi-Inari-Schreins in Kyoto gibt es auch historische Stätten, die mit dem Ort verbunden sind, an dem Munechika sich zurückgezogen haben soll, und diese sind ein Wallfahrtsort für Schwertbegeisterte geworden. Der Kogitsune-maru wurde nie in seiner materiellen Form bestätigt, weshalb die Reinheit als Legende bewahrt bleibt; er bleibt die wichtigste Geschichte, wenn es darum geht, die Beziehung zwischen dem japanischen Schwert und dem Göttlichen zu erzählen.