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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Nihontō zeigen in ihrer Formschönheit je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall ein völlig anderes Erscheinungsbild. Sowohl bei der Betrachtung als auch bei der Fotografie gilt derselbe Grundgedanke. Wo man das Licht aufsetzt und von wo man schaut, um die „schönen Partien" der Klinge hervorzuheben – diese zwei Punkte bilden die Grundlage für jede Ausstellung und Fotografie.
Für Nihontō-Liebhaber und Sammler ist das Ausstellen einer Klinge ein Teil der Freude am Besitz, und das fotografische Festhalten ist ein Mittel, ihre Schönheit mit mehr Menschen zu teilen. Mit dem richtigen Wissen und etwas Einfallsreichtum lässt sich auch die eigene Klinge wie ein Ausstellungsstück in einem Kunstmuseum in Szene setzen. Die Ausstellungs- und Fototechniken zu verfeinern ist auch eine Form der Betrachtungsschulung, die das Verständnis für die Klinge selbst vertieft. Der Verlauf des hamon, die Oberflächenstruktur des jigane, die Form des bōshi – im Laufe wiederholter Ausstellung und Fotografie tritt die Eigenart der Klinge ganz natürlich zutage.
Katanakake lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: spezialisierte Klingenständer und universelle Ständer.
Spezialisierte Klingenständer gibt es in verschiedenen Größen für eine, zwei oder drei Klingen; Materialien wie lackiertes Holz oder holzmaserungsartige Oberflächen, die zur japanischen Ästhetik passen, sind vorherrschend. Ob man die Klinge mit der Schneide nach oben (ha-age) oder nach unten (ha-sage) ausstellt, hängt von Verwendungszweck und Schule ab. Für die Ausstellung von iai-Klingen und Übungsklingen sowie die Dekoration einer Tokonoma ist ha-sage üblich, während ha-age besser geeignet ist, um das hamon gut betrachten zu können.
Was das Material betrifft, sind Ständer aus edlen Hölzern wie Keyaki, Maulbeere oder Kokutan (Ebenholz) vornehm und harmonieren mit der Würde der Klinge. In jüngerer Zeit sind auch transparente Acrylständer verbreitet, doch für japanische Räumlichkeiten ist ein lackierter Holzständer in seiner atmosphärischen Wirkung eindeutig überlegen. Wenn man die Höhe des Ausstellungsständers auf Augenhöhe einstellt, lässt sich die Klinge gut betrachten; in einer Tokonoma empfiehlt es sich, ihn niedriger zu positionieren, um die Gesamtbalance zu wahren.
Als Grundregel für das Platzieren der Klinge gilt: In der saya (Scheide) ausgestellt schützt man die Klinge und zeigt gleichzeitig ihre Schönheit in der Gesamtheit. Wenn man die Klinge ohne saya ausstellt, ist es wichtig, regelmäßig Öl aufzutragen und sie nach der Betrachtung wieder einzuscheiden. Da das Berühren der Klinge mit bloßen Händen Fingerabdrücke hinterlässt, die Rost verursachen können, gilt das Tragen weißer Handschuhe bei Ausstellung und Fotografie als grundlegende Etikette.
Allein dadurch, dass man vor und hinter dem Katanakake ausreichend Raum lässt und den Kontrast zum Hintergrund bewusst gestaltet, verändert sich die Betrachtungserfahrung erheblich. Besonders wenn man die Klinge in einer Tokonoma gemeinsam mit einer Kakemono-Rolle ausstellt, entsteht eine tiefere Atmosphäre, wenn das Motiv der Kakemono (Landschaft, Zen-Sprüche usw.) zur Epoche und Verwendung der Klinge passt.
Eines der größten Highlights eines Nihontō ist das hamon. Dieses durch yaki-ire entstandene Muster verändert seinen Ausdruck je nach Lichteinfall dramatisch.
Für die Beleuchtung zum Betrachten des hamon eignet sich eine Punktlichtquelle am besten. Richtet man einen Strahler oder eine LED-Lampe aus einem Winkel von etwa 45 Grad schräg auf die Klinge, tritt das hamon weiß hervor. Die Lichtführung je nach hamon-Typ – suguha, notare, chōji und andere – fein anzupassen, ist ein besonderer Reiz der Betrachtung. Da diffuses Licht wie das einer Leuchtstoffröhre das hamon verschwinden lässt, empfiehlt es sich, bei Betrachtung und Fotografie nach Möglichkeit alle anderen Lichtquellen abzuschalten und nur die Punktlichtquelle zu verwenden.
Um die Schönheit des jigane zu betrachten, beleuchtet man die Klinge aus einem breiteren Winkel und sucht die Einstellung, bei der das als hadame bezeichnete Schmiedemuster an der Oberfläche hervortritt. Die je nach Schmiedetechnik unterschiedlichen Muster – itame, mokume, nagare-hada und andere – kommen erst unter geeigneter Beleuchtung richtig zur Geltung. Das jigane von Ko-Bizen und Sōshū-den besitzt einen besonders tiefgründigen Ausdruck; indem man den Beleuchtungswinkel schrittweise verändert, kann man diesen Wandel genießen.
bōshi und kissaki sind wichtige Partien, die den Rang einer Klinge anzeigen. Konzentriert man das Licht auf den kissaki, tritt die Form des bōshi – Hakikake, Komaru und andere – deutlich hervor. Legt man die Klinge auf einen Klingenbetrachtungsständer (shirasaya-dai) und richtet das Licht von der Seite des kissaki wie einsteckend darauf aus, werden die feinen Arbeiten sichtbar.
Um die Gesamtsilhouette der Klinge zu zeigen, ist es wirkungsvoll, die Klinge mit einem Gegenlicht von hinten oder vor weißem Hintergrundpapier zu platzieren. Bei der Fotografie eines ō-suriage tachi oder einer langen Klinge tritt durch die Silhouette die elegante Linie des sori besonders hervor.
Das Schwierigste bei der Nihontō-Fotografie ist die Aufnahme des hamon. Wenn man die folgenden Punkte beachtet, steigt die Qualität deutlich.
Bei einer Systemkamera achte man auf die folgenden Einstellungen, damit die Aufnahme des hamon deutlich schöner gelingt.
Bei einem Smartphone sollte man, sofern ein Pro-Modus verfügbar ist, die Belichtung etwas dunkler einstellen. Bei zu viel Licht kommt es zu Überbelichtung des hamon, weshalb Vorsicht geboten ist. HDR ist für die Nihontō-Fotografie ungeeignet; es wird dringend empfohlen, es auszuschalten. Nimmt man Nahaufnahmen des hamon mit dem Teleende oder dem Makromodus auf, erhält man eindrucksvolle Fotos. Viele aktuelle Flaggschiff-Smartphones unterstützen RAW-Aufnahmen, und mit entsprechenden Apps lassen sich Ergebnisse erzielen, die einer Systemkamera nahekommen.
Die Wahl des Hintergrunds beeinflusst den Gesamteindruck des Fotos erheblich. Schlichte einfarbige Flächen in Weiß, Schwarz oder tiefem Marineblau lassen die Farbe der Klinge hervortreten. Möchte man japanisches Flair erzeugen, ist es wirkungsvoll, Tatami, Stoffe mit Lackoptik oder Washi-Papier als Hintergrund zu verwenden. Allerdings sollte man einen ruhigen Ton wählen, da ein zu komplex gemusterter Stoff mit dem Umriss der Klinge konkurriert.
Als Grundregel der Komposition gilt: Eine diagonale Platzierung der Klinge erzeugt Bewegung und Eleganz. Fotografiert man die horizontal liegende Klinge von vorne, vermittelt sich die Schönheit des sori und die Balance der Gesamtlänge. Auch die Dicke der Klinge entlang des shinogi und die Form des nakago verdienen Aufmerksamkeit; wechselt man für jede Partie die Komposition, lässt sich ein reiches Gesamtbild der Klinge festhalten.
Das Hinzufügen von Requisiten wie Washi-Papier, Katana-Box, Inrō oder Chrysanthemenblüten vertieft die Welt des Nihontō. Wenn man Requisiten passend zur Epoche und Herkunft der Klinge wählt, schärft sich auch der Blick als Sammler ganz natürlich. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Klinge die Hauptrolle spielt, und die Requisiten dezent platzieren.
Nihontō verändern sich wie lebendige Wesen. Das regelmäßige Festhalten des hamon, das die Absicht des kaji trägt, des Ausdrucks des jigane durch die Schmiedearbeit und der subtilen Veränderungen durch das Alter ist unerlässlich, um eine tiefe Verbindung zur Klinge aufzubauen. Durch das Vergleichen von Fotos mit dem kanteisho und dem Oshigata können neue Entdeckungen entstehen.
Wir leben in einer Zeit, in der auch mit einem Smartphone ausreichend gute Fotos gemacht werden können. Allein durch das Bewusstsein für Lichtführung und Komposition sollte man in der Lage sein, ein Foto aufzunehmen, das die Schönheit der eigenen Klinge vielen Menschen vermittelt. Auch der Besuch von Nihontō-Ausstellungen in Kunstmuseen und Museen, um sich die professionelle Beleuchtung und Präsentationstechnik anzuschauen, sowie die Teilnahme an Nihontō-Betrachtungsveranstaltungen, um die Methoden anderer Sammler zu erlernen, ist sehr hilfreich für die Verbesserung der Ausstellungs- und Fototechniken. Ausstellen, fotografieren, zurückblicken – erst in dieser Wiederholung vertieft sich der Dialog mit der Klinge.
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