Neuheiten — Aktuelle Neuzugänge finden Sie in unserem Katalog. Ansehen →
* Bild nur zu Illustrationszwecken.Die Nanbokucho-Periode (1336-1392) erlebte eine beispiellose Nachfrage nach Schwertern und Beschlägen, da über ein halbes Jahrhundert lang nationale Konflikte andauerten. Diese Nachfrage führte zur Entstehung von professionellen tsuba-Herstellern (tsubashi) als ein eigenständiger Handwerkszweig, getrennt vom Schwertschmiedhandwerk. Garnituren wurden allmählich dünner und leichter, und neben dem kreisförmigen Grundriss erschienen neue Formen: mokko (vierlappig elliptisch), quadratisch und diamantförmig.
Die Nanbokucho- bis Muromachi-Perioden stellen die Formungszeit für sukashi-Durchbrucharbeiten dar. Maru-sukashi (kreisförmige Löcher), naga-sukashi (längliche Löcher), mokko-sukashi (vierlappige Öffnungen), kuruma-sukashi (Radmotive) und ougi-sukashi (Fächerformen) entwickelten sich alle während dieser Periode. Über die Dekoration hinaus reduzierte die Durchbrucharbeit das Gewicht — eine funktionale Notwendigkeit, da eine zu schwere tsuba das Gleichgewicht eines Schwertes beeinträchtigt.
Die „mokko-tsuba" — mit Garniturumriss in vierlappiger Form — wurde die repräsentativste Muromachi-Form und ist in Museumssammlungen weitverbreitet vertreten. „Katana-kata tsuba" mit Garniturumrissen in Form von Schwertern oder Kreuzen drückten den kriegerischen Geist direkt durch die Form aus.
Vom späten Muromachi bis in die frühe Edo-Periode verbreitete sich die Shoami-Schule der tsuba-Hersteller landesweit. Nicht eine einzelne Familie, sondern eine Praktikergruppe, die den professionellen Namen „Shoami" teilte, bildeten sich regionale Zweige in Kyoto, Edo, Nagoya, Kaga, Sendai und anderswo. Das definierende Merkmal der Shoami-Schule war die Herstellung funktionsfähiger tsuba in verschiedenen Preisklassen — Meisterwerke von geschickten Herstellern an der Spitze und zugängliche Massenproduktion für die gesamte Kriegerklasse.
Muromachi-zeitliche tsuba wirken rauer als spätere verfeinerte Werke der Edo-Periode, aber diese Direktheit trägt die kriegerische Spannung der Epoche. Das „oni-ita-tetsu" (grobe Schmiedeoberfläche) in vielen Stücken der Shoami-Schule verkörpert eine wabi-sabi-Ästhetik ähnlich dem Teezeremonie-Geist — grundlegend verschieden von, aber nicht weniger überzeugend als die juwelengleiche Präzision späterer kinko-Metallarbeiten.
Nanbokucho- und Muromachi-tsuba repräsentieren die Kristallisierung funktionaler Schönheit, geboren aus Jahrhunderten des Konflikts. Das Verständnis dieser Periode ist wesentlich für die Wertschätzung der Transformation vom Kriegswerkzeug zum veredelten Kunstobjekt, das die tsuba-Tradition der Edo-Periode definiert.
← Meister der Nara Kinko: Wie Sugiura Joi, Nara Toshinaga und Tsuchiya Yasuchika Schwertbeschläge zur individuellen Kunstform erhoben
NächsterNanban Tsuba: Die seltsame Schönheit von Schwertbügeln unter ausländischem Einfluss →
Tsuba & Beschläge
Tsuba & Beschläge
Tsuba & BeschlägeKauf aus Japan, Schwertgesetze nach Ländern und das Lesen von Zertifikaten
Sie möchten ein Schwert aus Japan kaufen? →