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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Das grundlegendste Klassifizierungskriterium für japanische Schwerter ist die „Klingenlänge" (hachō) – der gerade Abstand von der Klingenschärfe (hamon) bis zur Klingenspitze (kissaki). Diese Messung bestimmt die vier Hauptkategorien: tachi, uchigatana (katana), wakizashi und tantō.
Dieser Artikel bietet eine vollständige Erklärung, wie man die Klingenlänge misst, traditionelle japanische Maßeinheiten (shaku, sun, bu) umrechnet und die Grenzwerte sowie den historischen Hintergrund jeder Klassifizierung versteht.
Abmessungen von japanischen Schwertern werden oft in modernen metrischen und traditionellen „shakkanhō" (Shakkan-System) Einheiten ausgedrückt. Das Shakkan-System zu verstehen ist für die Schätzung von Schwertern unverzichtbar.
| Einheit | Lesung | Umrechnung in Meter | Notizen |
|---|---|---|---|
| 1bu (分) | bu | ca. 3,03 mm | kleinste Einheit |
| 1sun (寸) | sun | ca. 30,3 mm (3,03 cm) | 10bu = 1sun |
| 1shaku (尺) | shaku | ca. 303 mm (30,3 cm) | 10sun = 1shaku |
| 1jō (丈) | jō | ca. 303 cm | 10shaku = 1jō |
Gedächtnisstütze: „1 sun ≈ 3 cm, 1 shaku ≈ 30 cm" funktioniert als grobe Schätzung. Genau genommen: 1 shaku = 10/33 Meter ≈ 30,30303...cm.
Das Shakkan-System stammt aus China, aber Japan entwickelte unterschiedliche Standards für verschiedene Anwendungen – das „magane-jaku" (Zimmermannslineal) und „kujira-jaku" (Wallineal), unter anderem. Für Klingen wird der „magane-jaku"-Standard verwendet.
Die richtige Methode zum Messen der Klingenlänge:
Messmethoden: Ein Lineal direkt auf die Klingenschärfe zu legen ist gefährlich. Richten Sie stattdessen das Lineal entlang des Klingenrückens (mune) aus oder verwenden Sie Schieblehren.
Die primären Klassifizierungsstandards, die derzeit in japanischen Schwertkreisen verwendet werden:
| Typ | Klingenlänge (shaku) | Klingenlänge (cm ca.) | Trageweise |
|---|---|---|---|
| Tantō | unter 1 shaku | unter 30 cm | am Gürtel oder in der Brust getragen |
| Wakizashi | 1 bis 1 shaku 9 sun 9 bu | 30–60 cm | am Gürtel getragen, suspendiert |
| Katana (uchigatana) | 2 shaku oder mehr | 60 cm oder mehr | am Gürtel getragen, suspendiert |
| Tachi | 2 shaku oder mehr (typischerweise 2 shaku 3 sun oder mehr) | typischerweise 70 cm oder mehr | suspendiert mit Schneide nach unten |
Grenze zwischen tachi und katana: Rechtlich gibt es keine Unterscheidung nach Klingenlänge; die traditionelle Unterscheidung basiert auf der „Trageweise". Tachi werden mit der Schneide nach unten am Gürtel suspendiert (haitō-Form), während katana mit der Schneide nach oben in den Gürtel eingesteckt werden (sashitō-Form).
Die NBTHK verwendet diese Standards für Registrierung und Authentifizierung:
Tantō sind die kleinsten japanischen Schwerter, die zur Selbstverteidigung, bei Zeremonien und für religiöse Rituale verwendet werden. Zu den repräsentativen Formen gehören aikuchi, yoroi-dōshi (Rüstungsdurchbohrer) und tantō (an der Brust getragen).
Bemerkenswerte historische Beispiele:
Wakizashi wurden in der Edo-Zeit als Begleitschwert (sekundäre Klinge) zu tachi und katana entwickelt. Krieger trugen ein „daishō" (Paar) – ein katana und wakizashi zusammen.
Wakizashi werden nach Klingenlänge unterteilt in „naga-wakizashi" (langer wakizashi: 1 shaku 5 sun oder mehr), „chū-wakizashi" (mittel) und „tan-wakizashi" (kurz).
Die Standardform des Schwertes, das täglich von Samurai während der Edo-Zeit verwendet wurde – das „ai" (größer) des „daishō"-Paares.
Standardgröße katana: Klingenlänge von 2 shaku 3 sun bis 2 shaku 4 sun (ca. 70–73 cm) ist am häufigsten.
Der primäre Schwerttyp von der Kamakura- bis zur Muromachi-Zeit. Die Klingenlänge reicht typischerweise von 2 shaku 3 sun bis 3 shaku (ca. 70–91 cm). Erhaltene Nationalschätze und als Wichtiges Kulturgut bezeichnete tachi konzentrieren sich auf diesen Längenbereich.
Schwerter mit einer Klingenlänge von mehr als 3 shaku (ca. 91 cm) werden „ōdachi" (Großschwert) oder „nodachi" (Feldschwert) genannt. Diese übergroßen Klingen wurden in der Nanboku-chō-Zeit beliebt, und es existieren noch Beispiele mit Klingenlängen über 1 Meter.
Beispiel: Das „Ōdachi" im Kibitsu-Schrein in Okayama (Klingenlänge ca. 220 cm)
Die naginata ist eine Stangenwaffe mit einer gekrümmten Klinge von ungefähr 1 bis 2 shaku Länge, die auf einem langen Schaft (2–3 Meter) montiert ist. Obwohl sie nicht als japanisches Schwert im eigentlichen Sinne klassifiziert wird, erscheint sie häufig in Kontexten der Schwertsammlung.
Die Klassifizierung nach Klingenlänge ist nicht nur ein numerischer Standard. Jede Kategorie – tantō, wakizashi, katana und tachi – spiegelt die Kampfstile, sozialen Institutionen und ästhetischen Werte ihrer Zeit wider.
Die „2-Shaku-Barriere" (die Grenze zwischen katana und wakizashi) ist tief mit der Schwerttragekultur der Edo-Zeit verbunden, während die „1-Shaku-Barriere" (zwischen wakizashi und tantō) funktionale Unterscheidungen als Verteidigungswaffen widerspiegelt. Das Verständnis dieser Messungen ist ein direkter Weg zum Verständnis der Samurai-Kultur.
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