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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Der hamon eines gewöhnlichen nihontō erscheint nur auf der Schneidentseite. Das Yakiba-tsuchi wird auf der Schneidenseite dünn und auf der Seite der mune dick aufgetragen; beim anschließenden Abschrecken härtet nur die Schneide aus, und die Grenzlinie tritt als hamon in Erscheinung.
Es gibt jedoch einen prachtvollen und komplexen hamon, bei dem die Wirkung der yaki nicht nur auf den Schneidenbereich beschränkt bleibt, sondern sich auch punktuell über die ji (ji = die flache Seite) ausbreitet. Man nennt ihn hitatsura. Da es so aussieht, als sei nahezu die gesamte Klingenoberfläche von der Wirkung der yaki-ire bedeckt, leitet sich der Name vom Sinne von „mina yaku" (‚alles brennen') ab.
Das Charakteristische an hitatsura ist, dass sich oberhalb des eigentlichen hamon, im Bereich der ji, unzählige Flecken der yaki verstreuen, die man tobiyaki nennt. Tobiyaki sind kleine gehärtete Inseln, die wie Inseln auf der von der Schneide entfernten ji erscheinen; ihre punktuelle Streuung erzeugt ein Bild, das die gesamte Klinge wie funkelnd wirken lässt.
Darüber hinaus ist hitatsura häufig von muneyaki begleitet, bei dem sich yaki auch in der mune findet, sodass die Wirkung der yaki-ire Schneide, ji und mune gleichermaßen erfasst. Im Gegensatz zur Stille von suguha und midareba ist hitatsura ein hamon voller Dynamik und Prachtfülle.
Hitatsura ist eng mit der Stilrichtung Sōshū-den verbunden, die in der Spätphase der Kamakura-Zeit im Sagami-no-kuni (dem heutigen Kanagawa-ken) zur Vollendung kam. Sōshū-den zeichnet sich durch kräftiges nie und frei entfaltete hamon aus, und hitatsura gilt als eine ihrer höchsten Ausdrucksformen.
In der Nanbokuchō-Zeit schufen tōkō aus dem Umkreis von Sōshū-den Meisterwerke des hitatsura. Danach wurde hitatsura weiterhin von tōkō aus verschiedenen Regionen, die von Sōshū-den beeinflusst waren, sowie von tōkō der späteren shintō-Epoche gefertigt.
Als besonders hervorragende Meister des hitatsura gelten Hiromitsu und Akihiro aus Sōshū in der Nanbokuchō-Zeit. Beide sind für Werke bekannt, bei denen sie hitatsura in wakizashi und tantō einbrannten, und gelten als Repräsentanten der Hochblüte von Sōshū-den. Auch die Hasebe-Schule aus Yamashiro der gleichen Nanbokuchō-Zeit ist als Meisterin des hitatsura bekannt; der kokuhō „Heshikiri Hasebe" (im Besitz des Fukuoka-Stadtmuseums), eine berühmte Klinge mit Bezug zu Oda Nobunaga, wird als repräsentatives Werk des hitatsura angeführt. Auch nach der Muromachi-Zeit wurde hitatsura von tōkō aus verschiedenen Regionen, die von Sōshū-den lernten, weitergeführt, und in späteren Zeiten entstanden Kopien und neue Versuche.
Hitatsura ist ein hamon, der weit mehr technisches Können erfordert, als seine prächtige Optik vermuten lässt. Der Kern der Schwierigkeit liegt in der genauen Aufteilung des Yakiba-tsuchi und der Kontrolle der Abkühlung.
Um tobiyaki auf der ji zu streuen, muss an den Stellen der ji, die eigentlich keine yaki erhalten sollten, das Yakiba-tsuchi so dünn aufgetragen werden, dass genau dort yaki eindringen kann. Wo das Yakiba-tsuchi dick aufgetragen wird, dringt keine yaki ein; wo es dünn ist, dringt sie ein. Diese feinfühlige Aufteilung über die gesamte Klingenoberfläche durchzuführen und dabei das angestrebte Erscheinungsbild zu erzielen, ist äußerst schwierig.
Hinzu kommt, dass eine yaki-ire, die sich auch auf die ji erstreckt, bedeutet, dass die gesamte Klinge einen hohen Anteil hart ausgehärteter Bereiche enthält. Gehärtete Bereiche sind zwar hart, gegen Stöße jedoch spröde. Hitatsura geht auf der Kehrseite seiner Schönheit mit dem Risiko einher, durch übermäßige yaki-ire spröde zu werden, und der tōkō ist zu äußerster Kontrolle gezwungen, um die Unversehrtheit der Klinge nicht zu gefährden.
Beim Betrachten einer hitatsura-Klinge ist der Umgang mit dem Licht entscheidend. Hält man die Klinge unter eine einzelne Lichtquelle und verändert den Winkel langsam, treten die Konturen der auf der ji verstreuten tobiyaki und die Körnung des nie hervor. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die folgenden drei Punkte:
Es gibt auch Folgendes zu beachten: Man sollte zwischen einem Werk, bei dem lediglich vereinzelt tobiyaki in midareba eingestreut sind, und einem vollwertigen hitatsura unterscheiden, bei dem die yaki auch ji und mune erfasst. Außerdem ist utsuri, das als weißer Schimmer auf der ji erscheint, eine Erscheinung der ji und etwas anderes als tobiyaki; man sollte beides nicht verwechseln. Was den Zustand betrifft, kann es bei hitatsura aufgrund der großen yaki-Fläche schwieriger sein, saiba (saiba = Neubrennen) oder Ermüdungserscheinungen zu beurteilen; beim Kauf und Verkauf empfiehlt es sich daher, grundsätzlich das kanteisho zu überprüfen.
Hitatsura mag auf den ersten Blick aussehen, als sei die yaki-ire „außer Kontrolle geraten". In Wirklichkeit ist es jedoch das Ergebnis einer durch und durch kalkulierten Meisterschaft, die durch hochgradige Kontrolle von tsuchioki sowie Erhitzung und Abkühlung entsteht. Jedes einzelne tobiyaki, das so frei entfaltet wirkt, ist nach der Absicht des tōkō platziert.
Wenn man eine hitatsura-Klinge betrachtet, sollte man genau auf die Lage der auf der ji verstreuten tobiyaki und der muneyaki achten. Hinter jenem prachtvollen Erscheinungsbild verbirgt sich das Können und der Mut des tōkō, der den schwer kontrollierbaren Prozess der yaki-ire bewusst auf die gesamte Fläche ausgedehnt hat.
TOUKENZA (Betreiber: M-Assets Co., Ltd.) ist ein nihontō-Marktplatz, der japanische Schwerter online verkauft. Das Wissen um die Schmiedetechnik ist ein Schlüssel, um eine Klinge tiefer zu genießen. Die gelisteten Klingen sind im Online-Katalog einsehbar und können dort auch erworben werden. Bei Interesse an einer bestimmten Klinge oder bei Fragen wenden Sie sich gerne über das Kontaktformular an uns.
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