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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Die Form des Nihontō variiert je nach Verwendungszweck und Entstehungszeit auf subtile Weise. Dieser Unterschied ist keine bloß ästhetische Frage, sondern ein physisches Design, das direkt beeinflusst, wie das Schwert tatsächlich funktioniert. Das Gleichgewicht von fumibari und sakihaba ist ein entscheidendes Element, das die Schwerpunktlage und die Schwungweise des Schwertes bestimmt.
fumibari: Die Breite am Wurzelbereich des Schwertes (der Teil nahe der tsuka). Sie beeinflusst die Stabilität und die Griffigkeit.
sakihaba: Die Breite am Spitzenbereich des Schwertes. Sie beeinflusst die Schärfe und die Beweglichkeit der Spitze.
Das Verhältnis dieser beiden Werte bestimmt die Gesamtcharakteristik des Schwertes.
Bei den Kampfschwertern aus der Sengoku-Zeit bis zur frühen Edo-Zeit finden sich charakteristische Formmerkmale.
Design mit breitem fumibari und schmalem sakihaba: Der Schwerpunkt verlagert sich zur Wurzel des Schwertes, was das Halten in der Hand erleichtert. Beim wiederholten Schneiden des Gegners wird die Belastung der Arme reduziert. Zudem verhindert die größere Dicke am Wurzelbereich leichter eine Verbiegung des gesamten Schwertes und verbessert die Haltbarkeit im Kampfeinsatz.
Bedeutung des schmalen sakihaba: Indem die Spitze leichter gemacht wird, erhöht sich die Beschleunigung der Schwertspitze, und die Effizienz des Hiebschlags steigt. Darüber hinaus erleichtert das geringe Gewicht der Spitze beim „kaeshi" (der Bewegung, mit der man das Schwert des Gegners abwehrt) das schnelle Wiederaufrichten des Schwertes.
Das Kampfschwert ist ein praktisches Design, das die drei Aspekte Schwingbarkeit, Haltbarkeit und Schärfe ausbalanciert.
Ab der mittleren Edo-Zeit, als das Schwert zunehmend zu einem Kunstobjekt wurde, trat auch eine Veränderung in der Form ein.
Elegantes Design mit erhaltenem sakihaba: Es wurde eine ausgewogenere Proportion von fumibari und sakihaba gefordert. Dieses Verhältnis drückt Stabilität und Eleganz beim Betrachten aus. Wenn das sakihaba angemessen breit ist, vermittelt das gesamte Schwert einen harmonischen Eindruck.
Kombination von sori und sakihaba: Ein Schwert mit flachem sori und relativ breitem sakihaba strahlt optische Stabilität und Würde aus. Ein solches Schwert ist nicht für den Schwung ausgelegt, sondern für die Betrachtung und Bewunderung konzipiert.
Bei der Wertbeurteilung als Kunstobjekt werden die Sanftheit des Übergangs von fumibari zu sakihaba und die Eleganz des Gesamtsilhouette als Bewertungspunkte herangezogen.
Das Design für den Kampf und das für die Betrachtung enthält tatsächlich viele gegensätzliche Elemente.
Beim Streben nach Hiebeffizienz: sollte die Wurzel dicker und die Spitze schlanker sein. Doch dieses Gleichgewicht vermittelt beim Anblick den Eindruck von „Massigkeit" und lässt die Eleganz verschwinden.
Beim Streben nach Schönheit: sollten die Proportionen des Ganzen ausgewogen sein. Doch durch das Verbreitern des sakihaba sinkt die Effizienz beim Hiebschlag.
Die tōkō haben zwischen dem Verwendungszweck des Auftraggebers und seinem Schönheitsempfinden stets nach einem feinen Kompromiss gesucht.
Schwertgutachter können aus dem Verhältnis von fumibari und sakihaba die Entstehungszeit und den Verwendungszweck des Schwertes grob abschätzen.
Sengoku- bis Azuchi-Momoyama-Zeit: Tendenz zu dickem fumibari und schmalem sakihaba. Dies ist das Zeugnis einer Zeit mit hohem Kampfbedarf.
Ab der mittleren Edo-Zeit: Tendenz zu einem ausgewogeneren Verhältnis von fumibari und sakihaba. Dies spiegelt eine Zeit wider, in der die Schwertkultur in Richtung Wissenschaft und Ästhetik verschoben wurde.
Bakumatsu bis Meiji: Es nimmt wieder ein dickeres fumibari zu, das auf den Kampf ausgelegt ist. Gleichzeitig wird auch die Nachahmung alter berühmter Schwerter (die Wiederbelebungsbewegung der kotō) aktiver, und es treten zunehmend Designs auf, die verschiedene Epochen vermischen.
Das Gleichgewicht von fumibari und sakihaba ist ein wichtiger Bewertungspunkt, der die Zeit und den gesellschaftlichen Hintergrund widerspiegelt, in dem das Schwert selbst stand.
Die Verwirklichung des Gleichgewichts von fumibari und sakihaba ist auch eine technische Herausforderung für den tōkō.
Um ein breites fumibari und sakihaba gleichzeitig zu realisieren, sind gleichmäßiges Schmieden und präzises togi unerlässlich. Zudem ändert sich mit dem Winkel des sori auch der optische Übergang von fumibari zu sakihaba. Die integrierte Steuerung dieser Elemente ist ein Maßstab für die Fähigkeiten des tōkō.
Je älter ein berühmtes Schwert ist, desto häufiger ist das Gleichgewicht von fumibari und sakihaba auf exquisite Weise berechnet. Darin verdichtet sich die Leidenschaft und die Technik der tōkō, die Schönheit und Funktion vereinen wollten.
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