* Bild nur zu Illustrationszwecken.Niou Kiyotsuna
二王清綱
Description
Suō Niō-Schule und Niō Kiyotsuna
Niō Kiyotsuna war ein Schwertschmied der Niō-Schule, die in der Provinz Suō (heutiger östlicher Yamaguchi-Präfektur, in der Nähe von Iwakuni) ansässig war. Die Niō-Schule entstand in der Mittleren Kamakura-Zeit und bestand bis zum Ende der Muromachi-Zeit, wobei sie die größte Schwertschmiedgruppe der Provinz Suō bildete. Der faktische Gründer der Schule soll Niō Saburō Kiyotsuna sein. Der Name „Niō" soll sich von einem Vergleich der kraftvollen Qualität ihrer Arbeit mit den Niō-(Devakönigs-)Statuen herleiten. Kiyotsuna war ein renommierter Name, der diese Schule repräsentierte und über mehrere Generationen weitergegeben wurde.
Stil unter dem Einfluss der Yamato-Tradition
Die Provinz Suō hatte zahlreiche Güter des Tempels Tōdai-ji und pflegte tiefe Austauschbeziehungen mit Schwertschmieden aus Yamato (Nara), daher ist der Einfluss der Yamato-Tradition im Stil der Niō-Schule stark erkennbar. Das jigane zeigt ein ko-itame-Körpermuster mit masame, das durchläuft. Das hamon zeichnet sich hauptsächlich durch gerade Klingen (suguba) und kleine verschlungene Muster (ko-gunome) aus, wobei der nioi eine enge, zurückhaltende Erscheinung hat. Die ruhige und verfeinerte Ästhetik war durch ehrliche und solide Schönheit gekennzeichnet, im Gegensatz zur prunkvollen Bizen-Tradition.
Signatur und Herkunft
Werke von Kiyotsuna tragen Signaturen, auf denen „Niō Kiyotsuna" oder „Kiyotsuna" zu lesen ist, und es sind auch Beispiele mit längeren Signaturen bekannt, die Provinz und Ort einschließen, wie „Provinz Suō, Sugimori, Niō Kiyotsuna". Beispiele seiner tachi sind als Wichtige Kulturgüter designiert, und ein tantō mit der Signatur „Provinz Suō, Sugimori" ist in seiner Heimatregion Iwakuni als Kulturgut designiert. Diese Werke werden als Ressourcen zur Bewahrung der Schwertkultur Suōs bis heute geschätzt.
Abstammung und Bedeutung der Niō-Schule
Die Niō-Schule umfasste mehrere Schwertschmiede, die den Namen Kiyotsuna trugen, sowie andere wie Kiyonori und Kiyotsutsu, und sie erhielten den Kern der Schwertproduktion Suōs vom Kamakura bis zum Ende der Muromachi-Zeit. Der Weg der Niō-Schule – gegründet in Suō, zum Seto-Binnenmeer gewandt und mit gedeihendem Handel, während sie Yamato-Traditions-Techniken absorbierten und eine eigene charakteristische Ästhetik entwickelten – stellt ein ausgezeichnetes Beispiel einer regionalen Schwertschmiedeschule dar, die über einen längeren Zeitraum hohe Standards bewahrte und einen wichtigen Platz in der Schwertgeschichte einnimmt.
Tendenzen in der Klingenproduktion
Werke der Niō-Schule zeigen je nach Epoche unterschiedliche Formen, einschließlich tachi aus der Kamakura-Zeit, große tachi aus der Zeit der Nord- und Südgerichte und uchigatana und wakazashi aus der Muromachi-Zeit. Da der Name Kiyotsuna über mehrere Generationen weitergegeben wurde, anstatt nur von einer Person verwendet zu werden, umfassen auch Klingen mit derselben Signatur „Niō Kiyotsuna" verschiedene Produktionszeiträume, und Stilveränderungen je nach Epoche sind erkennbar. Die zugrunde liegende Stärke der Niō-Schule zeigt sich in ihrer Fähigkeit, über einen langen Zeitraum eine konsistente, hochwertige Klingenproduktion zu bewahren, trotz ihrer Lage in einer Provinz.
Tōken-za und Niō Kiyotsuna
Tōken-za präsentiert Niō Kiyotsuna als den repräsentativen Meister der Niō-Schule, in der Provinz Suō verwurzelt und den Geist der Yamato-Tradition erbend. Sein Stil, der ehrliche Raffinement über Zurschaustellung schätzte, demonstriert die soliden Errungenschaften der Schwertkultur, die in den Provinzen erblühte und über Jahrhunderte hinweg als verehrte Abstammung in der Region des Seto-Binnenmeeres weitergegeben wurde.
Famous Works
- 太刀「二王清綱」(九州国立博物館)
- 太刀(福岡市博物館所蔵)