* Bild nur zu Illustrationszwecken.Tachi von Umetada Myoju mit Signatur
太刀 銘 埋忠明寿
Auch bekannt als: Tachi mit der Inschrift "Yamashiro no Kuni Nishijin ju-nin Umetada Myoju... Keicho 3, nicht an andere weiterzugeben"
Beschreibung
Die Bedeutung der Inschrift
Diese tachi trägt die lange Signatur "Yamashiro no Kuni Nishijin ju-nin Umetada Myoju" gefolgt von der Datumsformel "Keicho 3, achter Monat; nicht an andere weiterzugeben." Der Satz bedeutet, dass das Schwert nicht außerhalb der Familie weitergegeben werden sollte, und die Inschrift selbst bezeugt, dass Myoju dies als ein Meisterwerk betrachtete, das innerhalb seines eigenen Hauses bewahrt und weitergegeben werden sollte. Es wurde am 29. August 1950 (Showa 25) zum Wichtigen Kulturgut ernannt.
Die Umetada-Familie und der Begründer der Shinto-Schmiedekunst
Die Umetada-Familie war seit Generationen auf Schwertbeschläge (kinko-Metallarbeiten) spezialisiert, und Myoju war die seltene Figur innerhalb dieser Familie, die sich ernsthaft dem Schmieden von Klingen widmete und Werke höchster Ordnung schuf. Er zählt zu den Figuren, die die "shinto" (neues Schwert) Ära einleiteten, die in der Momoyama und frühen Edo-Zeit begann, und wird als Gründervater der shinto-Schmiedekunst verehrt.
Stil
Die Klinge misst 64,7 cm in der Länge mit einer flachen Krümmung von 1,4 cm. Der Stahl ist fein und sorgfältig geschmiedet und spiegelt die sorgfältige Verarbeitung wider, die von einem Schmied erwartet wird, der in eine Metallarbeiterfamilie hineingeboren wurde. Myoju war besonders für seine suguha (gerade Härtung) bekannt, gekennzeichnet durch feines, gleichmäßig verteiltes nie entlang einer klaren, hellen habuchi.
Aktuelle Verwahrung
Die Klinge wird vom Kyoto National Museum verwahrt und wird als eines der bemerkenswerten Stücke des Museums präsentiert. Andere Werke von Myoju werden im Tokyo National Museum und im Nagoya City Museum verwahrt, aber dieses Stück mit seiner ungewöhnlich informativen Inschrift gilt als eines der Referenzwerke für die Myoju-Forschung.
Position in der Schwertgeschichte
Am Wendepunkt zwischen koto und shinto-Schmiedekunst stehend, antizipierte Myojus Werk die Sicht der shinto-Ära auf das Schwert als Kunstgegenstand und Dekorationsobjekt jenseits seiner Funktion als Waffe. Zusammen mit Horikawa Kunihiro wird er heute hochgeschätzt als einer der repräsentativen Schmiede des Anfangs der shinto-Ära.
Legenden & Geschichten
Die ungewöhnliche Klausel "nicht an andere weiterzugeben" in der Signatur offenbart etwas vom Stolz Myojus als Schmied. Für einen Mann, der in eine Metallarbeiterfamilie hineingeboren wurde, aber dennoch die höchste Stufe des Klingenschmiedens selbst erreichte, repräsentierte dieses Schwert die Ehre seines Hauses und wurde als Symbol des Status weitergegeben, den die Umetada-Familie danach in der Schwertherstellung erreichte.