* Bild nur zu Illustrationszwecken.Hotei Kunihiro
布袋国広
Auch bekannt als: Hotei Kunihiro - Wakizashi, geschmiedet von Horikawa Kunihiro in der Ashikaga-Schule
Beschreibung
Überblick
Der Hotei Kunihiro ist ein Wakizashi, das im achten Monat des Tensho 18. Jahres (1590) an der Ashikaga-Schule in der Provinz Shimotsuke von dem Schwertschmied Kunihiro geschmiedet wurde, der später im Horikawa-Viertel von Kyoto als einer der größten Meister der Shinto-Ära berühmt werden sollte. Die Klinge misst ungefähr 31,2 cm.
Signatur und Schmiedeumstände
Die Klinge trägt auf der Vorderseite die Signatur "Nisshū-jū Shinano no Kami Kunihiro saku" und auf der Rückseite die datierte Inschrift "Tensho 18. Jahr, 8. Monat, geschmiedet in der Ashikaga-Schule in Yashū". Kunihiro, ein Eingeborener der Provinz Hyūga (das heutige Miyazaki), wanderte als Yamabushi-Asket durch die Provinzen, bevor er nach Ashikaga kam, wo er vermutlich diese Klinge für eine mit der Ashikaga-Schule verbundene Person schmiedete. Als ältestes datiertes erhaltenes Werk mit dem Titel "Shinano no Kami" besitzt es bedeutenden historischen Wert für die Nachverfolgung der Entwicklung von Kunihiros signierten Werken.
Schnitzereien
Die Vorderseite trägt einen geschnitzten Stab, während die Rückseite die schlafende Figur des Hotei (Budai) zeigt, der sich gegen seinen Sack lehnt, zusammen mit den eingeritzten Zeichen "夢香梅里多." Es gibt keinen Konsens über die Bedeutung dieser vier Zeichen; die Interpretationen reichen von einem Zen-Spruch bis zu Bezügen zu Miroku Bosatsu oder Hoteis Erleuchtungszustand. Eine muttermalsähnliche Schnitzerei auf dem rechten Arm des Hotei wurde ebenfalls unterschiedlich als Darstellung eines körperlichen Merkmals Kunihiros selbst oder des Priesters San'yo der Ashikaga-Schule erklärt.
Bezeichnung
Die Klinge wurde am 29. Juni 1937 als Wichtiges Kunstobjekt zertifiziert.
Gegenwärtiger Standort
Nach ihrer Passage durch die Familie Tayasu und weitere Besitzer wird die Klinge nun von der Ashikaga City Cultural Foundation bewahrt.
Legenden & Geschichten
Der Tradition nach soll Kunihiro die Figur des Hotei in seinem eigenen Aussehen geschnitzt haben, um fur die Ruhe derjenigen zu beten, die er getötet hatte. Diese paradoxe Verbindung einer zum Töten bestimmten Klinge mit einem Bild buddhistischer Barmherzigkeit wird als Ausdruck von Kunihiros religiösem Hintergrund als wandernder Yamabushi-Asket interpretiert.