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November 3, 1719 (Kyōhō 4)
Edo-Schloss (vom Honami-Geschlecht dem achten Shogun Tokugawa Yoshimune präsentiert)
Kräfte
Tokugawa Shogunate (initiating party)
Honami family (compilers)
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Am 3. November 1719 (Kyōhō 4) präsentierte Honami Mitsutada, der dreizehnte Kopf der Honami-Familie — erbliche Schwertschätzer des Tokugawa-Shogunates — den Kyōhō Meibutsuchō (Katalog der berühmten Schwerter der Kyōhō-Ära) dem achten Shogun Tokugawa Yoshimune (1684–1751). Die Erstellung dieses Dokuments stellte die systematischste Anstrengung in der japanischen Geschichte dar, um die besten Schwerter der Nation zu katalogisieren und zu bewerten, und bleibt die grundlegende Referenz für das Studium klassischer japanischer Klingen.
Yoshimune war 1716 nach dem unerwarteten Tod des siebten Shoguns, des jungen Tokugawa Ietsugu, Shogun geworden. Yoshimunes Verwaltung war durch die "Kyōhō-Reformen" gekennzeichnet — ein umfassendes Programm fiskalischer Sparmaßnahmen, institutioneller Umgestaltung und der Wiederbelebung der Kriegertugend unter der Samurai-Klasse, die während des ausgedehnten Genroku-Friedens erweicht war. Die Schwertschätzung war zentral für dieses Programm: Nach Yoshimunes Ansicht war die Fähigkeit, feine Klingen zu erkennen und zu bewerten, untrennbar mit der Identität und Disziplin eines Kriegers verbunden.
Die Honami-Familie hatte seit der Muromachi-Periode als offizielle Schwertschätzer (目利, mekiki) der Kriegerklasse gedient, authentifizierte Schwerter, schrieb Bewertungszertifikate (折紙, origami — die Quelle des modernen Begriffs für Papierfalten) und führte umfangreiche Aufzeichnungen über berühmte Klingen in den Sammlungen des Shogunats und der Daimyo. 1718 beauftragte Yoshimune Honami Mitsutada formell, einen umfassenden Katalog zusammenzustellen, der auf den gesammelten Aufzeichnungen der Familie basierte und durch Umfragen unter den Daimyo-Häusern ergänzt wurde.
Der resultierende Kyōhō Meibutsuchō verzeichnet in seiner erweiterten zweiten Fassung 274 Klingen: 168 erhaltene Schwerter und 80 durch Feuer zerstörte, plus 26 ergänzende Einträge. Jeder Eintrag dokumentiert den Schmied des Schwertes, die Inschrift, die Herkunft, die Dimensionen (Klingenlänge, Krümmung, Breite an der Basis) und entscheidend seine beglaubigte Bewertung in Gold-Ryō — der "Origami-Wert", der als Standardreferenzpreis für Schwertgeschäfte, Geschenke und Erbschaften während der Edo-Periode diente.
Unter den katalogisierten Klingen befinden sich die fünf Schwerter, die später als die "Tenkagoken" (Fünf größte Schwerter unter dem Himmel) gefeiert wurden: das Mikazuki Munechika (Drei-Mondsichel), das Onimaru Kunitsuna (Dämonentöter), das Daitatsu Mitsutada (Großer Helmzerhacker), das Juzumaru Tsunetsugu (Rosenkranz) und das Dōjikiri Yasutsuna (Knabentöter). Berühmte Schwerter, die Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu zugeordnet sind, wurden ebenfalls mit ihrer vollständigen Herkunft verzeichnet, was den Meibutsuchō zur maßgeblichsten zeitgenössischen Quelle für die Verfolgung der Geschichte einzelner Klingen durch die turbulente Sengoku-Periode machte.
Gleichzeitig mit der historischen Umfrage beauftragte Yoshimune durch seinen Oberrat Kuze Shigeyuki eine Untersuchung zeitgenössisch aktiver Schwertschmiede. Diese landesweite Recherche identifizierte 277 Schmiede, die in siebzig Daimyo-Domänen tätig waren; drei wurden zur Prüfung ausgewählt — Nobukuni Shigenaga aus der Provinz Chikuzen, Miyahara Masakiyo aus der Provinz Satsuma und Ippeian Masushiro — und zum Hamagotenpalast (heutiger Hamarikyu-Garten) berufen, um Klingen für den Shogun persönlich zu schmieden. Das Kyōhō-Projekt umfasste somit sowohl einen Überblick über Japans Schwerthieritage als auch eine Bewertung seiner lebendigen Traditionen.
Die historische Bedeutung des Kyōhō Meibutsuchō ist dreifach. Erstens stellt sie die maßgeblichste vormoderne Systematisierung des japanischen Schwertwissens dar — ein Moment, in dem die oberste politische Autorität der Edo-Periode das japanische Schwert förmlich als Gegenstand wissenschaftlicher Dokumentation und Kulturerbes anerkannte, nicht nur als Waffe. Zweitens standardisierten ihre Origami-Bewertungen den Schwertmarkt im gesamten Edo-Japan und boten eine universell anerkannte Werteskala, die das Sammeln, Schenken und die Erbschaft für die nächsten eineinhalb Jahrhunderte prägte. Drittens bleiben ihre Aufzeichnungen unverzichtbar für moderne Forscher: Dimensionen, Herkunftsnotizen und Bewertungen, die 1719 aufgezeichnet wurden, werden weiterhin in Veröffentlichungen zitiert und bei der Bewertung zur Ernennung von Nationalschätzen berücksichtigt. Der Kyōhō Meibutsuchō ist im vollsten Sinne das Grundlagendokument der japanischen Schwertkultur als Kulturerbe.