* Bild nur zu Illustrationszwecken.Meiji-Era Sword Preservation Movement and Modern Collecting Culture
明治の刀剣保存運動と近代収集文化
Nach dem Schwert-Verbotsedikt von 1876 durchliefen japanische Schwerter eine fundamentale Umpositionierung von Waffen zu Kunstobjekten, wobei ehemalige Daimyo, Aristokraten und Industrielle eine Bewahrungsbewegung und Sammlerkultur vorantrieben, die moderne Rahmen für Schwertbewertung, Ausstellung und Museumssammlung etablierten.
Beschreibung
Das Haitorei (Schwert-Verbotsedikt) von 1876 beraubte japanische Schwerter über Nacht ihrer funktionalen und statusmäßigen Rollen, was Massenvernichtung und Auslandsexport von Klingen auslöste. Jedoch begannen ehemalige Daimyo und neu wohlhabende Industrielle und Aristokraten, Schwerter als Kunstobjekte zu sammeln und zu bewahren, unterstützt durch die Umrahmung japanischer Schwerter als 'einzigartig japanische Kunst' durch Figuren wie Okakura Tenshin. Das Kaiserliche Museum (heute Tokio-Nationalmuseum) begann ab den 1890ern, Schwerter als bildende Kunst zu erwerben und auszustellen. Der post-Russisch-Japanische-Krieg-Kulturalismus beschleunigte den Sammel-Boom und etablierte die Markt- und Institutional-Rahmen, auf denen das moderne NBTHK-Zertifizierungssystem und die lebendige Schwertkultur weiterhin aufbauen.
Merkmale dieser Epoche
- Haitorei-ausgelöste Transition von Waffe zu Kunstobjekt als die definierende Paradigmenverschiebung
- Sammlungen ehemaliger Daimyo und Aristokraten bewahren Meisterwerke vor Zerstreuung
- Rolle des Kaiserlichen Museums bei der Kanonisierung von Schwertern als Kategorie der 'japanischen bildenden Kunst'
- Post-Sino-Japanischer und Russisch-Japanischer Krieg-Nationalismus treibt einen Sammel-Boom
- Taisho-zeitliche Rechts- und Institutionelle Rahmen antizipierend moderne Bewahrungsgremien