* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kyōhō-Schwertrenaissance — Yoshimunes Schmiedereformen und der Provinzial-Schmiedewettbewerb
享保の刀剣復興——吉宗の鍛冶改革と諸国御番鍛冶
Der achte Shōgun Tokugawa Yoshimune (Kyōhō-Ära, 1716–1736) war besorgt über den Niedergang der Schwertschmiedekunst in der Mitte der Edo-Zeit und führte 1719 (Kyōhō 4) die ‚Shokoku Kaji O-aratame' durch, wobei er ein landesweites Register von Schmieden aus Domänen mit 10.000 koku oder mehr zusammenstellte. Beim Provinzial-Schmiedewettbewerb, der 1721 (Kyōhō 6) im Hama-goten stattfand, konkurrierten 48 von 277 (oder 257) ausgewählten Schmieden miteinander, wobei vier als die hervorragendsten bewertet wurden: Mondo-no-Shō Masakiyo, Ippei Yasuyo, Nanki Shigekuni (4. Generation) und Nobukuni Shigekane. Dieses Projekt ist in der Geschichte des japanischen Schwertes als eine wichtige Maßnahme verzeichnet, die den Weg zur Shinshin'tō-Ära ebnete.
Beschreibung
Historischer Hintergrund
Da die Edo-Zeit über zweihundert Jahre lang Frieden bewahrte, nahm das Schwert zunehmend den Charakter eines Symbols für Kriegerautorität und eines Kunstobjekts an, anstatt als Waffe auf dem Schlachtfeld zu dienen. Gleichzeitig sank der technische Standard der Schwertschmiedekunst allmählich, und die Produktion von Meisterwerksschwertern nahm deutlich ab im Vergleich zu früheren Zeiten. Da sich die Finanzen der Domänen verschärften, reduzierten die Daimyo die Unterstützung für offizielle Schmiede, was talentierte Schwertschmiede in ganz Japan zwang, in den Ruhestand zu gehen oder ihre Berufe zu wechseln.
Besorgt über diese Situation förderte der achte Shōgun Tokugawa Yoshimune die Revitalisierung der Schwertschmiedekunst als Teil der Kyōhō-Reformen (1716–1745). Yoshimune schätzte die Bedeutung des Schwertes als Symbol der Tokugawa-Kriegerkultur und verfolgte eine aktive Schwertpolitik.
Die Shokoku Kaji O-aratame und der Provinzial-Schmiedewettbewerb
1719 (Kyōhō 4) ordnete Yoshimune seinem Oberrat Kuze Shigeyuki an, die ‚Shokoku Kaji O-aratame' durchzuführen, wobei ein landesweites Register von Schmieden aus Domänen mit 10.000 koku oder mehr zusammengestellt wurde. Dies ermöglichte es, den tatsächlichen Zustand der Schmiede in ganz Japan zu erfassen und legte den Grundstein für die Identifizierung hervorragender Schwertschmiede.
Im Frühjahr 1721 (Kyōhō 6) fand ein Provinzial-Schmiedewettbewerb im Hama-goten statt, der Strandresidenz des Shōguns an der Mündung des Sumida-Flusses. Achtundvierzig von den 277 (oder nach einigen Quellen 257) registrierten Schmieden konkurrierten im Schmieden von Schwertern. Die vier Schmiede, die als die hervorragendsten bewertet wurden, waren:
- **Mondo-no-Shō Masakiyo**: Aus Sanuki, bekannt dafür, über 2.000 Schwerter in seinem Leben geschmiedet zu haben - **Ippei Yasuyo**: Angesehen als offizieller Schwertschmied des Shōgunats - **Nanki Shigekuni (4. Generation)**: Linie der offiziellen Schmiede der Familie Kishu Tokugawa - **Nobukuni Shigekane**: Nachkomme der Yamashiro Nobukuni Schule
Verbindung zur Kyōhō Meibutsu-chō
Neben dem Schmiedewettbewerb beauftragte Yoshimune 1719 auch die Zusammenstellung des ‚Kyōhō Meibutsu-chō' (Kyōhō-Register berühmter Objekte) und ordnete Hon'ami Kōchū an, berühmte Schwerter landesweit zu erfassen und zu registrieren. Dieses Register war der erste systematische Schwerttkatalog, der die Lage, den Zustand und die Bewertung existierender Meisterwerksschwerter aufzeichnete, und wurde zur Grundlage der Schwertauthentifizierung und Wissenschaft. Das Ermutigen aktiver Schmiede durch den Wettbewerb und das Aufzeichnen und Bewahren früherer Meisterwerke durch die Meibutsu-chō funktionierten als ergänzende Maßnahmen. Zusammen bildeten sie die kulturelle und institutionelle Grundlage für die Schwertrevitalisierungsbewegung der späten Edo-Zeit und letztendlich die Geburt der Shinshin'tō-Ära.
Historische Bedeutung
Die Kyōhō-Schwertrevitalisierungspolitik wird als organisierte Staatsintervention positioniert, um die größte Krise der Schwertschmiedekunst während der Edo-Zeit zu überwinden. Obwohl Yoshimunes Initiativen nicht der unmittelbare Auslöser für die Schwertrevitalisierungsbewegung waren, die in die Shinshin'tō-Ära führte (ab der Tenmei-Kansei-Periode), war die Bedeutung der offiziellen Registrierung und Ehrung von Schmieden sowie der Förderung der Weitergabe von Schmiedetechniken erheblich. Heute ist die Kyōhō Meibutsu-chō ein unverzichtbarer Text zur Dokumentation hervorragender Schmiede der Ära, und die überlebenden Werke der vier Gewinner bleiben in Museen in ganz Japan als Objekte der Wertschätzung und Forschung erhalten.
Merkmale dieser Epoche
- 1719 landesweites Schmiederegister durch ‚Shokoku Kaji O-aratame' zusammengestellt
- 1721 Hama-goten-Wettbewerb mit 48 konkurrierenden Schmieden
- Zwillingspolitik zur Erhaltung von Meisterwerken durch die Meibutsu-chō bei gleichzeitiger Förderung der Schwertschmiedekunst