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* Bild nur zu Illustrationszwecken.Auktionen für japanische Schwerter gliedern sich grob in zwei Arten: regelmäßig von Schwerthändlern veranstaltete Auktionen und Kunstauktionen allgemeiner Auktionshäuser. Händlerveranstaltungen richten sich vorwiegend an Fachkreise; als Teilnahmevoraussetzung wird häufig eine Mitgliedschaft im Schwerthandelsverband oder ein Einführungsschreiben verlangt. Bei den großen Kunstauktionshäusern in Tōkyō, Ōsaka und Kyōto hingegen können auch Privatsammler an Auktionen für Nihontō teilnehmen, sofern sie sich zuvor registriert haben.
Im Ausland bieten große Auktionshäuser in New York und London mehrmals jährlich im Rahmen von Auktionen für japanische Kunst auch Schwerter an. Da dort häufig kein Japanisch gesprochen wird, ist es üblich, sowohl für Kommissionsverkäufe als auch für Gebote spezialisierte Vermittler einzuschalten. In jüngerer Zeit wurden auch Online-Bietersysteme ausgebaut, sodass in Japan lebende japanische Sammler sowie ausländische Liebhaber verstärkt die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen.
Zunächst ist die „Registrierung" von entscheidender Bedeutung. Bei den großen inländischen Auktionshäusern ist eine Mitgliederregistrierung (Käuferregistrierung) erforderlich, bei der Ausweisdokumente vorgelegt werden müssen. Auch die Zahlungsmodalitäten nach einem erfolgreichen Gebot müssen vorab geklärt werden. Grundsätzlich erfolgt die Zahlung per Banküberweisung; manche Häuser akzeptieren jedoch auch Kreditkarten oder Wechsel.
Außerdem empfiehlt es sich, den vor einer Auktion veröffentlichten „Katalog" zu beschaffen und gründlich zu studieren. Er enthält Fotos, Beschreibungen und geschätzte Zuschlagspreise (Estimates), anhand derer man Zustand und Provenienz der interessierenden Stücke vorab prüfen kann. Auch das Vorhandensein einer kanteisho sollte stets überprüft werden. Stücke mit einer kanteisho der NBTHK oder der NTHK gelten als besonders verlässlich und erzielen in der Regel stabilere Preise.
Wenn möglich, empfehlen wir dringend, die „Vorbesichtigung (Preview)" zu besuchen. Dabei lassen sich der Glanz des hamon, die Maserung des jigane sowie der Zustand von habaki und shirasaya am Original beurteilen — Dinge, die auf Fotos nicht erkennbar sind. Es bietet sich auch die Gelegenheit, Mitarbeiter und zuständige Ansprechpartner vor Ort zu befragen.
Das Estimate ist lediglich ein Richtwert; bei beliebten Stücken können die Gebote weit über die Erwartungen hinausgehen. Insbesondere bei jūyō bunkazai und herausragenden Werken renommierter tōkō ist das Bieten besonders intensiv. Andererseits ist es nicht selten, dass Stücke ohne kanteisho oder mit Erhaltungsmängeln unter dem Estimate zugeschlagen werden.
Zum Zuschlagspreis kommt das „Aufgeld (Buyer's Premium)" hinzu. Die üblichen Sätze sind wie folgt:
| Veranstaltungsort | Aufgeld (Buyer's Premium) |
|---|---|
| Große inländische Häuser | ca. 10–15 % des Zuschlagspreises |
| Große ausländische Häuser | ca. 20–25 % |
Da zusätzlich Transport-, Versicherungs- und Verpackungskosten anfallen, sollte das Budget so kalkuliert werden, dass der tatsächliche Gesamtbetrag deutlich über dem Zuschlagspreis liegt.
Auch wer den Kauf eines Nihontō als Investition betrachtet, sollte langfristig klug handeln und Stücken den Vorrang geben, „deren Wert man selbst versteht und mit denen man zufrieden ist, sie zu besitzen". Sich bei der Festlegung des Höchstgebots auf die tatsächliche Qualität des Werkes zu stützen — unabhängig von Marktschwankungen — führt zu nüchternen, überlegten Entscheidungen.
Nach dem Betreten des Saals erhält man an der Rezeption einen Paddle (Bieternummernschild). Die Versteigerung verläuft in der Reihenfolge der Losnummern; der Auktionator ruft den aktuellen Preis aus, und Interessenten heben ihren Paddle. Das Bieten beginnt in der Regel knapp unterhalb des unteren Estimate-Wertes des jeweiligen Loses und wird schrittweise erhöht. In vielen Häusern sind auch „Absentee-Gebote (Gebote in Abwesenheit)", „Telefongebote" und „Online-Gebote" möglich, sodass eine Teilnahme auch ohne persönliche Anwesenheit möglich ist.
Nach dem Zuschlag werden Zahlungsabwicklung und Übergabe noch am selben Tag oder zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen. Da dabei Registrierungsnachweis, Quittung und erforderliche Unterlagen (Registrierungsunterlagen) ausgehändigt werden, sollte man die Angaben bei der Übergabe sorgfältig prüfen.
Für Nihontō schreibt das Gesetz zur Kontrolle des Besitzes von Schusswaffen, Schwertern und ähnlichen Waffen (Jūtōhō) vor, dass nach dem Kauf eine „Besitzänderungsmeldung" bei der Schulbehörde der jeweiligen Präfektur eingereicht werden muss. Dies gilt auch für bei Auktionen ersteigerte Stücke; die Ummeldung vom bisherigen Eigentümer auf den neuen Eigentümer (den Ersteigerer) ist verpflichtend. Das Auktionspersonal bereitet die erforderlichen Unterlagen häufig vor, doch da bei Fristversäumnis rechtliche Probleme entstehen, ist eine zügige Abwicklung wichtig.
Für den Auslandsexport und -import gelten unterschiedliche nationale Vorschriften; daher ist es erforderlich, im Voraus die Waffen- und Schwerterregelungen des Einfuhrlandes zu prüfen. Es gibt Länder, die eine Genehmigung verlangen, und solche, in denen die Einfuhr verboten ist. Bei einem Kauf auf einer internationalen Auktion empfiehlt es sich, einen vor Ort ansässigen Spezialtransporteur zu beauftragen.
Bei der ersten Teilnahme an einer Auktion empfiehlt es sich, zunächst als „Zuhörer" zu beginnen. Allein durch das Beobachten des Bietrhythmus, der Preisentwicklung und des Verhaltens anderer Bieter lässt sich bereits vieles lernen. Sich vor dem Kauf mit den Merkmalen eines Nihontō — hamon, jigane, nakago-mei und sori — von Grund auf vertraut zu machen, ist die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme gegen Fehlkäufe.
Zu den häufigen Fehlern zählen folgende:
Sorgfältige Recherche und die Festlegung eines klaren Höchstbetrags bilden die Grundlage für ein zufriedenstellendes Auktionserlebnis.
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