* Bild nur zu Illustrationszwecken.Minamoto no Noriyori
源範頼
Beschreibung
Minamoto no Noriyori (Geburtsjahr unbekannt – 1193) war ein Feldherr der späten Heian- und frühen Kamakura-Zeit und der sechste Sohn von Minamoto no Yoshitomo. Er war der Halbbruder von Minamoto no Yoritomo und der ältere Halbbruder von Minamoto no Yoshitsune. Da er in Kaba no Mikuriya in der Provinz Totomi (in der Nähe des heutigen Hamamatsu, Shizuoka) aufwuchs, war er unter dem Namen "Kaba no Kanja" bekannt. In seiner Kindheit soll er von Fujiwara no Noriesue adoptiert worden sein, von dem er das Zeichen "Nori" in seinem Namen erhielt.
Rolle im Genpei-Krieg
Als sein Bruder Yoritomo Truppen aufstellte, um die Taira zu stürzen, diente Noriyori als einer seiner führenden Generäle. 1184 besiegte er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Yoshitsune Minamoto no Yoshinaka in Kyoto, und in der darauffolgenden Schlacht von Ichinotani befehligte er die Hauptarmee beim Angriff auf die Taira. Er wurde dann zum Gouverneur von Mikawa ernannt und marschierte westwärts auf der Sanyo-Straße vor, überquerte nach Kyushu und trieb die Taira zur Vernichtung. Nach dem Fall der Taira 1185 überwachte er die Nachkriegsverwaltung in Kyushu und etablierte dort die Kontrolle Kamakuras. Während Yoshitsune für glänzende Überraschungsangriffe gefeiert wird, bewahrte Noriyori den Genpei-Krieg als Oberbefehlshaber großer Armeen durch orthodoxe Taktiken zum Sieg.
Yoritomos Verdacht und Tod
1193, als die Fehde der Soga-Brüder auftrat, soll Noriyori, der in Kamakura geblieben war, Yoritomos Ehefrau Hojo Masako, die um Yoritomos Sicherheit fürchtete, beruhigt haben und versichert haben, dass die Genji-Linie sicher war. Dies soll Yoritomos Verdacht auf Verrat erregt haben, und Noriyori wurde in die Provinz Izu verbannt. Er wurde daraufhin in Shuzen-ji inhaftiert und soll letztendlich hingerichtet worden sein. Zusammen mit Yoshitsune war er einer der Brüder, die von Yoritomo entfernt wurden.
Spätere Legenden
Noriyori wird oft als eine ernsthafte und bescheidene Gestalt dargestellt, doch spielte er als Oberbefehlshaber im Genpei-Krieg eine entscheidende Rolle. Legenden von seinem Überleben sowie die Überlieferungen vom "Kaba-Kirschbaum", der mit ihm verbunden ist, bewahren sich an verschiedenen Orten, und späteren Generationen bleibt er als tragischer Krieger in Erinnerung.