* Bild nur zu Illustrationszwecken.Katagiri Katsumoto
片桐且元
Einer der Sieben Spieße von Shizugatake — der unglückliche Obervasall, dessen Handlungen die Belagerung von Osaka auslösten
Beschreibung
Leben
Katagiri Katsumoto (1556–1615) war ein Krieger aus der Provinz Ōmi, der Toyotomi Hideyoshi diente und sich in der Schlacht von Shizugatake 1583 hervorgetan hat und dadurch einen Platz unter den gefeierten »Sieben Spießen von Shizugatake« verdiente; sein treuer Dienst soll ihm die Ehre eingebracht haben, den Namen Toyotomi zu tragen. Nach der Schlacht von Sekigahara wurde er direkter Vasall von Hideyoshis Sohn Hideyori und diente als Obervasall (karō) und überwachte die inneren Angelegenheiten der Toyotomi-Familie.
Der Hōkō-ji-Glockenschrift-Zwischenfall
Auf Befehl von Hideyori leitete er den Wiederaufbau der Großen Buddhahalle im Hōkō-ji-Tempel. Als die 1614 fertiggestellte Tempelglocke die Inschrift »Kokka Anko, Kunshin Horaku« trug, brandmarkte die Tokugawa-Seite dies als Fluch gegen Ieyasu und entfachte damit den Hōkō-ji-Glockenschrift-Zwischenfall. In der Zwickmühle zwischen Verhandlungen mit den Tokugawa und dem Verdacht der Toyotomi, mit diesen zu kollaborieren, verließ Katsumoto die Osaka-Burg und lief zur Tokugawa-Seite über – eine Handlung, die vielfach als unmittelbarer Auslöser der Winterbelagerung von Osaka gilt.
Letzte Jahre und Vermächtnis
Danach wurde er zum Herren der Ryūjō-Domäne in der Provinz Yamato ernannt, starb aber 1615 kurz nach dem Fall des Toyotomi-Hauses in der Sommerbelagerung von Osaka, als würde er ihm im Tode folgen. Er wird als tragische Gestalt der Spätsengoku-Zeit in Erinnerung behalten, die das Toyotomi-Haus zu bewahren suchte, aber nicht verhindern konnte, dass es zum endgültigen Zusammenstoß zwischen den beiden Häusern kam.