* Bild nur zu Illustrationszwecken.Mishima-Taisha Schatzmuseum
三嶋大社宝物館
Überblick
Der Schrein Mishima Taisha liegt in der Stadt Mishima in der Präfektur Shizuoka und ist die Ichinomiya der Provinz Izu. Als Zusō (Izu und Sagami) der Regionen Izu und Zusō wird er seit alters von zahlreichen Kriegern verehrt. In seiner Schatzkammer werden neben dem Nationalschatz „Ume Makie Tebako“, einem Schminkkästchen mit Pflaumenblüten-Maki-e, das als Weihgabe von Hōjō Masako überliefert ist (in der Schatzkammer wird eine Replik gezeigt), auch herausragende Schwerter aufbewahrt, darunter Tachi und Wakizashi, die als Wichtige Kulturgüter eingestuft sind.
Zu den Glanzstücken der Schwertsammlung zählt das Wichtige Kulturgut „Tachi mit Signatur Munetada“. Dieses Tachi stammt von dem Schwertschmied Munetada der Fukuoka-Ichimonji-Schule aus der Provinz Bizen (heutige Präfektur Okayama) und entstand in der frühen Kamakura-Zeit. Die Klingenlänge beträgt 81,8 cm; es bewahrt noch den Stil der späten Heian-Zeit. Im Jahr Meiji 20 (1887) wurde es vom früheren Kaiserlichen Haushaltsministerium dem Schrein gestiftet. Außerdem besitzt der Schrein das Wichtige Kulturgut „Wakizashi mit Signatur Sagami no kuni jū Akiyoshi“, ein Werk des Schwertschmieds Akiyoshi aus der Provinz Sagami aus der Nanbokuchō-Periode.
Die Verbindung des Schreins mit den Kriegern ist eng. Minamoto no Yoritomo betete schon während seiner Verbannung in Izu am Schrein und soll am Vorabend seiner Erhebung (1180) im Mishima Taisha um den Sieg gebetet haben. Auch im Kenkyū 6 (1195) stiftete Yoritomo ein Götterpferd (Shinme) und ein Schwert. Ferner wurden in dem Schrein, den die Hōjō-, Imagawa- und Tokugawa-Geschlechter als einflussreiche Kriegerfamilien des Ostens über Generationen verehrten, Schwerter aus allen Epochen gestiftet.
Mishima war als Poststadt an der Tōkaidō zu Wohlstand gekommen und liegt in einer naturreichen Gegend mit Blick auf den Berg Fuji und den Berg Hakone. Zusammen mit dem Besuch der Schatzkammer lassen sich der Spaziergang über das mit Minamoto no Yoritomo verbundene Schreingelände sowie das Quellwasser und die Landschaften Mishimas genießen.
Höhepunkte
- Wichtiges Kulturgut „Tachi mit Signatur Munetada“ — Werk des Schwertschmieds Munetada der Fukuoka-Ichimonji-Schule aus der Provinz Bizen, eines der Meisterschwerter aus der Entstehungszeit des japanischen Schwertes
- Gebet Minamoto no Yoritomos vor seiner Erhebung — historisch bedeutender Schrein, an dem Yoritomo 1180 vor der Gründung des Kamakura-Shogunats um den Sieg betete
- Gestiftete Schwerter — das Wichtige Kulturgut „Wakizashi mit Signatur Sagami no kuni jū Akiyoshi“ aus der Nanbokuchō-Periode oder Ōdachi (sehr langes Schwert) u. a.
- Quellwasser und Kinmokusei-Baum im Schreinbezirk — das klare Quellwasser Mishimas und der Kinmokusei-Baum (Duftende Olive), ein Naturdenkmal, dessen Alter auf ca. 1.200 Jahre geschätzt wird
- Lage mit Blick auf Berg Fuji und Berg Hakone — heiliger Ort in der Poststadt Mishima an der Tōkaidō, mit hervorragender Erreichbarkeit für Touristen
- Vielfältige Sammlung der Schatzkammer — neben Schwertern eine Replik des Nationalschatzes „Ume Makie Tebako“, das Herz-Sutra von Minamoto no Yoriie und alte Dokumente
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