* Bild nur zu Illustrationszwecken.Yamanbagiri Chōgi
山姥切長義
Auch bekannt als: Echter Yamanbagiri
Beschreibung
Yamanbagiri Chōgi ist das ursprüngliche 'Yamanbagiri' — das Schwert, dem in der japanischen Legende zugeschrieben wird, eine Bergmutter (yamanba) getötet zu haben — gefertigt von dem brillanten Nanboku-chō-Schwertschmied Chōgi aus der Provinz Bizen. Obwohl der Name 'Yamanbagiri' auch mit einer späteren Kopie von Kunihiro (dem so genannten Yamanbagiri Kunihiro) verbunden ist, ist Chōgis Klinge das authentische Original, das explizit in der langen nakago-Inschrift des Schwertes identifiziert wird. Chōgi war ein charakteristischer Schmied, der die Traditionen von Bizen und Sōshū zu einem einzigartig kraftvollen Stil verschmolz, und dieses Schwert gilt als sein Meisterwerk. Als wichtiges Kulturgut ausgewiesen, wird es in einer Privatsammlung aufbewahrt und ist als Dauerleihgabe im Nationalmuseum Tokio zu sehen, wo es große Aufmerksamkeit erregt, auch durch seine Verbindung zum populären Spiel Touken Ranbu.
Legenden & Geschichten
## Das Schwert, das die Bergfrau zerschlug Die Legende, die zum Namen Yamanbagiri führte, dreht sich um einen Kampf mit einer Yamanba—einem weiblichen Dämon, der in abgelegenen Bergen lebt. Die Yamanba ist ein übernatürliches Wesen aus den Legenden der bergigen Regionen ganz Japans, von dem man sagt, dass es Reisende und Holzfäller irreführt und manchmal verschlingt—eine furchteinflößende Existenz. Ein bestimmter Kriegsherr, der dieses Schwert mit sich trug, drang tief in die Berge vor, traf auf eine Yamanba und schlug sie nieder. Um diese kriegerische Tat zu würdigen, wurde dem Schwert der Name „Yamanbagiri" verliehen—„Das Schwert, das die Bergfrau zerschlug." Eine Inschrift auf dem Nakago der Klinge hält fest, dass dieses Schwert das „Honka"—das Original—Yamanbagiri ist. Die Existenz dieser Inschrift ist mehr als bloße Legende; sie stellt ein seltenes Beispiel in der Geschichte des japanischen Schwertes dar, in dem die Klinge selbst von ihrer eigenen Legende Zeugnis ablegt. Die Inschrift verbürgt die Geschichte des Schwertes, und die Geschichte des Schwertes bekräftigt die Bedeutung der Inschrift—diese sich gegenseitig ergänzende Struktur verkörpert die eigentümliche Existenzweise des Schwertes als Kulturgut. ## Die Beziehung zwischen Original und Kopie Im 18. Jahr der Tenshō-Ära (1590) schmiedete ein Schwertmeister namens Kunihiro, der dem Ashikaga-Territorialherren Nagao Akichiyo diente, eine Kopie (Utsushimono) des Yamanbagiri Chōgi. Dieses „Yamanbagiri Kunihiro" ist heute als Wichtiges Kulturgut ausgewiesen und wird von der Ashikaga Citizens Cultural Foundation verwahrt. Das Anfertigen einer Kopie war im japanischen Schwerterhandwerk eine ehrenhaft angesehene Tätigkeit und wurde als kulturelle Praxis betrachtet, um Form und Schmiedestil eines berühmten Schwertes für kommende Generationen zu bewahren. Doch die Existenz der Kopie beweist gleichzeitig den hervorragenden Ruf des Original-Yamanbagiri Chōgi. Die paradoxe Bewertung, dass „gerade weil es ein so berühmtes Schwert war, wurde eine Kopie angefertigt," erhöht den historischen Stellenwert des Yamanbagiri Chōgi weiter. ## Touken Ranbu und Yamanbagiri Chōgi In jüngerer Zeit erscheint das Yamanbagiri Chōgi in dem Schwert-Personifizierungs-Spiel Touken Ranbu als „das Original Yamanbagiri," und diese Figur hat sich durch charakteristische Würde und einsame Schönheit die Zuneigung vieler Fans erworben. Das Figurenkonzept des Yamanbagiri Chōgi—„Ich bin der Echte"—überträgt die historische Beziehung zwischen Original und Kopie in eine moderne Erzählung und trägt wesentlich zur Popularisierung der Schwerterkultur als glückliches Zusammentreffen von Geschichte und Fiktion bei. Als die Klinge im Tokyo National Museum ausgestellt wurde, entstand eine der Moderne eigentümliche Szene: Charakterfans und traditionelle Schwertliebhaber standen Seite an Seite vor derselben Vitrine.