* Bild nur zu Illustrationszwecken.Uesugi Tachi
上杉太刀
Auch bekannt als: Uesugi Tachi — Hyogo-gusari Tachi mit Guncho-mon Lackierung, Fukuoka Ichimonji, Votiv-Schwert der Mishima Taisha, Nationalschatz
Beschreibung
Das Uesugi Tachi ist ein Schwert, das von der Fukuoka Ichimonji-Schule der Provinz Bizen während der Kamakura-Zeit (13. Jahrhundert) geschmiedet wurde. Seine formale Bezeichnung lautet 'Guncho-mon Hyogo-gusari Tachi, Klinge mit der Signatur Ichi (Uesugi Tachi),' und die Klinge zusammen mit ihrer hyogo-gusari Montierung ist als ein einziger Nationalschatz designiert. Es wird im Nationalmuseum Tokio verwahrt. Das nakago trägt das einzelne Zeichen 'Ichi', das Kennzeichen der Fukuoka Ichimonji-Schule.
Das Schwert verdankt seinen Namen dem Uesugi-Clan, der es dem Heiligtum Mishima Taisha in der Provinz Izu (heutiges Shizuoka) widmete, wo es lange Zeit als Votiv-Tachi übertragen wurde. Mishima Taisha ist ein altes Heiligtum, das von Minamoto no Yoritomo verehrt wird und die Kriegertradition der Schwert-Widmung bewahrt. Die Klinge wurde 1887 dem Meiji-Kaiser präsentiert und kam später ins Nationalmuseum Tokio.
Ihre größte Besonderheit liegt darin, dass die Montierung aus der Kamakura-Zeit fast vollständig erhalten geblieben ist. Der hyogo-gusari Stil nutzt Ketten für die Aufhängeriemen und kennzeichnet die Montierung als hochrangig; die Scheide ist in maki-e Lack mit verstreuter Goldpulver verziert, die Vogelschwärme darstellt — die Quelle des Namens 'guncho-mon' (Vogelschwarm-Design). Da funktionale Montierungen durch Gebrauch fast immer beschädigt oder verändert wurden, ist eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Montierung in ihrer ursprünglichen Form äußerst selten und von singularem Wert für die Handwerksgeschichte.
Die Klinge zeigt die brillante choji-midare Charakteristik der Fukuoka Ichimonji-Schule — breit und imposant in mittlerer Kamakura-Form, mit itame jihada und klarem midare-utsuri. Das Uesugi Tachi verbindet eine hervorragende Klinge mit einer vollständig erhaltenen zeitgenössischen Montierung und wird als Nationalschatz geschätzt, der die vereinigten Künste des Schwertschmieds, Metallarbeiters und Lackierers verkörpert.
Legenden & Geschichten
Mishima Taisha ist berühmt als das Heiligtum, in dem Minamoto no Yoritomo für die Wiederauferstehung der Minamoto betete und dabei die Kriegertradition der Schwert-Widmung bewahrte. Von den Uesugi dargebracht, behält dieses Tachi auf wunderbare Weise seine ursprüngliche hyogo-gusari Montierung aus dem 13. Jahrhundert, die den Glauben des Samurai und das feinste Handwerk seines Zeitalters überliefert.