* Bild nur zu Illustrationszwecken.Tsuda Tōomi Nagamitsu
津田遠江長光
Auch bekannt als: Tsuda Tōomi - Nagamitsu-Nationalschatz-tachi - aus der Sammlung der Tokugawa-Shogune
Beschreibung
Tsuda Tōomi Nagamitsu ist ein Nationalschatz-tachi, das von Nagamitsu geschmiedet wurde, dem bedeutendsten Schwertschmied von Osafune in der Provinz Bizen (heute Osafune-Chō, Stadt Setouchi, Präfektur Okayama). Nagamitsu war in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts tätig; seine genauen Geburts- und Todesjahre sind unbekannt. Der Überlieferung nach war Nagamitsu der Sohn oder Schüler des berühmten Meisters Mitsutada, der die Bizen-Tradition (Bizen-den) zur Vollendung brachte. Als führender Meister der Osafune-Schule etablierte Nagamitsu sich als unbestrittene Größe in der Geschichte der japanischen Schwertkunst. Der Namenszusatz "Tsuda Tōomi" leitet sich überliefert davon ab, dass dieses tachi dem Feldherrn Tsuda Tōomi no Kami gehörte.
Die tachi von Nagamitsu verkörpern das ästhetische Ideal des Kamakura-Kriegers. Mit ausgeprägter, elegant fließender Krümmung (sori), ausgewogener Breite und Dicke sowie der feinen Spitze (kissaki) mit kleinem Klingenende (ko-kissaki) versinnbildlicht die Tsuda Tōomi Nagamitsu das Idealmodell eines tachi der Kamakura-Zeit bis heute. Auch diese Klinge zeigt diese Merkmale: mit angemessener Körperbreite (mihaba) und vornehmer Körperform (taihai) präsentiert sie ein Härtungsmuster (hamon), das hauptsächlich aus gunome-chōji besteht und in dem die charakteristischen nie und nioi des Nagamitsu harmonisch verschmelzen. Das Stahlsubstrat (jigane) basiert auf ita-mokume-Struktur und zeigt eine raffinierte Oberflächenbeschaffenheit; das Spiegelbild (utsuri) tritt besonders deutlich hervor – dies ist ein Kennzeichen der Nagamitsu-tachi. Im Rahmen der Bizen-Tradition erscheint utsuri als weiße, neblig schimmernde Lichtlinie neben der Schneidenkante; Nagamitsu wird als einer der Meister bewertet, der dieses Merkmal am schönsten zum Ausdruck brachte.
Die Aufbewahrung im Tokugawa-Kunstmuseum folgt dieser Geschichte: Die Owari-Tokugawa-Familie sammelte während der Edo-Zeit bedeutende Schwerter; das von der Tsuda-Familie überlieferte tachi wurde als Schwert des Shogun-Haushalts besonders verehrt. Als Kernstück der umfangreichen Sammlung der Owari-Tokugawa-Familie wurde es sorgsam aufbewahrt und gepflegt. Heute wird das Schwert im Museum regelmäßig ausgestellt und unter strenger Verwaltung als Nationalschatz der interessierten Öffentlichkeit und Sammlern zugänglich gemacht.
Legenden & Geschichten
Die Tsuda Tōomi Nagamitsu ist von übernatürlichen Legenden umgeben, die mit Nagamitsu's Schmiedekunst verbunden sind. In einer Nacht, als Nagamitsu ein tachi schmiedete, erglühte plötzlich die Ofenflamme in blauweißem Licht, und die Konturen der Klinge schimmerten geheimnisvoll in der Dunkelheit. Nagamitsu deutete dies als Segen übernatürlicher Kräfte, und überliefert wird, dass das in dieser Nacht geschmiedete Schwert später als die berühmte "Tsuda Tōomi" bekannt werden sollte. Es wird auch erzählt, dass der Feldherr Tsuda Tōomi no Kami, der dieses tachi trug, in jeder Schlacht unverletzt aus dem Kampf hervorging. Die Familienmitglieder, die an die spirituelle Kraft des Schwertes glaubten, interpretierten dies als "Zeichen, dass Nagamitsu's eigner Geist den Krieger beschützt". Noch während der Edo-Zeit, nachdem das Schwert in die Hände der Owari-Tokugawa-Familie gelangt war, wurde in Hofnotizen festgehalten, dass ein Nachtdiener einmal leuchtende Lichtstrahlen aus der Richtung der Schwertbox sah. So wird die spirituelle Ausstrahlung der Tsuda Tōomi Nagamitsu über die Epochen hinweg bewahrt und überliefert.