* Bild nur zu Illustrationszwecken.Tachi von Bizen Osafune Kagehide
備前長船景秀の太刀
Auch bekannt als: Tachi von Kagehide (Bizen Osafune, Meisterschmied der Nanbokuchō-Periode)
Beschreibung
Bizen Osafune Kagehide war ein Schwertschmied, der in der Kamakura-Zeit tätig war und in Osafune in der Provinz Bizen (modernes Okayama) ansässig war. Er gehört zu den Spitzenschmieden der Bizen-Schwertschmiede-Tradition und wird als Angehöriger der Linie von Mitsutada, dem Gründer der Osafune-Schule, betrachtet. Seine Arbeiten zeigen die kühne und imposante Konstruktion des Kamakura-zeitlichen Bizen-Stils und sind exemplarisch vertreten durch das Meisterwerk Kurombo-kiri Kagehide (designiert als Jūyō Bunka-zai/Wichtiges Kulturgut), das durch die Sammlung der Date-Familie überliefert wurde. Seine tachi zeigen breite Körper, dicke Rücken und große kissaki. Das jigane weist das charakteristische, gleichmäßig verdichtete ko-itame-Muster des Bizen-Stahls auf, mit ji-nie und ji-kei, die dem Stahl angenehme Tiefe verleihen. Die hamon ist hauptsächlich kata-ochi gunome chōji (einseitig fallende wellige Nelken-Linie), reich an ashi (Aktivitätslinien zum Schliff hin) und yō (schwebende Nie-Inseln), ein energisches Muster, das die glänzende Meisterschaft zeigt, die die Bizen-Tradition wahrt. Schwertschwerter mit Kagehuides Signatur befinden sich im Bizen-Osafune-Museum für japanische Schwerter und Institutionen im ganzen Land, viele davon sind als Jūyō Tōken designiert. Kagehide, geboren und ausgebildet in Osafune – Japans größtem Schwertproduktionsgebiet – verkörpert die innewohnende Kraft der Bizen-Schwertschmiedekunst.
Legenden & Geschichten
Eine Überlieferung um Kagehide handelt von einem General des Südlichen Hofes, der sich auf dem Berg Yoshino verteidigte und ihn beauftragte, "ein Geistklinge zu schmieden, um die großen Armeen des Nördlichen Hofes zu brechen." Kagehide soll heiliges Eisensand aus den Flüssen Bizens gesammelt und nach dreiunddreißig Tagen rituellen Gebets in seiner Schmiede ein tachi zur Übergabe fertiggestellt haben. Der General, der diese Klinge trug, soll danach keine Niederlage mehr im Kampf erlitten haben, und das Schwert wurde durch Generationen von Loyalisten des Südlichen Hofes weitergegeben als eine Klinge, die die spirituelle Kraft der Bizen-Tradition verkörpert. Eine weitere Legende berichtet von einem Schüler, der Kagehide in seinen letzten Jahren beim Arbeiten beobachtete und erklärte: "Die Technik des Meisters ist von der Gottheit von Bizen bewohnt," ein Ausspruch, der seitdem wiederholt wurde und Kagehides Stellung als Symbol der Osafune-Tradition gefestigt hat, die an die nächste Generation weitergegeben wird.