* Bild nur zu Illustrationszwecken.Yamashiro Nobukuni
山城信国
Auch bekannt als: Nobukuni; Nobukuni der ersten Generation; Kyoto Nobukuni
Beschreibung
Der Schwertschmied Nobukuni
Nobukuni war ein Schwertschmied der Provinz Yamashiro (heutiges Kyoto) in der Nanbokucho-Periode und arbeitete in der Hauptstadt während der Enbun- und Joji-Ären (1356–1368). Man sagt, er sei der Sohn von Ryokai gewesen, der von der Rai-Schule abstammte, oder der Enkel des zweiten Ryokai. Während er die Traditionen der Rai- und Ryokai-Schulen weiterführte, absorbierte er aktiv die damals nach Yamashiro eingeführte Soshu-Tradition.
Eine Verschmelzung von Rai und Soshu
Nobokunis Werk vereinigt zwei Charakteristika: die von den Rai- und Ryokai-Linien ererbte gerade Härtungslinie und die wellende notare, die aus der Soshu-Tradition stammt. Seine notare zeigt nie-suji- und kinsuji-Aktivität und verleiht der Härtung große Vielfalt. Viele seiner Klingen weisen utsuri im Grundgefüge und einen hellen, klaren habuchi auf. Zusammen mit Hasebe Kunishige wird er in der Schwertgeschichte als einer der Schmieden platziert, die die Soshu-Tradition auf dem Boden Yamashiros etabliert haben.
Ein Meister der Schnitzkunst
Nobukuni war auch für seine Fertigkeit im horimono bekannt, und es sind Werke überliefert, die religiöse Schnitzereien tragen, die mit dem Namen Daishinbo verbunden sind. Schnitzereien von Fudo Myoo, Sanskrit-Zeichen und kurikara spiegeln das Andachtsleben der Nanbokucho-Periode wider und werden als Höhepunkt der Klingenschnitzkunst betrachtet. Das kastanienförmige Ende des nakago ist ein weiteres Erkennungszeichen seiner Arbeiten.
Entwicklung der Nobukuni-Schule
Nach der ersten Generation ging der Name Nobukuni an aufeinanderfolgende Schmiedehandwerker über, und in der Muromachi-Periode war eine Gruppe namens Oei Nobukuni tätig. Die Schule verbreitete sich auch auf Kyushu und setzte sich bis in die frühe Neuzeit als Chikuzen Nobukuni fort. Mehrere Werke der ersten Generation aus den Enbun- und Joji-Ären sind als Wichtige Kulturgüter designiert und vermitteln bis heute den Standard der Nanbokucho-Yamashiro-Klingen.
Legenden & Geschichten
Nobukuni wurde als Meister der Klingenschnitzkunst gefeiert, und seine horimono sind unter dem Namen Daishinbo überliefert. Mit Fudo Myoo oder Sanskrit-Zeichen verzierte Klingen verkörpern die Nanbokucho-Vorstellung eines Schwertes als Andachtsobjekt und nicht bloß als Waffe, und spätere Schmiedehandwerker nahmen sie sich als Vorbild.