* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kanakiri Nagamitsu
鉋切長光
Auch bekannt als: Kanakiri – Tachi von Nagamitsu, geliebtes Schwert des Magara Naotaka, Wichtiges Kulturgut
Beschreibung
Kanakiri Nagamitsu ist ein Ko-Tachi, geschmiedet vom Schwertschmied Nagamitsu, dem Vertreter der Bizen-Osafune-Schule, und ist als Wichtiges Kunstobjekt ausgewiesen. Der charakteristische Name "Kanakiri" (Hobel-Schneider) soll einer Legende entstammen, wonach der Besitzer am Fuße des Berges Ibuki in der Provinz Ōmi einen als Schreiner verkleideten Dämon besiegte; die Klinge durchschnitt sogar den Hobel des Schreiners, wodurch das Schwert seinen Namen erhielt.
Kanakiri Nagamitsu gelangte durch eine Schenkung von Gamo Tadakō an den dritten Shogun Tokugawa Iemitsu im ersten Jahr der Kanei-Ära (1624) in die Hände der Tokugawa-Familie und wird nun im Tokugawa-Museum (Mito) aufbewahrt, einer gemeinnützigen Stiftung.
Die Klinge zeigt die für Nagamitsu typische spätkamakura-zeitliche Tachi-Form mit ausgewogener Breite und Krümmung sowie einer verfeinerten, eleganten Erscheinung. Das Jigane ist primär itame mit eingefügtem mokume (Holzmuster) und zeigt lebendig klares Utsuri. Der Hamon basiert auf gunome-chōji mit ko-chōji und spitzen Kanten vermischt, zeigt eine ruhige Ansammlung von nie mit einem hellen, scharfen nioi-guchi — verkörpernd die für Nagamitsus Arbeit charakteristische "verfeinerte Brillanz". In der Nähe des monouchi ist der Hamon besonders reich, mit kinsuji und sunagashi durchgehend sichtbar und bietet zahlreiche Betrachtungspunkte.
Legenden & Geschichten
Das Kanagiri Nagamitsu ist mit einer seltsamen Geschichte verbunden, die überliefert worden ist und die Ursprung seines Alternativnamens darstellt. Als der Schwertbesitzer Matagorō am Fuße des Berges Ibuki in der Provinz Ōmi mit einem Zimmermann, den er kannte, spazierte, verwandelte sich dieser plötzlich in eine furchterregende Gestalt und griff an. Als Matagorō das Nagamitsu an seiner Seite zog und zuschlug, zerteilte er sauber in zwei den Hobel (Zimmermannshobel), den der Zimmermann hielt, und in diesem Augenblick verschwand die Gestalt des Zimmermanns. Es wird berichtet, dass aus dieser Geschichte des 'selbst einen Hobel in zwei Teile schneidens' der Alternativname 'Kanagiri' entstand und unter Kriegern als Glaube an die Schärfe der Klinge weitergegeben wurde, die durch Nagamitsu's Schmiedetechnik hervorgebracht worden war. Bezüglich seiner Abstammung wurde es während der Sengoku-Zeit von Sasaki (Rokkaku) Ujitsuna, Wächter der Provinz Ōmi, auf Yoshisada übertragen; später gelangte es in die Hände von Oda Nobunaga, der es seinem Senior-Gefolgsmann Niwa Nagahide verlieh, und es wird berichtet, dass es anschließend im Besitz von Gamo Ujisato kam.