* Bild nur zu Illustrationszwecken.Katana von Ikkanshi Tadatsuna
一竿子忠綱の刀
Auch bekannt als: Uchigatana von Ikkanshi Tadatsuna (Letzter bedeutender Meister des Osaka Shintō)
Beschreibung
Ikkanshi Tadatsuna war ein Schwertschmied in Osaka (Provinz Settsu) während der mittleren Edo-Zeit, oft als »letzter bedeutender Meister des Osaka Shintō« gerühmt. Sein künstlerisches Pseudonym »Ikkanshi« (Ein-Stab-Einsiedler) beschwört das Bild eines Einsiedlers mit einer einzelnen Angel herauf und spiegelt seinen Ruf als Künstler wider, der sich über weltliche Belange erhob. Tadatsunas Schwerter sind berühmt für ihre spektakuläre »tōran midare« (wogender Wellen-Unregelmäßigkeit) hamon – ein wildes, aufwällendes Muster, das raue Meereswellen evoziert und zu den individualistischsten Härtungslinien der gesamten japanischen Schwertschmiedekunst gehört. Innerhalb der großen, turbulenten Wellen sammelt sich dichtes nie an; ashi und yō (Aktivitäten innerhalb der hamon) verflechten sich in komplexen, vielfältigen Formationen. Der jigane zeigt die fließende itame-Körnung, charakteristisch für Osaka-Arbeiten, reich an ji-nie und mit lichtem, feuchtem Glanz. Er war auch ein herausragender Schnitzer (horimono) und hinterließ zahlreiche Klingen, die mit Drachen, Fudō Myōō und Sanskrit-Zeichen graviert sind. Einige Werke tragen Datum und kao (persönliches Chiffre) neben Signaturen wie »Sesshū-jū Tadatsuna« oder »Ikkanshi Tadatsuna«, was seinen Ehrgeiz nach Vollendung als Handwerker unter Beweis stellt. Mit häufigen Erwähnungen in späten Edo-Schätzungen und anhaltend hoher Bewertung durch die Gesellschaft zur Erhaltung japanischer Kunstschwerter steht Tadatsuna an der Spitze des Osaka Shintō.
Legenden & Geschichten
Eine Legende besagt, dass Tadatsuna am Morgen nach einem Traum von einem Drachen, der auf den Wellen reitet, in einen Zustand unbeugsamer künstlerischer Inspiration verfiel und die Schmiede drei Tage und Nächte lang nicht verließ; das dabei entstandene Schwert soll die schönste tōran midare aller Zeiten gewesen sein. Der Grund dafür, dass die hamon Meereswellen ähnelt, so besagt die Geschichte, liegt in diesem göttlichen Traum – und unter Osaka-Schwerthändlern wurden seine tōran midare-Klingen als Schwerter verehrt, in denen die Drachengottheit wohnte. Eine andere Überlieferung berichtet, dass eines von Tadatsumas geschnitzten Schwertern den Großbrand von Meireki unversehrt überstand und daraufhin als »feuerabwehrendes Schwert« geheiligt wurde, was die Verehrung derer anzog, die an die spirituelle Kraft glaubten, die im Schwert wohnt.