* Bild nur zu Illustrationszwecken.Hanjin
泛塵
Auch bekannt als: Hanjin; Chiriharai; 'Getragen von Sanada Saemon'
Beschreibung
Ein Wakizashi, das angeblich von Sanada Nobushige getragen wurde
Hanjin ist ein Wakizashi, das dem Schmied Uda Kunitsugu der Etchū Uda-Schule aus der Muromachi-Zeit zugeschrieben wird. Es soll die persönliche Begleitwaffe von Sanada Nobushige gewesen sein — besser bekannt unter dem populären Namen Sanada Yukimura — des Sengoku-Feldherrs, der bei der Belagerung von Osaka fiel. Unter japanischen Schwertern ist es ebenso bemerkenswert für seine Geschichte wie für seine Verarbeitung, doch sein Verbleib ist seit dem späten Edo-Zeitalter unbekannt und nur Überlieferung und Aufzeichnungen bleiben erhalten.
Verarbeitung und die goldeingelegte Inschrift
Die Klinge misst etwa eine shaku sechs bis sieben sun (etwa 48,5 bis 51,5 cm), mit moderater Krümmung in Standardproportionen und shōbu-zukuri-Konstruktion. Der hamon ist ein breiter suguha und zeigt die zurückhaltende Härtung, die für die Etchū Uda-Schule charakteristisch ist. Ursprünglich unsigniert, wurde das Nakago später mit goldeingelegten Inschriften versehen: Die Vorderseite liest ‚Hanjin — getragen von Sanada Saemon', während die Rückseite ‚gefertigt von Uda Kunitsugu, verfeinert von Kunihiro' liest. Die Vorderseite verzeichnet den Träger als Sanada Saemon-no-suke Nobushige; die Rückseite wird verstanden als Anerkennung des Verkürzens oder Polierens der Klinge durch Horikawa Kunihiro.
Die Bedeutung des Namens ‚Hanjin'
Die Schriftzeichen lassen zwei Lesarten zu. Gelesen als ‚Chiriharai' — wörtlich ‚Staubfeeger' — soll der Name eine Schneide preisen, die so scharf ist, dass schwebende Staubkörnchen auf fließendem Wasser durchtrennt wurden, wenn die Klinge gegen die Strömung gehalten wurde. Gelesen als ‚Hanjin' interpretieren Gelehrte es als einen Zen-inspirierten Ausdruck der Vergänglichkeit menschlichen Lebens, so flüchtig wie auf dem Wasser treibender Staub; eine weitere Deutung versteht den Begriff einfach als Wort für ein scharfes Schwert. Unter jeder Interpretation ist der Name lange im Zusammenhang mit Nobuschigas Tod in der Toyotomi-Sache gelesen worden.
Von Kōyasan zu Kishū: Die Herkunft bis zu seinem Verschwinden
Nachdem Nobushige 1615 bei der Sommeroffensive von Osaka fiel, soll die Klinge Kōyasan verlassen haben und auf den freien Markt gelangt sein. Sie kam in die Hände von Itō Rangū, einem konfuzianischen Gelehrten der Kishū-Domäne, der die Bitte seines Herrn, sie zu präsentieren, verweigerte, mit der Begründung, dass sie einem Feldherr der gegnerischen Seite gehört hatte. Nach Rangūs Tod verpfändete sein Sohn das Schwert, und es wurde von Noro Kaiseki gekauft, einem Kishū-Gefolgsmann, der als Gelehrtenmaler berühmt ist, der es als kostbaren Schatz hielt. Nach Kaisekis Tod 1828 bricht die Überlieferung der Eigentümerschaft völlig ab und es ist nicht bekannt, ob die Klinge noch existiert.
Die Etchū Uda-Schule und Uda Kunitsugu
Die Uda-Schule lässt sich auf Ko-Nyūdō Kunimitsu zurückführen, einen Yamato-Schmied, der in die Provinz Etchū umsiedelte; die Signatur ‚Uda' wird verstanden als Bezeichnung des Ahnenortes der Schule. Da mehrere Schmiede unter dem Namen Kunitsugu arbeiteten, wurde der spezifische Schmied dieser Klinge nie identifiziert. Ab der Ōei-Ära zeigt Uda-Arbeit suguha gemischt mit gunome, oft mit muneyaki und Unregelmäßigkeiten in der Härtung, was Edo-zeitliche Kenner veranlasste, die Schule moderat einzustufen. Doch eben diese praktische, haltbare Beschaffenheit erklärt, warum solche Klingen von Kämpfern der Sengoku-Ära getragen wurden — und warum eine an Nobuschigas Hüfte hing.
Legenden & Geschichten
Nach Sanada Nobuschigas Fall bei der Sommerbelagerung von Osaka 1615 soll die Klinge aus Kōyasan verkauft worden sein. Itō Rangū, ein konfuzianischer Gelehrter der Kishū-Domäne, weigerte sich angeblich, sie seinem Herrn auszuhändigen, mit der Erklärung, es sei das Schwert eines gegnerischen Feldherrs. Nach Rangūs Tod wurde sie verpfändet und von dem Gelehrtenmaler Noro Kaiseki erworben, der sie im Verborgenen schätzte; nach Kaisekis Tod 1828 verschwand die Klinge aus dem Bericht. Der Name, gelesen als ‚Chiriharai', soll sich von einer Schneide herleiten, die scharf genug war, um Staubkörnchen auf fließendem Wasser zu durchtrennen; gelesen als ‚Hanjin', wird er aufgefasst, die Vergänglichkeit menschlichen Lebens zu beschwören, treibend wie schwebender Staub.