* Bild nur zu Illustrationszwecken.Yagyū Sekishūsai
柳生石舟斎
Wiederbelebter der Yagyū Shinkage-ryū, Schwertmeister der die Schwertentnahme-Technik perfektionierte
Beschreibung
Yagyū Sekishūsai (1527–1606) war der Herr von Yagyū-Dorf in der Provinz Yamato (heute Präfektur Nara) und ein Schwertmeister, der als de-facto-Gründer der „Yagyū Shinkage-ryū" einen unsterblichen Namen in der Geschichte der japanischen Schwertkampfkunst hinterließ. Nach dem Erhalt der inneren Lehren der Shinkage-ryū von Kamiizumi Nobutsuna fügte er eigene Innovationen hinzu, um Yagyū Shinkage-ryū zu vervollkommnen, und vollendete die Technik „muto-dori"—das Entwaffnen eines Gegners mit bloßen Händen.
Sekishūsai war Anführer der Familie Yagyū und ein lokaler Feudalherr, widmete sich aber nach seinem 40. Lebensjahr intensiv dem Schwertkampftraining und meisterte den Weg des Schwertes durch das Treffen mit Kamiizumi Nobutsuna. Um 1564, als Nobutsuna Yamato besuchte, forderte Sekishūsai ihn zu einem Kampf heraus und erlitt eine völlige Niederlage, wurde dann aber Nobutsuna's Schüler und studierte Shinkage-ryū. Nobutsuna erkannte Sekishūsai's Talent und Meisterschaft an und soll nur zwei Schülern „Inkajō"-Zertifikate (Meisterschaftszertifikate) verliehen haben: Hikita Kagekane und Sekishūsai.
Sekishūsai's größte Leistung war die Vollendung von „muto-dori." Diese Technik—das Kontrollieren und Entwaffnen eines Gegners mit bloßen Händen oder einem Fächer, wenn dieser sein Schwert zieht und zustößt—verkörpert das Schwertprinzip, dass das Wesen der Schwertkampfkunst die Gegenwart oder Abwesenheit eines Schwertes übersteigt. Im dritten Jahr von Bunroku (1594) demonstrierte Sekishūsai muto-dori vor Tokugawa Ieyasu, der so beeindruckt war, dass er ihm einen Eingangsschwur verlieh und 200 Koku gewährte.
In seinen späteren Jahren entschied sich Sekishūsai, Shinkage-ryū nicht seinem ältesten Sohn Yoshikatsu, sondern seinem fünften Sohn Yagyū Munenori zu übertragen. Munenori, unter Sekishūsai's Anleitung trainiert, diente Tokugawa Ieyasu und legte später als Schwertmeister des Shogun den Grundstein dafür, Yagyū Shinkage-ryū zur offiziellen Schwertkampfkunst des Shogunats zu machen. Sekishūsai's Schwertphilosophie wurde der Nachwelt als das Konzept von „katsujinken" (dem lebenspendenden Schwert) überliefert, Worte, die noch heute als Ausdruck der spirituellen Höhe der Kampfkunst gesprochen werden.
Bekannte Schwerter
- Faechern fuer Schwertentnahme-Techniken (Familienerbe der Yagyū)
- Orthodoxe Yagyū Shinkage-ryū Tachi