* Bild nur zu Illustrationszwecken.Tokugawa Yoshinobu
徳川慶喜
15. und letzter Shogun des Tokugawa-Shogunats
Beschreibung
Tokugawa Yoshinobu (1837–1913) war der fünfzehnte und letzte Shogun des Tokugawa-Shogunats und die letzte Person, die den Titel Seii Taishogun trug. Als siebenter Sohn des Daimiyo von Mito, Tokugawa Nariaki, geboren, wurde er in die Hitotsubashi-Linie adoptiert und übernahm das Shogunat 1866.
Taisei Hokan (Rückkehr der kaiserlichen Herrschaft)
Angesichts der wachsenden Macht des Satsuma-Chōshū-Bündnisses und der Fragilität der Tokugawa-Ordnung traf Yoshinobu die kühne Entscheidung im Oktober 1867, die politische Autorität dem Kaiser zurückzugeben – die Taisei Hokan. Er rechnete damit, dass die Tokugawa unter einem neuen kaiserlichen Rat Militär- und Verwaltungsführung behalten würden und so einen erzwungenen Sturz verhindert werden könnte.
Boshin-Krieg und Unterwerfung
Das politische Manöver schlug fehl: Die neue Regierung erließ ein kaiserliches Dekret, das die Tokugawa-Autorität aufhob, und Kämpfe brachen im Januar 1868 in Toba–Fushimi aus. Yoshinobu zog sich abrupt von Osaka Castle per Schiff nach Edo zurück und nahm eine Haltung völliger Unterwerfung an. Obwohl von einigen als Feigheit kritisiert, trug diese Entscheidung dazu bei, die unblutige Kapitulation von Edo Castle im April 1868 zu ermöglichen und die Hauptstadt vor massiver Zerstörung zu bewahren.
Späteres Leben
Nach einer Phase des Hausarrestes in Mito wurde er begnadigt und lebte ruhig in Shizuoka, wobei er sich modernen Aktivitäten wie Fotografie, Radfahren und Jagd widmete. Er wurde 1902 in den Rang eines Fürsten (koshaku) erhoben und starb 1913 – einer der wenigen Persönlichkeiten der späten Shogunat-Ära, der die Umwandlung Japans in einen modernen Staat miterlebte.