* Bild nur zu Illustrationszwecken.Jukei-ni
寿桂尼
Gemahlin des Imagawa Ujichika und die 'Ama-midai' – die 'weibliche Sengoku-Daimyo', die über vier Generationen hinweg die Herrschaft der Imagawa unterstützte
Beschreibung
Eine Hofdame, die in Suruga heiratete
Jukei-ni (Geburtsdatum unbekannt - 1568) war die Hauptfrau des Imagawa Ujichika, des Sengoku-Daimyo von Suruga. Sie stammte aus der Familie Nakamikado, Hofadel des Kanjuji-Zweigs des nördlichen Fujiwara-Hauses; ihr Vater war der stellvertretende Hauptrat Nakamikado Nobutane. Aufgewachsen in der aristokratischen Gesellschaft Kyotos heiratete sie in das Imagawa-Haus ein, bekannt als eine Frau von umfassender Gelehrsamkeit. Sie gebar Ujichika mehrere Söhne, darunter Ujiteru und Yoshimoto, und wurde zur Stütze des Imagawa-Haupttums. Ihr Geburtsjahr ist unbekannt, doch anhand ihres Alters bei der Hochzeit wird vermutet, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes in ihren achtziger Jahren war.
Herrschaft als die 'Ama-midai'
Nach dem Tod ihres Ehemanns Ujichika nahm Jukei-ni die Mönchsweihe an, adoptierte den Namen 'Jukei' und wurde als 'Okata-dono' und 'Ama-midai' (die Nonne-Regentin) tituliert. Als Ujichika 1526 an Krankheit starb und sein ältester Sohn Ujiteru die Herrschaft übernahm, war Ujiteru gerade erst vierzehn Jahre alt. Deshalb stellte Jukei-ni offizielle Dokumente mit ihrem eigenen Siegel aus (dem 'Ki'-Siegel) und verwaltete effektiv die Geschäfte des Imagawa-Clans, bis Ujiteru volljährig wurde. Fälle, in denen eine Frau offizielle Dokumente eines Daimyo-Hauses ausstellte, sind äußerst selten, weshalb sie eine 'weibliche Sengoku-Daimyo' genannt wird.
Politische Macht über vier Generationen
Jukei-ni unterstützte die Herrschaft der Imagawa über vier Generationen hinweg – Ujichika, Ujiteru, Yoshimoto und Ujizane. Insbesondere während der Hanakura-Rebellion von 1536 (ein Nachfolgestreit) unterstützte sie Yoshimotos Nachfolge und trug zur Stabilität des Imagawa-Hauses bei. Sie war eine politische Kraft, vor der selbst der benachbarte Takeda Shingen wachsam war, und sie war die zentrale Gestalt, die auf Seiten der inneren Verwaltung die Macht der Imagawa aufrechterhielt, als der Clan über die Tokai-Region herrschte.
Jukei-ni und die Schwertkultur
Kein Nachweis bestätigt, dass Jukei-ni selbst ein bestimmtes Schwert trug, doch als Frau höfischer Herkunft, die dennoch die Verantwortung der Herrschaft mit dem Status einer Hausvorsteherin trug, wird angenommen, dass sie an der Verwaltung der berühmten Klingen beteiligt war, die im Imagawa-Haus überliefert sind, sowie bei der Anordnung von Votiv-Schwertern für Tempel und Schreine. Der Brauch, dass Samurai-Frauen einen Kaiken (Dolch) trugen, galt ebenso im Imagawa-Haus, und Schwerter der Yamato- und Bizen-Traditionen wurden in der Imagawa-Residenz in Sunpu überliefert.
Mit dem Niedergang der Imagawa
Als Yoshimoto 1560 in der Schlacht von Okehazama von Oda Nobunaga getötet wurde, erlebte das Imagawa-Haus einen schnellen Niedergang. Jukei-ni unterstützte das Haus bis zur Generation ihres Enkels Ujizane weiter, starb aber 1568 in der Imagawa-Residenz. Kurz nach ihrem Tod wurde das Imagawa-Haus durch Takeda Shingens Invasion von Suruga praktisch zerstört, und sie wird in der Geschichte als 'die Frau erinnert, die das Imagawa-Haus bis zum Ende unterstützte.'
Bekannte Schwerter
- Schwerter der Yamato- und Bizen-Traditionen, überliefert im Imagawa-Haus (berühmte Klingen in der Imagawa-Residenz Sunpu, deren Verwaltung die als Hausvorsteherin fungierende Jukei-ni vermutlich verantwortete)
- Kaiken einer Samurai-Frau (der Dolch, den die trotz höfischer Herkunft mit dem Status einer Hausvorsteherin des Imagawa-Hauses fungierende Jukei-ni dem Brauch gemäß trug)