* Bild nur zu Illustrationszwecken.Hojo Takatoki
北条高時
14. und letzter Regent des Kamakura-Shogunats
Beschreibung
Hojo Takatoki (1303–1333) war der vierzehnte und letzte Regent (shikken) des Kamakura-Shogunats. Er wird in der Geschichte als letzter Träger der Hojo-Autorität in Erinnerung behalten, dessen Tod sowohl die Hojo-Regentschaft als auch das Kamakura-Shogunat selbst beendete.
Regentschaft und innerer Niedergang
Takatoki wurde 1318 Regent, war aber Berichten zufolge bei schlechter Gesundheit, was die tatsächliche Verwaltung weitgehend mächtigen Gefolgsleuten wie Adachi Tokiaki und Nagasaki Takasuke überließ. Chroniken—insbesondere das Taiheiki—beschreiben ihn als begeistert von Hundekämpfen und dengaku-Tanzaufführungen, was ein Bild der Zügellosigkeit zeichnet. Moderne Historiker weisen jedoch darauf hin, dass diese Berichte die Voreingenommenheit späterer Erzählliteratur widerspiegeln und dass das Shogunat schwerwiegende strukturelle Probleme über die Fehler eines Einzelnen hinaus sah.
Fall von Kamakura
Als Kaiser Go-Daigo den Genko-Zwischenfall (1331–1333) einleitete, um das Shogunat zu stürzen, unterdrückte die Kamakura-Regierung ihn zunächst durch das Rokuhara Tandai. Aber im Mai 1333 führte Nitta Yoshisada einen entscheidenden Angriff auf Kamakura an. Die verteidigenden Hojo-Truppen wurden schnell hintereinander überwältigt. Am 22. Mai 1333 begingen Takatoki und über 870 Mitglieder seines Clans und seiner Gefolgsleute Massensuizid im Tosho-ji-Tempel in Kamakura. Er war einunddreißig Jahre alt.
Vermächtnis
Der Massensuizid im Tosho-ji wird als eine der großen Tragödien der japanischen Geschichte gedenkt und markiert das abrupte Ende von über einem Jahrhundert Hojo-Regentschaft. Während Takatoki in der literarischen Tradition oft als schwacher Herrscher dargestellt wird, betrachtet die neuere Forschung ihn wohlwollender als eine Figur, die von Kräften—politisch, institutionell und militärisch—überwältigt wurde, die weit außerhalb seiner Kontrolle lagen.