* Bild nur zu Illustrationszwecken.Harima no Tsubone
播磨局
Landverwalterin der Kamakura-Zeit — Anführerin der Amakusa-Seestreitkräfte
Beschreibung
Harima no Tsubone war eine Samurai-Frau der mittleren Kamakura-Zeit und die älteste Tochter des Samurai Amakusa Taneari aus dem Amakusa-Distrikt der Provinz Hizen (heutiges Amakusa City in der Präfektur Kumamoto). Ihr Kindheits- oder Ordensname ist als Ōkura no Taishi überliefert. Im Jahr 1233 erbte sie von ihrem Vater das Amt des jitō (Landverwalter) über die Insel Hondo und wurde damit trotz ihres Geschlechts Anführerin (sōryō) des Amakusa-Clans.
Nach der überlieferten Geschichte des Schreins soll Harima no Tsubone während der zweiten mongolischen Invasion im Kōan-Feldzug von 1281 die Amakusa-Seestreitkräfte in die Schlacht geführt und unter dem glaubten Schutz der Suwa-Gottheit einen militärischen Sieg errungen haben. 1283 soll sie einen abgetrennten Geist vom Suwa Taisha in der Provinz Shinano eingeladen und das Hondo Suwa Schrein gegründet haben. Zu beachten ist, dass der Anspruch auf ihre persönliche Teilnahme am Feldzug von 1281 hauptsächlich auf dieser Schreintradition beruht und nicht auf den historisch-geografischen Quellen, die ihre Nachfolge und Schreinsgründung dokumentieren; zwischen ihrer Ernennung von 1233 und dem Feldzug von 1281 liegen ungefähr fünfzig Jahre, weshalb sie zu diesem Zeitpunkt bereits betagter gewesen sein dürfte.
Da sie keine eigenen Kinder hatte, adoptierte Harima no Tsubone ihren jüngeren Bruder Tanesuke als Erben und übertrug die Führung des Amakusa-Clans auf dessen Linie.
Ihre dokumentierte Existenz sowie die Ereignisse ihrer Nachfolge und Schreinsgründung sind in angesehenen Nachschlagewerken verzeichnet, darunter der Band der Heibonsha Historisch-Geografischen Reihe über die Präfektur Kumamoto und der offiziellen Stadtgeschichte von Reihoku. Fälle von Frauen, die formal das Amt des jitō und die Clanführung unter dem Vasallensystem des Kamakura-Shoguns erbten, sind selten, was Harima no Tsubone zu einem wertvollen Beispiel für weibliche Herrschaft im mittelalterlichen Kyushu macht. Das Hondo Suwa Schrein, das sie gründete, steht bis heute in Amakusa City der Präfektur Kumamoto und bleibt ein Ort lokaler Verehrung.