* Bild nur zu Illustrationszwecken.Kanabō Masatsugu
金房政次
Description
Kanabō Masatsugu war ein Schwertschmied, der während der Sengoku-Zeit in der Yamato-Provinz (heutige Präfektur Nara) tätig war und als führende Persönlichkeit der Kanabō-Schule bekannt ist, die in der Nähe des Kōfuku-ji-Tempels ansässig war.
Die Kanabō-Schule und ihre Basis
Die Kanabō-Schule hatte ihren Sitz in der Nähe des Kōfuku-ji in Nara und produzierte große Mengen an Waffen für Tempelmönche, Krieger und Militärangehörige. Obwohl nominell Teil der Yamato-Tradition, wich die Schule von der traditionellen Yamato-Ästhetik ab und bevorzugte stattdessen praktische, scharf schneidende Klingen.
Stilistische Merkmale
Anstatt klassische Yamato-Konventionen zu befolgen, zeichnen sich Kanabō-Klingen durch breite Klingenbahnen und eine Krümmung aus, die der späten Bizen- und späten Seki-Schule ähnelt, wobei die hamon große, kühne Wellenmuster aufweist.
Bekanntes Werk
Masatsugus bekanntestes Werk ist der "jūmonji-yari" (Speer mit gekreuzter Klinge), der in der Hōzōin-ryū-Speerkampf-Tradition verwendet wurde, die in Yamato ihren Ursprung hatte. Der Schwertforscher Fukunaga Suiken hat vorgeschlagen, dass der berühmte Speer "Nihongō", einer der "Drei Großen Speere unter dem Himmel" (Tenka Sanmeisō), von Kanabō Masatsugu angefertigt worden sein könnte – obwohl dies eine wissenschaftliche Vermutung ohne gesicherte dokumentarische Belege bleibt.
Wandelnder Ruf der Kanabō-Schule
Während die Kanabō-Schule die Massennachfrage nach Waffen in den letzten Jahren der Sengoku-Zeit weiterhin erfüllte, sank die Qualität ihrer Produktion allmählich. In späteren Bewertungen wurde die Schule als repräsentativ für massenproduzierte "kazuuchimono"-Klingen betrachtet. Masatsugu selbst wird als führender Meister der Schule und als der Schmied positioniert, der ihre produktivste Zeit leitete.